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Männerorden
Benediktinerabtei Lambach
Abt: MMag. Maximilian Neulinger
Adresse: 4650 Lambach, Klosterplatz 1
abt.maximilian@stift-lambach.at
+43 7245 217 10
www.stift-lambach.at

Allgemeine Informationen zur Ordensgemeinschaft

 

Gründer:in/Stifter:in

Hl. Adalbero, Bischof von Würzburg (um *1010–†1090)

Geschichte

Das Kloster wurde 1056 von Bischof Adalbero von Würzburg gegründet und gehörte zum Gorzer Reformkreis. Schon früh wurde Lambach zu einem Zentrum der Benediktiner im Gebiet der Babenberger und so besiedelten 1089 Lambacher Mönche die babenbergische Gründung Melk.
In den Bauernkriegen wurden 1626 und 1632 Stift und Markt gebrandschatzt. Abt Plazidus Hieber veranlasste die barocke Erneuerung der Stiftskirche. Er wurde 1678 von einem Konventualen vergiftet. Abt Maximilian Pagl ließ 1714 die Dreifaltigkeitskirche in Stadl-Paura errichten. Im 19. Jahrhundert trat Abt Theoderich Hagn für eine strenge, monastische Reform ein. In der NS-Zeit wurde das Stift in eine NAPOLA umgewandelt und die Patres wurden, bis auf eine notdürftige seelsorgliche Versorgung, vertrieben.

Werke und Pfarren

Inkorporierte Pfarren

  • Lambach, Aichkirchen, Neukirchen, Bachmanning, Pennewang und Stadl Paura
  • Realgymnasium und Handelsakademie Stift Lambach

Publikationen der Ordensgemeinschaft

  • Lambacher Stiftsbote 1.2026-
  • Jahresbericht des Realgymnasium und der Handelsakademie Stift Lambach 1.2009–

Literatur

  • Johann Grossruck, Benediktinerstift Lambach im Dritten Reich 1938–1945. Ein Kloster im Fokus von Hitlermythos und Hakenkreuzlegende (Linz 2011).
  • Stift Lambach in der Frühen Neuzeit. Frömmigkeit, Wissenschaft, Kunst und Verwaltung am Fluss. Tagungsband zum Symposion im November 2009, hg. von Klaus Landa, Christoph Söttinger und Jakob Wührer (Linz 2012).
  • Im Fluss – am Fluss. 950 Jahre Benediktinerstift Lambach. Jubiläumsausstellung im Stift Lambach, 20. März–26. Oktober 2006, Katalog, Red. von Klaus Landa (Lambach 2006).
  • Roland Anzengruber, Lambach, in: Germania Benedictina, Bd. 3/2: Die benediktinischen Mönchs- und Nonnenklöster in Österreich und Südtirol, bearb. v. Ulrich Faust und Waltraud Krassnig (St. Otillien 2001) 253–317.
  • Benediktinerstift Lambach. Text: HR P. Theoderich Doppler OSB, Lambach; Fotos: Michael Oberer, Wien, Foto-Grafik Schmitsberger, Steyr, Gestaltung: Ina Ehrenstorfer, Ried im Innkreis. Kunstverlag Hofstetter (Ried im Innkreis 1999).
  • 900 Jahre Klosterkirche Lambach. Oberösterreichische Landesausstellung 1989. Historischer Teil. 20. Mai bis 8. Oktober 1989 im Benediktinerstift Lambach, Red. von Helga Litschel (Linz 1989).
  • Arno Eilenstein OSB, Die kunstgeschichtlichen Notizen im Tagebuche des Abtes Maximilian Pagl von Lambach 1705-1725, 97-114, in: Christliche Kunstblätter, 79. Jg, Heft IV (Linz 1938).

 

Kultur & Dokumentation

Archiv

Klosterplatz 1
4650 Lambach


Kontakt: Abt Maximilian Neulinger OSB und Christoph Stöttinger
E-Mail: stoettinger@stift-lambach.at

 

Das älteste erhaltene Inventar des Stiftsarchivs datiert aus dem Jahr 1560. Die heutige Archivordnung geht auf Georg Grüll zurück, der 1946 das Archiv neu ordnete. Der Aktenbestand gliedert sich in folgende Hauptgruppen, die ihrerseits in Untergruppen gegliedert sind: A. Innere Verwaltung; B. Die Landstände; C. Kirchliche Angelegenheiten; D. Klosterbesitz; E. Pfarren, Filialen, Kapellen, Schulen, Spitäler, Waisen; F. Finanzwesen; G. Gerichtswesen; H. Untertanen; I. Markt Lambach; K. Handel, Gewerbe, Verkehr; L. Salzwesen; M. Polizei; N. Landwirtschaft, Wald, Fischerei; O. Bausachen; P. Militär; Q. Fremde Herrschaften und Familien (darunter Wels, Gmunden, Familien Seeau, Eiselsberg, Starhemberg); R. Verschiedenes; S. Pläne; T. Patente und Gesetzsammlungen; U. Siegelstöcke.
Die ca. 700 Archivhandschriften wurden ebenfalls nach Sachgruppen chronologisch geordnet und gliedern sich folgendermaßen: I. Archivverzeichnisse; II. Kopialbücher; III. Landstände – Prälatenstand; IV. Finanzwesen: a) Urbarien und Dienstbücher; b) Kämmereirechnungen; c) Vermögen; d) Waisenrechnungen; e) Verschiedene Rechnungen und Ausgabenbücher; V. Gerichtswesen; VI. Hausgeschichte: a) Bearbeitungen; b) Nekrologien und Kalendarien; c) Diarien, Tagebücher und Kalender; d) Verschiedenes zur Klostergeschichte; VII. Religiöses Leben in Lambach; VIII. Salzwesen; IX. Weinbau; X. Jagd, Fischerei, Wald und Landwirtschaft; XI. Verschiedenes. Der Urkundenbestand ist eigens geordnet und umfasst 2.822 Stück, die vom Jahr 1056 bis in das Jahr 1899 reichen.
Das Archiv beherbergt auch die Handschriftensammlung (100 Pergamenthandschriften und ca. 700 Papierhandschriften aus dem 11.–17. Jahrhundert), sowie die Gemäldesammlung (150 Gemälde) und die Grafische Sammlung

 

Findmittel des Archivs

  • Maschinschriftlicher Katalog von Georg Grüll (1946)
  • Archivdatenbank vor Ort
  • Urkundendigitalisate auf: www.monasterium.net

Literatur zum Archiv

  • Georg Grüll, Geschichte des Lambacher Klosterarchivs, in: Mitteilungen des Oberösterreichischen Landesarchivs 1 (1950) 155–181.
  • Helga Penz, allerhand schreibereien. Lambacher Archivgeschichte im 18. Jahrhundert, in: Stift Lambach in der Frühen Neuzeit. Frömmigkeit, Wissenschaft, Kunst und Verwaltung am Fluss. Tagungsband zum Symposion im November 2009, hg. von Klaus Landa, Christoph Söttinger, Jakob Wührer (Linz 2012) 213–224.

Öffnungszeiten des Archivs: nach Voranmeldung (per Mail).
 

Bibliothek

Klosterplatz 1
4650 Lambach


Kontakt: P. Jakob Stoiber OSB
E-Mail: p.jakob@stift-lambach.at

 

Die Stiftsbibliothek Lambach umfasst insgesamt geschätzt rund 50.000 Bände:

Die Historische Bibliothek umfasst ca. 18.000 Bände und ist verteilt auf zwei Bibliotheksräume (den großen und den kleinen Bibliothekssaal). Sie wurde von 2020 bis 2024 im Rahmen eines Erschließungsprojekts von Frau Dr. Grafinger mit Studierenden der Universität Augsburg in Excel-Listen erfasst.

Des Weiteren existiert in Lambach auch ein größerer, noch nicht näher bezifferter Bestand an Büchern und Zeitschriften aus dem 19. und 20. Jahrhundert. 

Außerdem gibt es die „Neue Bibliothek“ , die für den Alltagsgebrauch der Mönche bestimmt ist und ca. 15.000 Bände moderne Literatur umfasst. Sie wird derzeit schrittweise in KOBi katalogisiert. 

Des weiteren gibt es eine kleine Archivbibliothek zur Dokumentation der Hausgeschichte und anderer geschichtswissenschaftlicher Themen.

Die Handschriften- und Inkunabelsammlung (135 Inkunabeln und 800 Handschriften) ist im Stiftsarchiv untergebracht.
Bibliotheksbeschreibungen (nicht aktuell): Fabian-Handbuch der historischen Buchbestände, armarium.eu und Klosterbibliotheken in Österreich

 

Kataloge der Bibliothek

  • Die Altbestände der Stiftsbibliothek wurden in Excel-Listen erfasst, Anfragen sind möglich.
  • Die Bestände der modernen Handbibliothek werden derzeit schrittweise im "Katalog der Ordensbibliotheken (KOBi)" katalogisiert.
  • Institut für Mittelalterforschung/Abteilung Schrift- und Buchwesen (ÖAW): Handschriftenbeschreibungen und Bibliographie zu den Handschriften
  • Beschreibung der deutschen Handschriften
  • Handschriftencensus
  • Handschriften-Mikroverfilmung Hill Museum & Monastic Library
  • Inkunabelzensus der Österreichischen Nationalbibliothek
Literatur zur Bibliothek
  • Christoph Egger, Irrungen und Wirrungen. Wanderungen Lambacher Handschriften im 20. Jahrhundert, in: ...dass die Codices finanziell unproduktiv im Archiv des Stiftes liegen". Bücherverkäufe österreichischer Klöster in der Zwischenkriegszeit. Herausgegeben von Katharina Kaska und Christoph Egger (Veröffentlichungen ds Instituts für Österreichische Geschichtsforschung Band 77, Böhlau-Verlag, Wien 2022), 161-203.
  • Kurt Holter, Neue Beiträge zur Geschichte der Stiftsbibliothek von Lambach im hohen Mittelalter, in: Kunstgeschichtsforschung und Denkmalpflege. Festschrift für Norbert Wibiral zum 65. Geburtstag (Schriftenreihe des Oberösterreichischen Musealvereines 13, Linz 1986) 85–98.
  • Kurt Holter, Beiträge zur Geschichte der Stiftsbibliothek Lambach, in: Jahrbuch des Musealvereines Wels 15 (1968/69) 96–123.
  • Kurt Holter, Zwei Lambacher Bibliotheksverzeichnisse des 13. Jahrhunderts, in: Mittelungen des Instituts für Österreichische Geschichtsforschung 64 (1956) 262–276.
  • Arno Eilenstein, Zur Geschichte der Stiftsbibliothek in Lambach, in: Studien und Mitteilungen zur Geschichte des Benediktiner-Ordens und seiner Zweige 51 (1933) 205–217.

Musikarchiv

Klosterplatz 1
4650 Lambach


Kontakt: Peter Deinhammer
E-Mail: musikarchiv@stift-lambach.at

 

Die Bedeutung der Musiksammlung im Stift Lambach wird vor allem am reichen Bestand von Aufführungsmaterialien aus dem gesamten 18. Jahrhundert gemessen. Aber auch viele Komponisten aus dem Umkreis der Wiener Klassik finden sich im Bestand. Wolfgang Amadeus Mozart und Michael Haydn pflegten Zeit ihres Lebens freundschaftliche Beziehungen zum Kloster Lambach. Eine der bedeutendsten Handschriften im Archiv ist sicher Mozarts so genannte „Lambacher Sinfonie“(KV45a).

 
Kataloge des Musikarchivs
  • Gerda Lang, Zur Geschichte und Pflege der Musik in der Benediktinerabtei zu Lambach. Mit einem Katalog zu den Beständen des Musikarchives, 3 Bände (Univ. Diss. Salzburg 1978).
  • Einzelnachweise: Internationales Quellenlexikon der Musik (RISM), Serie A/1 Musikdrucke bis 1800, Kassel: Bärenreiter, 1971–2012 (9 Bde., 4 Ergänzungsbände, Indexband, CD-ROM), Musikhandschriften: Répertoire international des sources musicales (RISM).
Literatur zum Musikarchiv 
  • Peter Deinhammer, Das Musikarchiv des Stiftes Lambach, in:  Stift Lambach in der Frühen Neuzeit. Frömmigkeit, Wissenschaft, Kunst und Verwaltung am Fluss. Tagungsband zum Symposion im November 2009, hg. von Klaus Landa, Christoph Söttinger, Jakob Wührer (Linz 2012) 501–509.
  • Gerda Lang, Zur Geschichte und Pflege der Musik in der Benediktinerabtei zu Lambach. Mit einem Katalog zu den Beständen des Musikarchives, 3 Bde. (Diss. Univ. Salzburg 1978).

Ausführliche Informationen zur Musikgeschichte des Stiftes Lambach auf: https://www.ooegeschichte.at/themen/mensch-und-natur/mensch-pferd-lambach/stift-lambach-geschichte/

Gemälde- und Grafiksammlung

Klosterplatz 1
4650 Lambach


Kontakt: Christoph Stöttinger
E-Mail: archiv@stift-lambach.at

 

Ein Teil der Gemäldesammlung wird im Klostermuseum gezeigt, ein Teil befindet sich im Depot. Die Grafiksammlung geht auf die Sammlertätigkeit des P. Kolomann Fellner (†1818) zurück und umfasst 15.000 Einzelblätter, vor allem Kupferstiche. Herzstück bilden einige Zyklen von Albrecht Dürer (1471-1528). Ein beträchtlicher Anteil der Objekte zeigt noch die Spuren der Verwüstung durch die französischen Soldaten, die um 1805 in Lambach einquartiert waren.

 
Literatur zu den Sammlungen
  • Erwin Hainisch, Österreichische Kunsttopographie, Bd. 24. Die Kunstdenkmäler des politischen Bezirkes Lambach (Wien 1959).
  • Im Fluss – am Fluss. 950 Jahre Benediktinerstift Lambach. Jubiläumsausstellung im Stift Lambach, 20. März–26. Oktober 2006, Katalog, Red. von Klaus Landa (Lambach 2006).

 

Kirchenrechtliche Angaben

Orden: Benediktiner (Ordo sancti Benedicti OSB)

Ordensfamilie: Benediktinische Gemeinschaften

Kirchenrechtliche Einordnung: Institut des geweihten Lebens, päpstlichen Rechts

Diözese: Diözese Linz

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