Steigt man die steilen Stufen in der Schulkirche der Mary Ward Schulen in St. Pölten hinunter, fühlt es sich an, als ob man eine andere Welt betritt: Die Luft wird muffiger, das Licht wird dunkler, die Decken niedriger. Man erreicht die Gruft, die unter dem Kirchenraum liegt. Die dicken Mauern scheinen jeden Laut zu verschlingen, kein Schritt ist zu hören auf dem Lehmboden. Die Stille hier scheint endlos zu sein.
Was möchte ich in meinem Leben noch verwirklichen? Was liegt mir wirklich am Herzen? Und wie möchte ich in Erinnerung bleiben? Eine partizipative Aktion der Wiener Gesprächsinsel lädt von 1. bis 6. November 2026 auf der Wiener Freyung dazu ein, sich mit diesen Fragen auseinanderzusetzen. Zwei Tafelwände mit dem Satzanfang „Bevor ich sterbe …“ regen zum Nachdenken an und bieten Platz, persönliche Gedanken und Wünsche mit Kreide festzuhalten.
Unter dem Motto „Denkmale: Wert für alle.“ findet am 27. September 2026 wieder der „Tag des Denkmals“ statt. Österreichweit öffnen dabei rund 300 Denkmale ihre Türen. Auch einige Ordensgemeinschaften beteiligen sich mit Programmpunkten.
Mit einem Dankesfest in der Romanischen Kapelle des Wiener Schottenstifts feierte das Institut Österreichischer Orden (IÖO) am Freitag, 10. Juli 2026, sein zehnjähriges Bestehen. Was vor einem Jahrzehnt aus der Notwendigkeit entstand, die Zukunft der Ordenswerke nachhaltig abzusichern, hat sich zu einem europaweit – wahrscheinlich sogar weltweit – einzigartigen Kooperationsmodell entwickelt.
Am 9. Juni wird weltweit der „Internationale Tag der Archive“ gefeiert. An diesem Tag wurde im Jahr 1948 unter der Schirmherrschaft der UNESCO der „Internationale Archivrat“ (ICA) gegründet. Anlässlich dieses Tages präsentiert die Österreichische Ordenskonferenz auch im Jahr 2026 wieder Videos, in denen die Besonderheiten zweier Ordensarchive – diesmal jene der Vorauer Marienschwestern und des Benediktinerstifts Admont – vorgestellt werden.
Die erste Enzyklika von Papst Leo XIV. ist die erste zum Thema „KI“, aber sie ist – wie die beiden Vorsitzenden der Ordenskonferenz betonen – keine bloße KI-Enzyklika.
Die Österreichische Ordenskonferenz hat die SUMMA 2025 veröffentlicht. Unter dem Leitthema „Unterwegs“ dokumentiert der Jahresbericht das lebendige und vielfältige Wirken von Ordensgemeinschaften in ganz Österreich.
Am 18. Mai rücken Museen rund um den Globus in den Fokus der Aufmerksamkeit: Der Internationale Museumstag steht heuer unter dem Motto „Museen – Brückenbauerinnen in einer gespaltenen Welt“ und will in einer Zeit zunehmender gesellschaftlicher Polarisierung eine zentrale Aufgabe von Museen betonen: Sie schaffen Räume für Dialog, Verständnis und Begegnung. Besonders eindrucksvoll kommt das in den 116 österreichischen Ordensmuseen und Sammlungen zum Ausdruck, die seit jeher Brücken zwischen Jahrhunderten, Kulturen und Lebenswelten schlugen.
Rund 30 Leiter:innen und Erhalter katholischer Mittelschulen aus ganz Österreich tagten von 5. bis 8. Mai 2026 im Bildungshaus St. Hippolyt in St. Pölten zum Thema „Gewalt-, Extremismusprävention und Religionssensibilität an katholischen Schulen“.
Am 8. Mai 2025 wurde Robert Francis Prevost zum Papst gewählt. Ein Jahr danach würdigen die beiden Vorsitzenden der Österreichischen Ordenskonferenz seinen Dienst als Oberhirte der Kirche sowie seinen entschiedenen Einsatz für Frieden, Versöhnung und Einheit in einer von Krisen geprägten Welt. Als Ordensmann schenkt Papst Leo XIV. vielen Menschen Hoffnung und Orientierung.
Alle zwei Jahre zeichnet die Österreichische Ordenskonferenz Projekte und Initiativen aus, die zeigen, was Orden in und für die Gesellschaft bewegen. Der „Preis der Orden“ ist mit 12.000 Euro dotiert. Einreichungen sind ab sofort bis 30. September 2026 möglich.
Am 23. April ist Welttag des Buches – ein willkommener Anlass, um bei einem Blick in die Welt der Ordensbibliotheken so manche Überraschung zu erleben. In der Stiftsbibliothek Lambach kann zum Beispiel ein „Bücherrad“ aus der Barockzeit bestaunt werden, das den Benediktinermönchen von damals wertvolle Hilfe leistete. Es ermöglichte ihnen, bis zu acht schwere Bücher gleichzeitig zu öffnen und deren Inhalte miteinander zu vergleichen – ähnlich wie heute beim Arbeiten am PC mit mehreren gleichzeitig geöffneten Browserfenstern.