
Gründer:in/Stifter:in |
| Pio Bruno Lanteri (*1759–†1830) |
Geschichte |
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Das Gründungsdatum der Gemeinschaft ist umstritten: Die eigentliche Gründung war nicht 1826, sondern schon 1815. 1815 fanden sich unweit von Turin drei junge Priester zusammen, die nach den Wirren der französischen Revolution und den napoleonischen Kriegen etwas zur Erneuerung des Glaubens tun wollten. Dabei wurden sie an Lanteri verwiesen, der ihnen den Rat gab, Exerzitien abzuhalten; mit durchschlagendem Erfolg. Es handelte sich vor allem um Volksmissionen, die damals auch "öffentliche Exerzitien" genannt wurden. Widrige Umstände (Unstimmigkeiten mit der neuen Diözesanleitung von Turin über die Ausrichtung und Struktur der Gemeinschaft) führten allerdings dazu, dass diese junge Gemeinschaft, die "Oblaten der allerheiligsten Jungfrau Maria", zwar nicht aufgelöst wurde, in den nächsten Jahren aber nicht mehr öffentlich in Erscheinung trat. Zehn Jahre später sollte es einen Neuanfang geben.
Im Jahr 1826 erfolgte dann auf Einladung der Nachbardiözese Pinerolo und ihres neuen Bischofs ein Neustart durch den italienischen Priester Pio Bruno Lanteri, der eine Kongregation mit volksmissionarischer Ausrichtung und marianischer Spiritualität wiederaufleben lassen wollte. Noch im selben Jahr (1826) erhielt die Gemeinschaft die päpstliche Anerkennung, nachdem argumentiert worden war, dass die Gemeinschaft nie aufgelöst worden war und durchgehend tätig war. 1954 wurde in Wien-Hietzing ein Kloster mit Kirche gebaut, welche 1990 zur Pfarre „Zum guten Hirten“ erhoben wurde. Die Pfarre wurde 2011 an die Erzdiözese Wien übergeben und wird seitdem nicht mehr vom Orden betreut. Die Betreuung der Wallfahrtskirche Maria Loretto übernahm der Orden 1964 von den Serviten, die hier von 1645 bis 1787 und von 1953 bis 1964 ein Kloster hatten. |
Niederlassungen |
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Werke und Pfarren |
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Orden: Kongregation der Oblaten der Jungfrau Maria (Congregatio Oblatorum Beatae Virginis Mariae OMV)
Ordensfamilie: Klerikerkongregation
Kirchenrechtliche Einordnung: Institut des geweihten Lebens, päpstlichen Rechts
Diözese: Erzdiözese Wien