10 Jahre Institut Österreichischer Orden: Ein europaweit einzigartiges Modell für die Zukunft von Ordenswerken

Mitglieder des Vorstandes und des Kuratoriums des Instituts Österreichischer Orden (v.l.): IÖO-Vorstandsvorsitzender Rudolf Luftensteiner, Abt Reinhold Dessl, Sr. Franziska Bruckner, Sr. Maria Judith Tappeiner, Erzabt em. Korbinian Birnbacher, IÖO-Geschäftsführer Anton Süss, Peter Bohynik und Maria Habersack. © ÖOK/rm Fotodownload
Zum Jubiläum begrüßten Vorstandsvorsitzender Rudolf Luftensteiner und Geschäftsführer Anton Süss zahlreiche Wegbegleiter:innen sowie Pionier:innen der ersten Stunde, die maßgeblich an der Gründung des Instituts beteiligt waren, und aktuelle Vorstands- und Kuratoriumsmitglieder. Unter den Gästen waren u.a. Sr. Franziska Bruckner, Erzabt em. Korbinian Birnbacher, Sr. Beatrix Mayrhofer, Abt Reinhold Dessl, P. Erhard Rauch, Nils Wunderlich (Unitas Solidaris), Johannes Kuhn und Erwin Rotter (Kuhn Rechtsanwälte) sowie viele weitere Persönlichkeiten, die den Aufbau des Instituts begleitet haben.

Rudolf Luftensteiner, Vorstandsvorsitzender des Instituts Österreichischer Orden, erinnerte in seinen Dankesworten an den mühevollen Weg der Gründung und gleichzeitig an den Mut und den Weitblick, den die Gründungspersönlichkeiten hatten. © ÖOK/rm Fotodownload
In seinen Dankesworten erinnerte Rudolf Luftensteiner besonders an jene Verantwortlichen der österreichischen Ordensgemeinschaften, die den Mut hatten, neue Wege zu gehen. Ein besonderer Dank galt P. Leonhard Gregotsch, dem damaligen Generalsekretär der Superiorenkonferenz der männlichen Ordensgemeinschaften, der die Entstehung des Instituts entscheidend mitgetragen hatte.
„An dieser Stelle möchte ich dafür ausdrücklich ein großes Danke sagen für die viele Mühe, Sorge und Mitüberlegungen, die es erst ermöglichten, eine gemeinsame Vermögensverwaltung für Männer- und Frauenorden aufzubauen. Mein Dank gilt jenen Verantwortlichen der Orden, die über viele Jahre die Entstehung des Instituts begleitet haben“, betonte Luftensteiner.

„Was wir heute tun dürfen, baut auf dem auf, was andere vor uns mit großem Glauben, Mut und Weitblick geschaffen haben“, sagte Anton Süss, Geschäftsführer des Instituts Österreichischer Orden, in seinen Begrüßungsworten. © ÖOK/rm Fotodownload
„Loslassen, aber nicht Fallenlassen“
Für den Vorstandsvorsitzenden zeigt die Geschichte des Instituts exemplarisch eine besondere Stärke der Ordensgemeinschaften: „In der Entstehungsgeschichte und Bedeutung des IÖO zeigt sich für mich sehr deutlich eine Eigenschaft der Orden, die gerade in Zeiten des Umbruchs sichtbar wird: Orden haben gelernt loszulassen – dieses Loslassen jedoch so zu gestalten, dass daraus kein Fallenlassen wird.“
Heute unterstützt das Institut Ordensgemeinschaften unter anderem in den Bereichen Vermögensverwaltung, Immobilienmanagement, Altersvorsorge, Stiftungen sowie bei der nachhaltigen Weiterentwicklung ihrer Werke.

Erzabt em. Korbinian Birnbacher feierte die Vesper zum 10-jährigen Jubiläum des Instituts Österreichischer Orden in der Romanischen Kapelle des Schottenstiftes. © ÖOK/rm Fotodownload
„Lasst uns Mutmacherinnen und Mutmacher sein!“
Auch Erzabt em. Korbinian Birnbacher würdigte in seiner Homilie den Mut und den Weitblick der Gründer:innen. Er erinnerte sich an einen Termin in Rom, bei dem er viel Anerkennung für die Arbeit des Instituts erfahren habe. Zugleich ermutigte er dazu, sich angesichts der Herausforderungen der Gegenwart nicht entmutigen zu lassen, sondern den Blick zuversichtlich nach vorne zu richten. „Was andere geschaffen haben, dürfen wir in die Zukunft führen“, gab er den Mitarbeiter:innen des Instituts Österreichischer Orden sowie den Ordensgemeinschaften, die vor Veränderungen und Umbrüchen stehen, mit auf den Weg. Sein Appell lautete: „Lasst uns Mutmacherinnen und Mutmacher sein – für das Gemeinsame und für jene, die Mut brauchen und von ihm profitieren dürfen“, sagte Erzabt em. Korbinian Birnbacher im Rahmen der feierlichen Vesper.
Glaube, Mut und Weitblick
Auch Geschäftsführer Anton Süss würdigte die Innovationskraft der Gründerinnen und Gründer: „Was wir heute tun dürfen, baut auf dem auf, was andere vor uns mit großem Glauben, Mut und Weitblick geschaffen haben. Vor etlichen Jahren erkannten einige Menschen, dass sich die Rahmenbedingungen verändern und neue Antworten notwendig werden, um den Auftrag der Orden auch für kommende Generationen zu sichern. Aus diesem Weitblick heraus wurde das Institut gegründet.“
Das Institut habe damit eine Struktur geschaffen, die Ordensgemeinschaften langfristig unterstütze und zugleich den kirchlichen Charakter des Vermögens wahre. „Das Institut bietet den Orden eine Plattform für Vermögens- und Aufgabenübertragungen und trägt dazu bei, dass Ordensvermögen auch künftig Ordensvermögen bleibt.“

Zu den Gästen zählten zahlreiche Weggefährt:innen (v.l.): Rudolf Luftensteiner, Sr. Maria Judith Tappeiner, P. Erhard Rauch, Sr. Franziska Bruckner, Abt Reinhold Dessl, Erzabt em. Korbinian Birnbacher, Anton Süss, Peter Bohynik, Maria Habersack. © ÖOK/rm Fotodownload
Heute gilt das Institut Österreichischer Orden als innovatives Zukunftsmodell, das weit über Österreich hinaus Aufmerksamkeit erregt und maßgebend für andere Ordenskonferenzen sein könnte. „Eine Institution, um die uns andere Ordenskonferenzen in Europa beneiden und die vom Dikasterium im Vatikan regelmäßig lobend erwähnt wird“, sagte Luftensteiner.

„Loslassen so gestalten, dass daraus kein Fallenlassen wird!“ - so lässt sich die Zusammenarbeit zwischen Ordensgemeinschaften und dem Institut beschreiben. IÖO-Vorstandsvorsitzender Rudolf Luftensteiner im Gespräch mit Konventoberin Sr. Petronilla Herl, die 2025 ihre Schulstandorte an das Institut übergeben haben. © ÖOK/emw Fotodownload
Ein Modell von Orden für Orden
Das Institut Österreichischer Orden wurde von den österreichischen Männer- und Frauenorden gegründet und versteht sich als Einrichtung von Orden für Orden. Ziel ist es, Ordensvermögen – darunter Liegenschaften, Unternehmensanteile, Finanzanlagen und Kulturgüter – nachhaltig zu verwalten und weiterzuentwickeln. Dadurch werden bestehende Werke abgesichert und gleichzeitig neue Initiativen ermöglicht.
Im Unterschied zu klassischen Vermögensverwaltungen bleiben die Ordensgemeinschaften selbst zentral in die Steuerung ihrer Vermögenswerte eingebunden. Das Institut ist nicht gewinnorientiert, sondern verfolgt ausschließlich gemeinnützige Zwecke und trägt dazu bei, die unternehmerische Selbständigkeit sowie die Verantwortung der Orden für ihre apostolischen Werke langfristig zu sichern.

„Das Institut bietet den Orden eine Plattform für Vermögens- und Aufgabenübertragungen und trägt dazu bei, dass Ordensvermögen auch künftig Ordensvermögen bleibt“, sagt IÖO-Geschäftsführer Anton Süss. Hier im Gespräch mit Sr. Maria Irina Teiner, Generaloberin der Schulschwestern vom Dritten Orden des hl. Franziskus. © ÖOK/emw Fotodownload
Presseaussendung der Österreichischen Ordenskonferenz
Wien, 10. Juli 2026