Mit Helmut Engelbrecht verstarb am 23. November 2014 wohl die Koryphäe auf dem Fachgebiet der Bildungsgeschichte bzw. Geschichte der österreichischen Ordensschulen. Der ehemalige Direktor des Kremser Piaristengymnasiums schrieb zu diesen Themen zahlreiche Standardwerke und hatte sich damit einen weit über Österreich hinaus gehenden Namen geschaffen.
Am 21. November 2014 veröffentliche Papst Franziskus zum Schwerpunktjahr des geweihten Lebens ein Apostolisches Schreiben. Darin setzt sich der Heilige Vater mit der Rolle der Ordensgemeinschaften in der heutigen Gesellschaft auseinander. Jetzt wurde der vollständige Wortlaut in einer deutschen Übersetzung veröffentlicht.
Am Sonntag, 30.11.2014, beginnt das Schwerpunktjahr zum geweihten Leben in der katholischen Kirche. Zu diesem Anlass hat Papst Franziskus die Ordensgemeinschaften zur inneren Erneuerung aufgerufen. Sie dürften keine Angst haben, neue Wege zu beschreiten und überkommene Gewohnheiten und Formen abzuwerfen, sagte er vor Mitgliedern der vatikanischen Ordenskongregation im Vatikan. Es gebe bestimmte Strukturen in den Orden, die ihren Mitglieder eine falsche Sicherheit vermittelten und eine freie Entfaltung der Nächstenliebe verhinderten. Manches passe heute nicht mehr als Antwort auf den Ruf Gottes. Die Orden dürften sich nicht von den einfachen Gläubigen entfernen, denen sie die Botschaft Jesu bringen müssten, so der Papst.
Ab 1. Jänner 2015 übernehmen die Elisabethinen in Österreich (Graz-Linz-Wien) die Eigentumsmehrheit an der Kurhaus Marienkron GmbH. Zusätzlich wird sich das Zisterzienserstift Heiligenkreuz beteiligen. Die Abtei Marienkron bleibt Miteigentümer. Grund der Veränderung ist, dass die Betriebsführungsvereinbarung mit der Vinzenz Gruppe mit 31.12.2014 endet.
Anlässlich des Internationalen Tags gegen Gewalt an Frauen am 25. November fordert die Hilfsorganisation Jugend Eine Welt die verstärkte Verankerung von Lerninhalten, die Gewalt an Frauen und Mädchen verhindern in allen Lehrplänen – in Österreich und weltweit. Reinhard Heiserer, Vorsitzender von Jugend Eine Welt: „Es ist sehr zu begrüßen, dass der neue österreichische Aktionsplan zum Schutz von Frauen vor Gewalt, der im Sommer beschlossen wurde, Projekte zur Bewusstseinsbildung und Prävention an Schulen vorsieht."
Vom 24. bis 26. November fand die Herbsttagung der Ordensgemeinschaften Österreich im Kardinal-König-Haus in Wien-Hietzing statt. Heuer stand die Ordenstagung unter einem besonderen Vorzeichen: Am 25. November wurde im Rahmen einer feierlichen Eucharistiefeier das JAHR DER ORDEN mit einem eigens gestalteten Lichtritual offiziell eröffnet – nur einer von vielen Lichtblicken, die die Herbsttagung erhellten.
„Man braucht uns nicht, wenn wir uns nicht unterscheiden. Und die Herausforderung für die katholische Privatschule ist es, dem Evangelium im Schulalltag ein Gesicht zu geben.“ Das sagte Oswald Stanger, der ehemalige Schulamtsleiter der Diözese Innsbruck, vor 220 DirektorInnen und SchulerhalterInnen katholischer Privatschulen am Schultag im Rahmen der Herbsttagung der Ordensgemeinschaften am 26. November. Und an die Verantwortlichen in den Schulen gewandt, betonte Stanger: „Das Gesicht des Evangeliums sind Sie!“
Das Impulsreferat am Schultag am 26. November 2014 im Rahmen der Herbsttagung der Ordensgemeinschaften Österreich hielt der international renommierte Erziehungswissenschaftler und Sozialpädagoge Univ.Doz. Dr. Albert Wunsch. In seinen Vortrag zum Thema „Spaßgesellschaft und Leistungsanforderung“ übte der Kölner Hochschullehrer Kritik an der hedonistischen Gesellschaft und plädierte für mehr Charaktererziehung.