Die neue ON 1/26 ist da

Einige Inhalte im Überblick:
Neue Spitze der Ordenskonferenz
Ein Schwerpunkt der Ausgabe ist ein personeller Neubeginn: Sr. Franziska Madl, Dominikanerin und Priorin, wurde zur Vorsitzenden der Österreichischen Ordenskonferenz gewählt. Erstmals steht damit eine Ordensfrau an der Spitze des Gremiums.
Zum zweiten Vorsitzenden wurde Propst Anton Höslinger vom Stift Klosterneuburg bestimmt. Beide bringen unterschiedliche Wege ins Amt ein, verbindet jedoch ein gemeinsamer Auftrag: Ordensleben sichtbar zu machen und seine Bedeutung für Kirche und Gesellschaft zu stärken.
Hoffnung als Antwort auf eine verunsicherte Gegenwart
Mehrere Beiträge der Ausgabe greifen zentrale Fragen unserer Zeit auf. Der Theologe Martin Dürnberger analysiert beim Ordenstag 2025 gesellschaftliche Entwicklungen, die viele Menschen verunsichern: globale Fluchtbewegungen, technologische Umbrüche rund um Künstliche Intelligenz oder den wachsenden Druck zur Selbstoptimierung.
Der christliche Glaube könne in dieser Situation eine andere Perspektive eröffnen. Hoffnung bedeute nicht, Probleme zu verdrängen, sondern im Alltag Verantwortung zu übernehmen und darauf zu vertrauen, dass Zukunft mehr ist als die Fortschreibung gegenwärtiger Trends.“
„In der Hoffnung unterwegs“
Auch die Pastoraltheologin Veronika Prüller-Jagenteufel rückt die Hoffnung ins Zentrum. In ihrem Impuls beschreibt sie Hoffnung nicht als flüchtiges Gefühl, sondern als Beziehungsgeschehen zwischen Mensch und Gott.
Diese Hoffnung ermögliche es, trotz Unsicherheit und Endlichkeit am Sinn des Handelns festzuhalten. Für Christen gründe sie letztlich im Vertrauen darauf, dass Gott der Welt eine Zukunft eröffnet.
Ordensleben: „Immer noch“
DEinen weiteren Akzent setzt Abtprimas Jeremias Schröder. In seinem Vortrag reflektiert er über das kleine Wort „noch“. Ordensgemeinschaften würden häufig mit der Frage konfrontiert: „Wie viele seid ihr denn noch?“
Schröder deutet dieses „noch“ jedoch nicht als Zeichen des Niedergangs, sondern als Ausdruck von Widerstandskraft. Ordensleben lebe aus Gemeinschaft, Tradition und der Fähigkeit zum Wandel. Gerade in Zeiten beschleunigter Veränderungen könne diese Verbindung von Geschichte und Zukunft Orientierung geben.
Rückblick auf die Ordenstagungen 2025
Breiten Raum nimmt im Heft der Rückblick auf die Ordenstagungen 2025 ein. Verschiedene Fachtage beleuchteten Themen wie Berufung, Frieden, Mission, Kunst oder Gesundheitsversorgung.
So diskutierten junge Ordensleute beim „Ordenstag Young“ über Berufung heute, während der Bildungstag Religionen als mögliche „Schulen des Friedens“ thematisierte. Weitere Beiträge widmen sich der Rolle von Kunst in Veränderungsprozessen sowie neuen Formen kirchlicher Mission in einer pluralen Gesellschaft.
Einblicke aus der Ordenswelt
Darüber hinaus bietet die Ausgabe persönliche Stimmen zum Ordensleben, eine Kolumne von Otto Friedrich, Personalia aus verschiedenen Gemeinschaften sowie Einblicke in die Arbeit des Medienbüros der Ordenskonferenz.
Die neue ON-Ausgabe zeigt damit ein vielfältiges Bild der Ordenswelt: geprägt von Tradition, offen für Veränderungen und getragen von der Hoffnung, „für ein gutes Leben aller“ wirksam zu sein.
Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Lesen.