Für die seit Oktober veranstaltete hochkarätige Ringvorlesung an der Universität Wien sprach gestern der Jesuit Klaus Mertes. Er warnte vor der Verwechslung von direkten Ursachen für sexuellen Missbrauch und Risikofaktoren in der Institution Kirche, die Missbrauch begünstigen können. Klerikalismus, kirchliche Sexualmoral, Abwertung von Homosexualität oder der Zölibat seien zwar spezifische Risikofaktoren für Missbrauch, aber keine direkte Ursachen.
"Altern in Gemeinschaft. Wege und Umwege zur Heilung" lautete das Thema der Tagung für Oberinnen und interessierte Schwestern im Kardinal König Haus. Referiert haben Reingard Lange und Ingeborg Verweijen. Inhaltlich setzte man sich mit dem Sein und Tun, dem Loslassen, der Demenz und ersten Anzeichen dafür und dem Umgang mit dem Ungleichgewicht von Jung und Alt in Gemeinschaften auseinander.
Im Quo vadis? findet am 29.Oktober die Eröffnung der Ausstellung statt, die von der seligen Krankenschwester Maria Restituta, geb. Helene Kafka (1894–1943) erzählt. Sie gibt Einblick in ihr Lebens- und Glaubenszeugnis im Einwanderer- und Arbeitermilieu der Brigittenau, in ihr Leben als Franziskanerin und Krankenschwester und in ihren mutigen Widerstand gegen das NS-Regime.
30 junge Ordensleute aus 15 verschiedenen Gemeinschaften kamen gestern zu ihrem halbjährlichen Treffen zusammen. Der Ort ändert sich von Mal zu Mal- sie sind jedes Mal bei unterschiedlichen Orden zu Gast. Dieses mal war die Schottenabtei in Wien Gastgeber. Alle TeilnehmerInnen waren "angetan von der Gastfreundschaft der Stadtmönche".
Das gemeinsame Thema der Ordensgemeinschaften Kärntens und dem „Forum für Integration und Menschenrechte“ war „Friedenspotential in Buddhismus, Islam und Christentum“. Dem entsprechend stammten die ReferentInnen aus den unterschiedlichen Religionen. Bereichert wurden die Darstellungen mit gelebten Beispielen multikultureller Jugendarbeit in Südafrika.
P. Franz Helm, ehemaliger Generalsekretär der Superiorenkonferenz der Männerorden und Steyler Missionar, ist im Auftrag der Koordinierungsstelle der Ö. Bischofskonferenz für internationale Entwicklung und Mission derzeit als Beobachter der Amazoniensynode in Rom. Er berichtet im Interview über seine persönliche Wahrnehmung der Synode, die brennenden Fragen, beleuchtet was man sich tatsächlicher erhoffen darf und bewertet die Synode als Medienereigniss und erläutert ihren weiteren Verlauf.
Bereits zum dritten Mal bietet die Gesprächsinsel im Wiener Schottenstift wieder die Möglichkeit zur individuellen Trauer. Vom 26. Oktober bis zum 3. November findet man hier anregende Stationen zum Nachdenken und Nachspüren- von der Klage bis zum Trost.
Dass Orden und Ordensleute umtriebig, engagiert und vielseitig tätig sind wissen wir. Über Auszeichnungen, die das bestätigen, freuen wir uns natürlich trotzdem: Landeshauptmann Thomas Stelzer hat mehreren Ordensleuten die oberösterreichische Verdienstmedaille für ihre missionarischen Tätigkeiten verliehen. Das Benediktinerstift Admont ist für den PR-Staatspreis 2019 nominiert und das Stift Altenburg wurde beim jüngsten Museumstag mit dem Museumsgütesiegel ausgezeichnet.
Erstmals durchgeführte Studie weist große ökonomische Effekte der 23 gemeinnützigen Ordensspitäler aus.Bei einem Pressegespräch am 15. Oktober im Café Landtmann präsentierten der Sprecher der Ordensspitäler Österreich, Dr. Michael Heinisch, und der Wirtschaftswissenschaftler Dr. Christian Helmenstein vom Economica Institut die erstmals durchgeführte Studie: „Ökonomischer Impact der Ordensspitäler 2018“. ZUM VIDEO