Kultur & Dokumentation

Schwestern der Heimsuchung Mariens – Salesianerinnen

Kloster Thurnfeld
Kaiser-Maximilian-Straße 3

A-6060 Hall/Thurnfeld
T +43 (0)5223 57116

GründerIn/StifterIn
Hl. Franz von Sales (*1567–†1622), Johanna Franziska von Chantal (*1572–†1641)
 
Geschichte

Der Orden von der Heimsuchung Mariens, benannt nach dem Besuch Mariens bei Elisabeth, der Mutter des hl. Johannes (Lk 1, 39–56), wurde 1610 vom hl. Franz von Sales und von der hl. Johanna Franziska von Chantal in Frankreich gegründet. Ursprünglich als karitativ wirkender Frauenorden wurde er 1615 auf bischöflichen Entscheid zu einem kontemplativen Klausurorden umgewandelt. Das Münchner Heimsuchungskloster wurde 1667, das Wiener 1717 gegründet.
Mitte des 19. Jahrhunderts wurden viele junge Tiroler Mädchen zur Ausbildung in das Mädchenpensionat des bayerischen Klosters der Heimsuchung in Beuerberg geschickt. Da der Wunsch nach einer ähnlichen Ausbildungsstätte für Mädchen in Tirol bestand, veranlasste Erzherzog Karl Ludwig von Tirol eine 1858 Niederlassung in Thurnfeld in Hall, dem ehemaligen Sommersitz des Haller Damenstiftes. Die ordenseigenen Schulen wurden in den 1960er Jahren aufgegeben und das Land Tirol errichtete in der Folge landeseigene Schulen im Klostergebäude. Der Konvent besteht heute nur mehr aus Seniorinnen und wird aufgelöst. Kloster, Archiv und Kunstgut werden von der Diözese übernommen.

Niederlassungen

Ein weiteres Salesianerinnenkloster besteht in Wien. Beide Klöster gehören der deutschsprachigen Föderation des Ordens an.

Orden: Schwestern der Heimsuchung Mariens – Salesianerinnen (Ordo Visitationis Sanctae Mariae OVSM)
Ordensfamilie: Frauenkongregation, Salesianische Familie
Kirchenrechtliche Einordnung: Institut des geweihten Lebens, päpstlichen Rechts
Diözese: Diözese Innsbruck

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