Religionen sollten wieder als kraftvolle Quellen des Friedens verstanden werden – nicht nur spirituell, sondern auch gesellschaftlich und politisch. Das war eine zentrale Botschaft des Bildungstags der Ordenstagungen, der am Mittwoch unter dem Motto „Friedens(t)räume gestalten“ in der Konzilsgedächtniskirche Wien-Lainz stattfand.
Das Motto des Missionstags am 26. November 2025 im Rahmen der Ordenstagungen lautete: „Glaubenswege – gemeinsame Antworten auf veränderte Realitäten suchen“. Im Zentrum standen die Präsentation der Studie „Was glaubt Österreich?“ sowie Erfahrungsberichte von Ordensleuten aus unterschiedlichen Kulturen, die Einblicke in ihr Ankommen und Wirken in einem neuen Land gaben. (#otag25)
Bereits zum elften Mal wurde am Mittwoch in Wien-Lainz der „St. GeorgsBildungsPreis“ verliehen, mit dem der Hauptverband Katholischer Elternvereine Österreichs innovative Bildungsinitiativen an katholischen Schulen und Kindergärten auszeichnet.
Für mehr Zusammenarbeit zwischen Orden und Diözesen, klare Qualitätsorientierung und realistischen Umgang mit Wandel hat sich die neue Vorsitzende der Österreichischen Ordenskonferenz, Sr. Franziska Madl, ausgesprochen. Im ersten Interview nach ihrer Wahl, das sie gemeinsam mit ihrem Stellvertreter Propst Anton Höslinger im Rahmen der derzeit in Wien laufenden Ordenstagungen Kathpress, APA und Medien der Erzdiözese Wien gab, betonte sie, dass viele Entwicklungen in Kirche und Orden nur gemeinsam lösbar seien. Das gelte für das Miteinander in Frauen- und Männergemeinschaften ebenso wie auch mit der Bischofskonferenz.
Zu einer Haltung der Hoffnung auf Basis eines Aufbruchs und geistlicher Beweglichkeit in den Ordensgemeinschaften hat der emeritierte Salzburger Erzabt Korbinian Birnbacher am Dienstag die Teilnehmenden des Österreichischen Ordenstags in Wien-Speising ermutigt. Rückblickend auf das Heilige Jahr stellte er fest, viele seien physisch oder geistig aufgebrochen, um „Trägheit und Sesshaftigkeit“ zu überwinden, die sich in der Kirche immer wieder einniste.
Die Zukunftsfähigkeit des Ordenslebens hat Benediktiner-Abtprimas Jeremias Schröder beim Österreichischen Ordenstag, am 25. November 2025, in Wien hervorgehoben und dabei eine klare Unterscheidung zwischen realistischer Analyse und österlicher Hoffnung eingefordert.
Mit theologischen Impulsen von Martin Dürnberger und Veronika Prüller-Jagenteufel startete der heurige Österreichische Ordenstag über „die große Hoffnung, die auch dann nicht vergeht, wenn sich die kleinen Hoffnungen nicht erfüllen“, und die stärker als Angst und Abwärtsspiralen ist.
Anlässlich des diesjährigen österreichischen Ordenstages in Wien trafen sich am 23. und 24. November die Bischofsvikare und Ordensreferenten der österreichischen Diözesen zu ihrer Jahreskonferenz, die ganz im Zeichen des wachsenden Zusammenrückens von Diözesen und Orden stand.
Im Rahmen der Generalversammlung der Österreichischen Ordenskonferenz (ÖOK) am 24. November 2025 wählten die Mitglieder der Österreichischen Ordenskonferenz ihren neuen Vorstand. Neue Vorsitzende ist Priorin Sr. Franziska Madl von den Dominikanerinnen Wien-Hacking, die zuletzt das Amt als stellvertretende Vorsitzende innehatte. Propst Anton Höslinger aus dem Stift Klosterneuburg wurde zum stellvertretenden Vorsitzenden gewählt.