Franz und Klara von Assisi: Wie kann uns ihre Gesellschafts- und Kirchenkritik heute inspirieren?
Was faszinierte so viele Menschen an dem Lebensentwurf von Franz und Klara? Welchen radikalen Standpunkt vertraten die beiden abseits des heute teils verkitschten Heiligenbildes? Was motiviert Menschen, den Bruch mit dem Bestehenden zu wagen? Welche Impulse der Gesellschafts- und Kirchenkritik gehen von zwei Menschen aus, die vor 800 Jahren gelebt haben?
Diesen Fragen geht der Steyler Missionar Br. Emanuel Huemer SVD am ersten Abend der „St. Gabrieler Gespräche“ nach. Anlass ist der 800. Todestag des Heiligen Franziskus, der heuer gefeiert wird.
Bruder Emanuel trat 2017 in die „Gesellschaft des Göttlichen Wortes“ ein. Erste missionarische Erfahrungen sammelte er während eines OTP (Overseas Training Program)-Einsatzes in Chiapas, Mexiko, wo er in Projekten seiner Ordensgemeinschaft mit Migranten und Indigenen arbeitete. Nach seiner Rückkehr nach Europa lebte Emanuel Huemer in einer interkongregationalen Gemeinschaft in Berlin-Kreuzberg, wo er sich in spirituelle und soziale Angebote zweier Pfarrgemeinden einbrachte und als Fahrradbote arbeitete. Im September 2023 legte Bruder Emanuel in St. Gabriel die Ewigen Gelübde ab. Derzeit wirkt er als Koordinator für Gerechtigkeit, Friede, Bewahrung der Schöpfung der Steyler Missionare in der Mitteleuropäischen Provinz. Ein besonderes Anliegen sind ihm die Themen Klimawandel, soziale Gerechtigkeit und Migration. Seit einiger Zeit engagiert sich Emanuel Huemer bei der Organisation SOS Balkanroute.
Die im Vorjahr begonnene Vortragsreihe unter dem Motto „Zukunft braucht Dialog“ hat Interesse geweckt und zum Gespräch animiert. 2026/27 wollen die Steyler Missionare den Dialog mit den „St. Gabrieler Gesprächen“ weiterführen. Im Mittelpunkt steht der christliche Glaube im Dialog mit aktuellen Herausforderungen in Politik, Kirche, Medien und Gesellschaft. Als Gesprächspartnerinnen und Gesprächspartner konnten die Veranstalter Menschen gewinnen, die sich in ihren Arbeitsbereichen um Dialog bemühen und sich für Gerechtigkeit, Solidarität, Freiheit und Menschenwürde einsetzen.
Weitere Termine: 10. November 2026, 19. Jänner 2027, 16. März 2027, 20. April 2027