War der seit Jahrhunderten im Stift Kremsmünster aufbewahrte Tassilokelch ursprünglich für Salzburg bestimmt? Dieser Frage ging eine neue Ausgabe der ORF-Doku-Reihe „kreuz & quer“ am 27. Oktober 2026 nach. P. Altman Pötsch, Kustos des Stifts Kremsmünster, hat sich zehn Jahre lang mit den Inschriften und Bildmotiven des frühmittelalterlichen Kelchs beschäftigt. Seine Entdeckungen legen eine neue Deutung nahe.
Heirat, auf dem elterlichen Hof bleiben oder als Magd in den Dienst gehen: Das waren die Möglichkeiten einer Bauerntochter im 19. Jahrhundert. Barbara Sicharter (1829–1905) ging einen anderen Weg: Sie gründete ein Krankenhaus. 150 Jahre später ist das Marienkrankenhaus Vorau ein unverzichtbarer Teil der medizinischen Versorgung in der Oststeiermark. Im Podcast „Lebenswerk“ der Ordensspitäler Österreichs sprechen Generaloberin Sr. Mirjam Schmedler von den Vorauer Marienschwestern und Geschäftsführer Bertram Gangl über die Gründerin, die Bedeutung des Hauses für die ländliche Region und den Leitsatz, der bis heute gilt.
Frater Rudolf Knopp, Provinzial der Ordensprovinz Europa Mitte der Barmherzigen Brüder, spricht in der neuesten Folge des Religionspodcasts „Wer glaubt, wird selig“ darüber, was ein Ordenskrankenhaus ausmacht, wie Barmherzigkeit spürbar wird und wie ein gutes Miteinander in der neuen mitteleuropäischen Großprovinz Vorbildwirkung haben kann.
Die Franziskanerinnen von Amstetten begingen am 11. Oktober 2026 ein Doppeljubiläum. Im Rahmen eines Festgottesdienstes feierten sie sowohl den 800. Todestag des hl. Franz von Assisi als auch ihr 150-jähriges Jubiläum in Amstetten. Im Zentrum der Feierlichkeiten stand die Bildungsarbeit der Franziskanerinnen.
Steigt man die steilen Stufen in der Schulkirche der Mary Ward Schulen in St. Pölten hinunter, fühlt es sich an, als ob man eine andere Welt betritt: Die Luft wird muffiger, das Licht wird dunkler, die Decken niedriger. Man erreicht die Gruft, die unter dem Kirchenraum liegt. Die dicken Mauern scheinen jeden Laut zu verschlingen, kein Schritt ist zu hören auf dem Lehmboden. Die Stille hier scheint endlos zu sein.
Mathematik gilt als das Reich der Beweise. Im Kloster dagegen geht es um Vertrauen, Berufung und Glauben. Für viele klingt das nach einem Widerspruch. Für Sr. Sabine Maria Grangl klingt es nach einem ganz normalen Stundenplan. Die Franziskanerin von der Unbefleckten Empfängnis unterrichtet Mathematik, Katholische Religion und Musikerziehung an der Privaten Mittelschule Graz-Eggenberg des Vereins für Franziskanische Bildung (VfFB). Vormittags erklärt sie Jugendlichen Bruchzahlen, am Abend betet sie mit ihren Mitschwestern die Vesper. Dazwischen sind keine zwei Welten, sondern ein Leben, das beides erstaunlich selbstverständlich verbindet.
Was tun, wenn ich mich einsam fühle? Warum geschieht so viel Unrecht? Wie finde ich meinen Platz in der Welt? Kann Beten etwas bewirken? In einer neuen Social-Media-Videoreihe beantworten Ordensleute große Fragen des Lebens und des Glaubens. In maximal 60 Sekunden geben Ordensfrauen und -männer persönliche und spirituelle Impulse zu Alltagssorgen ebenso wie zu theologischen Fragen.
Am 19. Oktober 2026 zeichneten das Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz und Gesundheit Österreich 18 vorbildliche Klimaschutzprojekte im Gesundheitswesen mit dem Best Practice Award „Klimafreundliche Gesundheitseinrichtungen“ aus. Unter den ausgezeichneten Projekten waren auch fünf Projekte von Ordensspitälern – drei Projekte der Barmherzigen Brüder in Linz und Wien, eines aus dem Franziskus Spital und eines aus dem Orthopädischen Spital Speising.
Was möchte ich in meinem Leben noch verwirklichen? Was liegt mir wirklich am Herzen? Und wie möchte ich in Erinnerung bleiben? Eine partizipative Aktion der Wiener Gesprächsinsel lädt von 1. bis 6. November 2026 auf der Wiener Freyung dazu ein, sich mit diesen Fragen auseinanderzusetzen. Zwei Tafelwände mit dem Satzanfang „Bevor ich sterbe …“ regen zum Nachdenken an und bieten Platz, persönliche Gedanken und Wünsche mit Kreide festzuhalten.