Congregatio Jesu ( "Englische Fräulein")

Lilienhof

Stattersdorfer Hauptstraße 62
A-3100 St. Pölten
T +43 (0)2742 - 256 654

Gruenderin/Stifterin
Mary Ward (1585–1645)
 
Geschichte

Das Institutum Beatae Mariae Virginis (seit 2004 Congregatio Jesu) ist eine von der Engländerin Mary Ward (1585–1645) begründete Ordensgemeinschaft, meist „Englische Fräulein“ genannt. An jesuitischen Konstitutionen und Spiritualität orientierend, gehört der Orden zu den ältesten und bedeutendsten weiblichen Orden für Erziehung und pastorale Dienste. Die Niederlassung der Englischen Fräulein in St. Pölten wurde 1706 von der Generaloberin in München initiiert. 1742 wurde das Haus vom bayerischen Generalat gelöst, und der Oberin von St. Pölten wurden alle bestehenden und zukünftigen Häuser in der Habsburgermonarchie unterstellt. Die Kremser Niederlassung mit Schule wurde 1725 errichtet. Das Generalat St. Pölten bestand bis 1953, dem Jahr, in dem die drei Generalate des römisches Zweigs (München, St. Pölten und Mainz) unierten. Sie bilden heute eine Provinz mit Provinzsitz in München. Zu dieser Provinz gehören auch die drei österreichischen Niederlassungen des Ordens in St. Pölten, Krems und Wien.

Das barocke Kloster in der St. Pöltner Innenstadt wurde im Jahr 2011, das Kloster in Krems im Jahr 2014 an die Vereinigung von Ordensschulen Österreich übergeben und für den Schulbetrieb adaptiert.

Niederlassungen

Das Provinzialat ist in München. Niederlassungen in Österreich befinden sich in

  • St. Pölten
  •  Wien (Europäisches Novitiat)
Werke und Pfarren
  • Tagungshaus, Maria Ward Haus in St. Pölten (Lilienhof)
  • Schulen in St. Pölten und Krems. Die Schulen werden von der „Vereinigung von Ordensschulen Österreichs“ geführt. Im Jahr 2020 wurde ein eigener Raum für die Gründerin, Mary Ward Raum, gestaltet.
Literatur
  • Erika Fritzer u.a. (Hg.), 300 Jahre Englische Fräulein in Österreich. Wegbereiterinnen moderner Frauenbildung (Wien 2005).
  • Diözesanmuseum St. Pölten (Hg.), Erbe und Auftrag. Das Institut der Englischen Fräulein in St. Pölten 1706-2006. Katalogbuch zur Sonderausstellung des Diözesanmuseums St. Pölten anlässlich des 300-Jahr-Jubiläums der Englischen Fräulein in St. Pölten (St. Pölten 2006).
  • Paramente. Historische liturgische Textilien. Eine Publikation zur Pflege und Erhaltung historischer Textilien, hg. anlässlich der Sonderausstellung des Diözesanmuseums St. Pölten, 7. Mai bis 12. November 2011, hg. Wolfgang Huber (St. Pölten 2011).
Archiv

Nachdem das barocke Klostergebäude in St. Pölten als Ordenshaus aufgegeben wurde, ist das historische Ordensarchiv der Englischen Fräulein als Dauerleihgabe in das Diözesanarchiv St. Pölten übergeben worden. Das Schularchiv wird von der Schule geführt.

Findmittel des Archivs: 
  • Im Diözesanarchiv St. Pölten, Online-Recherche auf www.dasp.at.
Bibliothek

Die Bibliothek des Klosters in St. Pölten enthält einen historischen Buchbestand mit ca. 4.000 Bänden, davon mehr als die Hälfte aus dem 18. Jh. Nachdem der Orden das barocke Klostergebäude als Ordenshaus aufgegeben hatte, wurde die Bibliothek dem Diözesanarchiv St. Pölten zur Betreuung übergeben, verblieb aber in situ. Bibliotheksbeschreibungen: Fabian-Handbuch der historischen Buchbestände und Klosterbibliotheken in Österreich.

Kataloge der Bibliothek: 
  • Autorenkatalog in Zettelform vor Ort
Sammlungen

Die reichhaltigen Kunstsammlungen des Klosters in St. Pölten wurden, ebenso wie die sehr bedeutende Paramentensammlung aus der Schatzkammer als Dauerleihgabe dem Diözesanmuseum St. Pölten übergeben, nachdem der Orden das barocke Klostergebäude als Ordenshaus aufgegeben hatte.

Orden: Congregatio Jesu CJ ( "Englische Fräulein")
Ordensfamilie: Frauenkongregation, Schulorden
Kirchenrechtliche Einordnung: Institut des geweihten Lebens, päpstlichen Rechts
Diözese: Diözese St. Pölten