P. Johannes Pausch mit spirituellem Impuls zur Fastenzeit

In Seitenstetten sprachen der Benediktiner P. Johannes Pausch und Krisine Proleta über das Thema „Spiritualität – Resilienz – Was der Seele guttut“. (c) Michaela E. Lugmaier
Am Beginn des Tages stand eine persönliche Standortbestimmung. Die Teilnehmenden waren eingeladen, ihre eigenen Energieräuber und Energiespender zu identifizieren. Rasch wurde deutlich, dass es vor allem um den richtigen Fokus geht: um die bewusste Stärkung jener Kräfte, die zu mehr Lebendigkeit und innerer Balance führen.
Gerade die Fastenzeit sei eine Zeit der Erneuerung, betonte P. Johannes Pausch. Viele Menschen spürten in dieser Phase den Wunsch nach Veränderung oder nach einem Wandlungsprozess. Der biblische Ruf „Kehrt um, und ihr werdet leben!“ werde häufig lediglich als moralischer Appell verstanden. Tatsächlich sei er jedoch eine Verheißung und eine Einladung, wieder neu zum Leben zu finden.

Der Beziehung sprach P. Johannes Pausch eine zentrale Rolle zu. (c) Michaela E. Lugmaier
Beziehung spielt zentrale Rolle
Dabei spiele die Beziehung eine zentrale Rolle – zu sich selbst, zu anderen Menschen und zur gesamten Schöpfung. „Beziehung ist die Grundlage und der Anfang des Lebens und aller Heilung“, zeigte sich der frühere Prior des Europaklosters Gut Aich überzeugt. Die Fastenzeit sei daher eine besondere Einladung, Beziehungen zu überprüfen, zu klären und gegebenenfalls neu zu ordnen.
Mehrfach plädierte der Benediktiner für Reduktion und das richtige Maß. Beides sei letztlich ein Gewinn. Die Sinne könnten dabei wertvolle Orientierung geben. Was den Menschen belastet, solle gemäßigt werden. Gleichzeitig dürfe Fasten nicht mit Hungern verwechselt werden: Der Körper brauche Nahrung – ebenso wie die Seele.

Das Thema wurde auf vielfältige Weise vertieft, beispielsweise durch Sinneserfarungen in der Natur. (c) Michaela E. Lugmaier
Nahrung für die Seele
Diese erfahre Stärkung durch innere Ruhe, Achtsamkeit und einen ausgewogenen Lebensrhythmus. „Nahrung für die Seele“ sei alles, was das Innere berührt, belebt und das aus dem Gleichgewicht Geratene wieder in Balance bringt.
Im Laufe des Tages wurde das Thema auf vielfältige Weise vertieft: durch Sinneserfahrungen in der Natur, Impulse aus der Klosterheilkunde, Zeiten der Stille, persönliche Reflexion sowie spirituelle Anregungen. Den Abschluss bildete eine meditativ gestaltete Eucharistiefeier.
Quelle: Michaela E. Lugmaier