Sr. Kunigunde Fürst erhält Menschenrechtspreis

Sr. KunigundePräsidentin der Frauenorden Österreichs für lebenslangen humanitären Einsatz geehrt. Die Präsidentin der Vereinigung der Frauenorden Österreichs, Sr. Kunigunde Fürst, hat den Menschenrechtspreis 2012 des Landes Oberösterreich erhalten.

 

Landeshauptmann Josef Pühringer überreichte die Auszeichnung am Montag in Linz. "Ihr humanitäres Engagements beruht auf dem Grundsatz franziskanischer Spiritualität, sich der Gesellschaft von heute auszusetzen und in ihr einzusetzen", würdigte Pühringer in seiner Laudatio das Wirken der Ordensschwester. Der Landeshauptmann verwies auf den ständigen und tatkräftigen Einsatz Fürsts für soziale Schwache und Benachteiligte, unter anderem bei der Errichtung des Hauses Lea für Frauen in Krisen sowie im Einsatz in Kasachstan, wo die Franziskanerinnen im Bildungs- und Gesundheitswesen tätig sind.       Pühringer erwähnte weiters auch Fürsts Engagement im Vöklabrucker "Elisabethstüberl", wo Bedürftige ein warmes Essen bekommen, im Sozialmarkt, im Armutsnetzwerk und in der Hospizbewegung der Stadt, in der Hilfe für Asylwerber sowie in den Spitälern St. Josef-Braunau und in Grieskirchen. 2010 rief die Ordensschwester außerdem gemeinsam mit den Frauenorden Österreichs die Aktion "Ordensfrauen gegen Menschenhandel" ins Leben, die im November in Wien das erste Schutzhaus für betroffene Frauen eröffnen konnte.

 

Übergabe an Sr. Beatrix Mayrhofer

Sr. Kunigunde Fürst trat 1964 ins Noviziat der Franziskanerinnen ein. Von 1994 bis Sommer dieses Jahres war sie Generaloberin der Kongregation der Franziskanerinnen von Vöklabruck, ab 2008 auch Präsidentin der Frauenorden Österreichs. Auf eigenen Wunsch wird sie in den nächsten Jahren in einer Niederlassung ihres Ordens in Nordkasachstan tätig sein, unter anderem als Deutschlehrerin in einem Schulzentrum. Fürst übergibt dazu die Funktion als Präsidentin der Frauenorden, denen in Österreich rund 4.300 Ordensfrauen in knapp 550 Niederlassungen angehören, an Sr. Beatrix Mayerhofer von den Schulschwestern. Den Menschenrechtspreis vergibt die oberösterreichische Landesregierung jährlich am 10. Dezember in Erinnerung an die Deklaration der UN-Menschenrechte an verdiente Persönlichkeiten und Organisationen. Neben Fürst wurde auch Albert Langanke geehrt, der langjährige Generalsekretär des internationalen Mauthausen-Komitees. Fürsts Anteil an den 8.000 Euro, mit denen der Menschenrechtspreis dotiert ist, geht an vier Kasachinnen, die seit Herbst in Wien studieren.

Quelle: Kathpress