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FÜREINANDER DA SEIN

 

Soziales

 

 

Ordensfrauen und Ordensmänner engagieren sich an den Brennpunkten menschlichen Lebens, in gesellschaftlichen Schieflagen oder bei Zukunftsfragen.

 

Zum Bereich Mission und Soziales der ÖOK

Für ein gutes Leben aller

 

Ordensfrauen und -männer bieten Begleitung in schwierigen Lebenssituationen. Sie sind in verschiedenen Bereichen tätig, um Menschen in Not zu unterstützen. Dazu gehören zum Beispiel die Betreuung von Wohnungslosen, die Versorgung von Bedürftigen mit Lebensmitteln und Kleidung, die Unterstützung von Geflüchteten und Migranten, der Einsatz gegen Menschenhandel und Ausbeutung, die Begleitung von Menschen in psychischen Krisen, die soziale Jugendarbeit oder der Einsatz für den Klimaschutz zur Bewahrung der Schöpfung.

„An den Brennpunkten menschlichen Lebens“

 

Das Bild zeigt Sr. Notburga, wie sie ein Transparent aufhängt.

Sr. Notburga Maringele von den Tertiarschwestern in Hall in Tirol setzte 2021 ein Zeichen gegen die Abschiebung von Kindern und ihren Eltern.

 

Ungehörten eine Stimme geben

Zum sozialen Engagement gehört auch, den Ungehörten eine Stimme zu geben und medial für eine gerechte, solidarische und mitfühlende Gesellschaft einzutreten.

                         Sr. Maria Schlackl im Gespräch mit einer Frau

Der Verein SOLWODI wurde von Ordensgemeinschaften gegründet. Sr. Maria Schlackl ist eine dieser engagierten Ordensleute, die sich für all jene Frauen, die Opfer von Menschenhandel, sexueller Gewalt und Ausbeutung geworden sind, mit vollem Herzblut einsetzen. 

 

SOLWODI

 

Die Initiative SOLWODI gehört an dieser Stelle besonders hervorgehoben: SOLWODI (= Solidarity with women in distress – Solidarität mit Frauen in Not) wurde 1985 von Sr. Dr. Lea Ackermann in Kenia gegründet und setzt sich mittlerweile auch in mehreren Ländern Europas für eine Verbesserung der Stellung von Frauen ein, die in ihren Heimatländern oder in Europa in eine große Notlage bis hin zur Prostitution geraten sind. 

 

In Österreich engagiert sich eine Gruppe von beherzten Ordensfrauen für all jene Frauen, die Opfer von Menschenhandel, sexueller Gewalt und Ausbeutung geworden sind. 2012 gründeten sechs Ordensgemeinschaften den Verein SOLWODI Österreich und eröffneten in Wien eine Schutzwohnung und eine Beratungsstelle. Durch kurzfristige Kriseninterventionen und ein ganzheitliches Beratungs- und Betreuungsangebot erhalten die zumeist traumatisierten Frauen und deren Kinder Hilfe zur psychischen Stabilisierung, Stärkung des Selbstwertgefühls sowie Unterstützung bei der Entwicklung neuer Lebensperspektiven und selbstbestimmten Entscheidungen. Die Arbeit von SOLWODI orientiert sich am christlichen Menschenbild, das die Würde und Freiheit des Menschen als Grundlage eines erfüllten Lebens sieht.

 

SOLWODI Österreich

Initiative gegen Menschenhandel - Aktiv für Menschenwürde in OÖ

Allianz für freien Sonntag

 

Die Österreichische Ordenskonferenz ist auch Mitglied der Allianz für den freien Sonntag und setzt sich zusammen mit anderen kirchlichen und gesellschaftlichen Organisationen für den Erhalt des freien Sonntags ein.

 

Allianz für freien Sonntag

Erzabt em. Korbinian Birnbacher
„Engagement im Auftrag der Nächstenliebe steckt in der DNA der Ordensgemeinschaften.“

Im Auftrag der Nächstenliebe

 

Einer, der sich Zeit seines Lebens für die Schwächeren und Ärmeren der Gesellschaft eingesetzt hat, war P. Wolfgang Pucher. Er gründete die Vinziwerke, um den Menschen zu helfen, die – aus welchen Gründen auch immer – am äußersten Rand der Gesellschaft angekommen waren. Sein Wahlspruch lautete: „Es ist nicht maßgeblich, woher jemand kommt, welche Vergangenheit er hat, und welche Schuld er selbst an seinem Leid trägt. Wichtig ist in erster Linie, wie dem Menschen geholfen werden kann.“

 

Ein ganz aktuelles Beispiel ist auch die Sozial- und Gesundheitspraxis „dock“. Nichtversicherte und/oder wohnungs- bzw. obdachlose Menschen können hier an das Gesundheitssystem „andocken“. Sie erhalten sozialarbeiterische Beratung und Entlastung sowie medizinische Behandlung durch Fachärzt:innen. Pflegekräfte, Hebammen, Therapeut:innen etc. ergänzen das Angebot. „dock“ wurde Ende 2021 vom neunerhaus und der Vinzenz Gruppe gemeinsam gegründet, die Ordination befindet sich im 10. Bezirk in der Nähe des Wiener Hauptbahnhofs, einer Gegend mit einer hohen Frequenz der betroffenen Personengruppe. Die Beratung und Behandlung in „dock“ erfolgt durch beim neunerhaus angestellte Sozialarbeiterinnen und durch rund 25 ehrenamtlich tätige medizinische Fachkräfte aus den Spitälern der Vinzenz Gruppe und aus dem Netzwerk von neunerhaus. Das Projekt wurde 2022 mit dem Preis der Orden ausgezeichnet. 

Tipp: Podcast #24 Orden on air
mit Pfarrer Wolfgang Pucher

 

„Ich gründete die Jugend-Vinzenzgemeinschaft Eggenberg. Ich habe zwölf junge Leute zusammengerufen und ihnen gesagt, wenn ihr mitmacht, kümmern wir uns um Leute, um die sich niemand kümmert. Wir hatten kein Geld, kein Personal, kein Haus, nichts! Aber wir gingen mit Feuerreifer an die Sache.“


Hier können Sie den Podcast nachhören.

Seit Jahrhunderten für ein gutes Leben aller unterwegs

 

Ordensgemeinschaften haben eine lange Tradition im sozialen Engagement und der Unterstützung bedürftiger Menschen. Viele Gemeinschaften wirken schon seit Jahrhunderten in Österreich und der Welt für ein gutes Leben aller.

 

Insgesamt sind österreichische Ordensgemeinschaften ein wichtiger Teil des sozialen Netzes des Landes. Zahlreiche soziale Institutionen, die heute im Sozialstaat Österreich als selbstverständlich gesehen werden und fixer Bestandteil unseres Lebens sind, wurden von Orden gegründet, initiiert oder werden auch heute noch von Orden geführt.

Österreichische Ordenskonferenz

Bereich Mission und Soziales

 

Der Bereich „Mission und Soziales“ definiert sich in drei Arbeitsbereiche:

  • Mission mit den Themen: Weltkirche, missionarische Initiativen von Orden in Österreich und interkulturelles Zusammenleben
  • Schöpfungsverantwortung
  • Soziale Initiativen

Geleitet wird der Bereich von Sr. Anneliese Herzig. Sie unterstützt Ordensgemeinschaften in ihren missionarischen und sozialen Tätigkeiten, vernetzt die relevanten Akteure und setzt immer wieder Impulse und Initiativen zu den Themen Mission, Schöpfungsverantwortung und Soziales. In diesem internen Bereich finden Sie Informationen zu Laudato Si und auch Handreichungen und Informationen zu den Vertretungen in den verschiedenen Gremien des Bereichs. 

Bereichsleiterin Bereich Mission und Soziales

Sr. Dr. Anneliese Herzig MSsR

Bereichsleiterin Mission und Soziales
Adresse:
1010 Wien,
Freyung 6/1/2/3
anneliese.herzig@ordensgemeinschaften.at
+43 1 535 12 87 170

Aktuelle Meldungen aus dem Bereich Soziales

Mehrere Einrichtungen der Salesianer Don Boscos wurden beim Erdbeben in Venezuela schwer beschädigt, darunter auch die Kirche von Sarria in Caracas.
25. Juni 2026

Ordensgemeinschaften starten nach Erdbeben in Venezuela Nothilfe

Am 24. Juni 2026 haben zwei schwere Erdbeben mit den Stärken 7,2 und 7,5 Venezuela erschüttert. Das Epizentrum des Bebens lag 280 Kilometer westlich der Hauptstadt Caracas, nach ersten Informationen werden zahlreiche Todesopfer befürchtet. Auch mehrere Einrichtungen der Salesianer Don Boscos und der Jesuiten wurden beschädigt.

mehr: Ordensgemeinschaften starten nach Erdbeben in Venezuela Nothilfe
Lea MAZ im Kongo
25. Juni 2026

Brief an BM Claudia Bauer: Auslandsfreiwilligendienste als wertvoller Beitrag für Österreich

Die Diskussion um die Zukunft von Auslandsfreiwilligendiensten als Zivildienstersatz sorgt für Aufmerksamkeit. Gemeinsam mit mehreren Ordensgemeinschaften, die junge Menschen in internationale Freiwilligeneinsätze entsenden, setzt sich die Österreichische Ordenskonferenz für den Erhalt dieser wichtigen Programme ein. In einem Schreiben an Claudia Bauer, Bundesministerin für Europa, Integration und Familie, werden die gesellschaftlichen, persönlichen und friedensfördernden Chancen solcher Einsätze hervorgehoben.

mehr: Brief an BM Claudia Bauer: Auslandsfreiwilligendienste als wertvoller Beitrag für Österreich
Franziskanerinnen von Vöcklabruck beim Charity-Run 2026
23. Juni 2026

13 Franziskanerinnen schnürten die Laufschuhe für den guten Zweck

Mit Leidenschaft, Freude und Mut machten sich 13 Franziskanerinnen und mehrere Mitarbeitende auf, um mit einem eigenen Team am „Gesunde Gemeinde Charity-Lauf“ in Vöcklabruck teilzunehmen. „Sich für Menschen einzusetzen, dafür sind wir immer und jederzeit bereit. Dieser Lauf machte uns viel Freude, und noch mehr freuen wir uns für die Frauen, die dadurch im Quartier 16 unterstützt werden können“, blickt Generaloberin Sr. Angelika Garstenauer voller Dankbarkeit und Zufriedenheit auf die sportliche Herausforderung zurück.

mehr: 13 Franziskanerinnen schnürten die Laufschuhe für den guten Zweck
19. Juni 2026

Von Parallelwelten und Privilegien: Sommerfest widmete sich sozialer Ungleichheit

Am 12. Juni öffneten die Jesuiten in Wien wieder ihren Arkadenhof für das traditionelle Sommerfest von ausserordentlich und den Internationalen Freiwilligeneinsätze (IFE). Rund 60 Gäste kamen zusammen, um sich mit einem Thema auseinanderzusetzen, das oft unsichtbar bleibt, aber das Leben vieler Menschen prägt: soziale Ungleichheit.

mehr: Von Parallelwelten und Privilegien: Sommerfest widmete sich sozialer Ungleichheit
Emanuel Huemer im Einsatz für Geflüchtete
16. Juni 2026

Ordensmann zu EU-Asylreform: „Christlich ginge anders.“

Als eine Legitimierung der Abschottungspolitik Europas und „Ausdruck der klassistischen und rassistischen Mobilitätsordnung“ hat der Steyler Missionar Emanuel Huemer die jüngste Reform des Gemeinsamen Europäischen Asylsystems (GEAS) bewertet. Der Ordensmann, der sich unter anderem bei der Initiative „SOS Balkanroute“ engagiert, kritisierte die seit 12. Juni 2026 geltenden neuen EU-Asylregeln besonders wegen der vermehrten Rechtsunsicherheit.

mehr: Ordensmann zu EU-Asylreform: „Christlich ginge anders.“
Kl. Sr. Monika Miriam und Kl. Sr. Noura in der Wüste 
15. Juni 2026

„Ein Stück Wüste ist ein Stück Stille“

Anlässlich des Internationalen Tages der Wüstenbildung und Dürre am 17. Juni erinnert sich Kleine Schwester Monika Miriam Wedenig an sieben Jahre in Algerien, wo sie einige Monate in der Wüste mit Nomaden gelebt hat. Und sie zieht Lehren für unseren Umgang mit der Erde.

mehr: „Ein Stück Wüste ist ein Stück Stille“
Trafen sich in Siebenbürgen: Ex-Straßenkind Moise, P. Georg Sporschill und H. Ignatius Sutel (v.l.).
09. Juni 2026

Stift Klosterneuburg: Ehemaliges Straßenkind wirkt heute als Priester

Der aus Rumänien stammende Augustiner-Chorherr des Stifts Klosterneuburg, Ignatius Sutel, der in Wien Floridsdorf als Priester tätig ist, hat bei einem Besuch in Siebenbürgen seinen langjährigen Förderer, den Jesuitenpater Georg Sporschill, sowie ehemalige Weggefährten aus der Straßenkinderarbeit getroffen. Das berichtet die Tageszeitung Kurier in ihrer Ausgabe vom 7. Juni 2026.

mehr: Stift Klosterneuburg: Ehemaliges Straßenkind wirkt heute als Priester
Br. Peter Jirak von den Salesianern Don Boscos ist seit Beginn des Jahres 2026 in Uganda im Einsatz.
03. Juni 2026

Salesianer Don Boscos: Br. Peter Jirak berichtet aus Uganda

Im April 2026 ist Br. Peter Jirak, der im Jänner 2026 seine Erste Profess bei den Salesianern Don Boscos abgelegt hat, in Uganda angekommen. Dort ist der Lehrer und ausgebildete Rettungssanitäter im Flüchtlingscamp Palabek im Einsatz. Er berichtet von seiner ersten Zeit dort:

mehr: Salesianer Don Boscos: Br. Peter Jirak berichtet aus Uganda

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