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| Graf Ulrich (Udalrich) X. von Bregenz, gegründet als Benediktinerkloster 1095 (†1138) |
Geschichte |
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Die Familie des Grafen Ulrich X. gründete das Kloster in der Au am See "Mehrerau" in Bregenz als Benediktinerkloster 1095, nachdem ein früherer Gründungsversuch in Andelsbuch im Jahre 1086 nicht gelungen war. Graf Ulrich X. ließ es mit Mönchen aus Petershausen bei Konstanz im Sinne der Hirsauer Reform besiedeln. Einen Schicksalsschlag erlitt das Kloster 1405, als es im Appenzellerkrieg geplündert und teilweise zerstört wurde. Doch die Mönche bauten es wieder auf. Zahlreiche Schenkungen von Grafen aber auch von Laien und Mönchen bescherten dem Kloster im 15. Jahrhundert eine Blüte. Am 1.August 1806 löste das königlich bayerische Aufhebungsedikt den Konvent auf. Kirche und Kirchturm wurden abgetragen und die Steine für den Bau des Lindauer Hafens verwendet. Das zerstörte und verlassene Kloster Mehrerau wurde 1854 von Schweizer Zisterziensern gekauft, die aufgrund politischer Wirren aus ihrem Kloster Wettingen vertrieben worden waren. Noch im gleichen Jahr eröffneten die Zisterzienser eine Lateinschule, aus der später das "Collegium Sancti Bernardi" mit Gymnasium, Handelsschule und Bubeninternat wurde. Die Wettinger Mönche brachten das vom Heiligen Stuhl verliehene Recht der Territorialabtei in die Mehrerau mit: Die Territorialabtei Wettingen-Mehrerau (lat.: Abbatia territorialis Beatae Mariae Virginis de Maris Stella et de Augia Majore). 1920 übernahm das Kloster die Führung der landwirtschaftlichen Fachschule für Vorarlberg. Drei Jahre später entstand das Belegspital "Sanatorium Mehrerau", das 2004 in die Krankenhaus-Betriebsgesellschaft des Landes integriert wurde und seit 2015 von der Caritas als "Hospiz am See" als palliative Stütze in Vorarlberg neuorganisiert wurde. Die lokale Tischlerei wird laufend betrieben und der land- und forstwirtschaftliche Betrieb sichert die Versorgung mit Lebensmitteln. Die Baugeschichte der Abteikirche Wettingen-Mehrerau umfasst rund neun Jahrhunderte (1097 bis 1964). Patrozinium: Hl. Maria, Königin des Himmels und der Erde [Mariä Himmelfahrt]. Derzeit ist eine großangelegte Klostersanierung im Gange (2022 bis etwa 2027). |
Werke & Pfarren |
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Publikationen der Ordensgemeinschaft (in Auswahl) |
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Literatur |
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Abteiarchiv |
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Kontakt: P. Henrik Damjanović, OCist, prior E-Mail: fr.henrik@mehrerau.at
(Archiv befindet sich in der Arbeit) |
Abteibibliothek |
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Kontakt: P. Henrik Damjanović, OCist, prior E-Mail: fr.henrik@mehrerau.at
Der Bibliotheksbestand umfasst etwa 125.000 Bände, 225 Inkunabeln, 232 Frühdrucke (bis 1520) und 17 Handschriften. Der in den Jahren 1779-82 im obersten Stockwerk des Südflügels errichtete Bibliothekssaal ist ein echtes Kleinod. Dieser kunstvoll eingerichtete Saal wurde vom Schoppernauer Handwerksmeister Peter Anton Moosbrugger mit feinem Barockstuck ausgeschmückt.
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Musikarchiv |
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Kontakt: fr. Amandus Osthues, OCist E-Mail: kloster@mehrerau.at |
Orden: Zisterzienser (Ordo Cisterciensis, OCist)
Ordensfamilie: Benediktinische Gemeinschaften, Mönchsorden, Zisterzienser und Zisterzienserinnen
Kirchenrechtliche Einordnung: Institut des geweihten Lebens päpstlichen Rechts
Diözese: keine; als Territorialabtei untersteht sie direkt dem Hl. Stuhl (Territorial Abtei Wettingen-Mehrerau).