Die Klöster hatten immer eine gute Vorratshaltung und konnten somit in Krisenzeiten auch der Bevölkerung im Umkreis helfen. Vielleicht wird der Gedanke an die Vorratshaltung wieder aktuell – in Griechenland haben wir es gesehen: die Regale der Supermärkte sind leer, vom Bankomat gibt es nur wenig Geld und die rollenden Lager können nicht liefern. Da besinnt sich so mancher darauf, wie es früher war ...
Die Lage in der Grenzgemeinde Nickelsdorf hat sich wieder zugespitzt, viele Flüchtlingsfamilien mit Kindern warteten vergeblich auf einen Zug Richtung Wien. Pfarrhöfe und Klöster in den angrenzenden Gemeinden haben jetzt Notschlafstellen eingerichtet.
Der Deutsche Orden, die Kreuzherren, der Kreuzorden, die Kreuzschwestern, die Redemptoristinnen, die Schwestern der Schmerzhaften Mutter, die Serviten, die Grazer Elisabethinen, die Benediktinerinnen von St. Gabriel, die Kalasantiner, die Schönstattbewegung, das Stift Lambach, das Stift Altenburg und das Stift St. Lambrecht feiern Gedenktage.
Das von Papst Franziskus ausgerufene „Jahr der Orden“ brachte die Tiroler Einrichtungen auf eine ungewöhnliche Idee. Bei prächtigem Herbstwetter startete die Rote Ordenscouch am 12. September mit ihrer Tour durch die Diözese Innsbruck. Mitglieder zahlreicher Tiroler Ordenseinrichtungen suchten in der Maria-Theresien-Straße mitten im Zentrum von Innsbruck das Gespräch mit den Passanten.
Die Ordensgemeinschaften Österreich sind durch Ferdinand Kaineder mit dem Workshop „Gemeinschaftlich leben – solidarisch wirtschaften“ beim Kongress der Solidarischen Ökonomie (SOLIKON) von 10. – 13. September 2015 in Berlin vertreten. Es geht um neue Formen und Initiativen des solidarischen Wirtschaftens, bei dem Gemeinwesen und Gemeinwohl vor Gewinn und Eigennutz im den Vordergrund stehen. Orden haben Erfahrung darin.
Es ist ein Grund zum Jubeln: Das österreichische Fußball-Nationalteam konnte sich für die Fußball-Europameisterschaft 2016 in Frankreich qualifizieren. Dieser Erfolg ist für Olympiakaplan und Sportseelsorger P. Johannes Paul Chavanne der beste Beweis dafür, dass Sport wesentlich dazu beitragen kann, Menschen unterschiedlicher Herkunft zu einer Einheit zusammenwachsen zu lassen.
Dass das Netzwerk der Orden über Grenzen hinweg bestens funktioniert, beweist das jüngste Beispiel: Ungarische und österreichische Benediktiner haben gemeinsam einen "Wanderweg" für Flüchtlinge von der serbisch-ungarischen bis zur österreichisch-deutschen Grenze entwickelt. Abteien, Klöster und Kirchen auf beiden Staatsseiten dienen den Vertriebenen dabei als Herbergen.
Frater Joachim Mačejovský OH wurde von Generalprior Jesús Etayo Arrondo OH mit Wirkung vom 9. September 2015 zum Provinzial der Österreichischen Ordensprovinz der Barmherzigen Brüder ernannt.
Natur und Kultur müssen kein Widerspruch sein. In vielen Ordenstraditionen spielt das Gestalten der Schöpfung eine große Rolle. Die Zisterzienser von Stift Wilhering leben ihre Verantwortung an der Schnittstelle von Forst, Gärten und Kulturgut.