Frauenorden
Kongregation der Töchter der göttlichen Liebe
Provinzoberin: Sr. M. Daniela Scharf
Adresse: 1030 Wien, Jacquingasse 12-14

Allgemeine Informationen zur Ordensgemeinschaft

 

Gründer:in/Stifter:in

Franziska Lechner (*1833–†1894)

Geschichte

Die von der gebürtigen Bayerin und Lehrerin Franziska Lechner (*1833-†1894) 1867 gegründete Schwesterngemeinschaft bestand anfänglich nur in einer kleinen Wiener Wohnung, die 1868 angemietet wurde. Die Schwestern wirkten karitativ. 1869 wurde das erste Kloster der Kongregation, die „Marienanstalt“ in Wien mit einem Mädchenheim gegründet. Weitere Gründungen mit Schulen, Kindergärten und Heimen für Mädchen folgten in Wien (das Mutterhaus und das Herz Maria-Kloster), Breitenfurt bei Wien (Zufluchtshaus zum Hl. Josef) und St. Andrä im Lavanttal (Kloster Maria Loretto) sowie in Europa und später weltweit.

Heute wirkt die Kongregation in 10 Provinzen in Europa, Nord- und Südamerika und einer Missionsstation in Afrika (Uganda).

Das Generalat hat seinen Sitz in Grottaferrata bei Rom. Die deutschen Niederlassungen in Greifswald und Edling, dem Geburtsort der Gründerin, gehören zur österreichischen Provinz.
Das Seligsprechungsverfahren für die Gründerin wurde 2005 eingeleitet.

Niederlassungen

  • Wien Mutterhaus (3. Bezirk Jacquingasse, seit 1888)
  • "Marienanstalt" Wien (3. Bezirk Fasangasse, seit 1869)
  • "Herz Maria Kloster" Wien (18. Bezirk Lacknergasse, seit 1885)
  • Zufluchtshaus "Zum Hl. Josef" Breitenfurt bei Wien (NÖ, seit 1873)
  • Kloster "Maria Loretto" St. Andrä im Lavanttal (Ktn, seit 1880)
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  • Kloster "St. Franziska" Edling (Bayern, seit 1956)
  • Kloster "St. Elisabeth" Greifswald (Bayern, seit 1928)

Ehemalige Niederlassungen

  • Kloster Maria Hilf, Breitenfurt bei Wien (NÖ, 1878)
  • Kloster zur Schmerzhaften Mutter, Hochstrass, Gemeinde Stössing (NÖ, 1896 2011)

Werke

  • Die Kindergärten in Wien und Kärnten und die Volks- und Mittelschule in 1180 Wien sowie die Mittelschule in St. Andrä im Lavanttal werden in eigener Trägerschaft geführt. Die Handelsschule und Handelsakademie in 1030 Wien liegen in der Trägerschaft des Schulzentrums Sacré-Coeur und die Fachschulen für Sozialberufe in St. Andrä stehen in der Verantwortung des Kärntner Caritasverbandes.
  • Studentinnenheim in der Fasangasse in Wien (seit 1969).
  • Manche frühere Werke (Kindergärten, Kinderheime etc.) in Österreich und Deutschland wurden aufgelöst.

Literatur

  • Helmut Schmitt, Franziska Lechner und die Kongregation der Töchter der göttlichen Liebe in Breitenfurt. Unter besonderer Berücksichtigung von Spiritual, Pfarrer und Bürgermeister von Breitenfurt Monsignore Josef Engelbert Enzmann (Breitenfurt 2021).

  • Theresa Stampler, „Gutes tun, Freude schenken, glücklich machen und zum Himmel führen“. Eine kirchenpädagogische Erkundung der Muttergotteskirche (Maria Schnee) in Wien, in: Mitteilungen zu den Kulturgütern der Orden 5 (2020), 5057. online

  • Helga Penz, 150 Jahre Kongregation der Töchter der göttlichen Liebe, in: Mitteilungen des Referats für die Kulturgüter der Orden 3/2018, 7075. online

  • Kunegunda Zofia Rusztyn, Kongregation der Töchter der göttlichen Liebe. 1868–1919. Struktur und territoriale Entwicklung (Quellen und Monographien - Wissenschaftliche Gesellschaft der Katholischen Universität Lublin 337, Lublin u.a. 2009).
  • 125 Jahre Töchter der göttlichen Liebe Kloster Maria Loretto St. Andrä im Lavanttal (Wolfsberg 2005).
  • Wolfgang J. Bandion, Steinerne Zeugen des Glaubens. Die Heiligen Stätten der Stadt Wien (Wien 1989) 121f. (Kirche)
  • Géza Hajós, Die Kunstdenkmäler Wiens 1. Die Kirchen des III. Bezirks. Mit einer Einleitung über die topographische Entwicklung des Bezirks (Österreichische Kunsttopographie 41, Wien 1974) 151f.

 

Kultur & Dokumentation

Archiv

Jacquingasse 12-14
1030 Wien


Kontakt: Ordensleitung

 

Kirchenrechtliche Angaben

Orden: Töchter der göttlichen Liebe (Congregatio Filiae Divinae Caritatis FDC)

Ordensfamilie: Frauenkongregation, Schulorden

Kirchenrechtliche Einordnung: Institut des geweihten Lebens, päpstlichen Rechts

Diözese: Erzdiözese Wien