Jede Landkarte erzählt eine Geschichte über die Welt, und sie tut das in einer meist mit Bedacht gewählten Darstellungsform. Denn es ist ein Unterschied, ob man eine Karten-App in der Satellitenansicht, eine Landkarte mit politischen Grenzen oder einen U-Bahn-Netzplan betrachtet. Jeweils werden gewisse Schwerpunkte gesetzt. Seit Jahrhunderten werden mit Abbildungen der Welt Geschichten erzählt und so Weltbilder geschaffen.
Historische Quellen aus dem Archiv, der Bibliothek und den Kunstsammlungen des Stiftes Klosterneuburg eröffnen ungewohnte Perspektiven auf die Welt: Objekte aus 1000 Jahren zeigen mittelalterliche „Radkarten“, eine sieben Meter lange Straßenkarte des römischen Reichs, aber auch Reisetagebücher, Zeugnisse von Pilgerreisen und Expeditionen.
Die Ausstellung „Karten auf den Tisch!“ folgt reisenden Chorherren, Pilgerinnen und Pilgern, Nordpolfahrern, Archäologen und Forschenden auf ihren Wegen und beleuchtet die unterschiedlichen Weltbilder, die sich in den Sammlungen des Stiftes aufspüren lassen.
Welche Sehnsuchtsorte ziehen und zogen uns Menschen an? Welche Wege führen dorthin? Was sucht man, wenn man schon beinahe die ganze Welt kennt? Wie hat man sich die Welt im Mittelalter und der frühen Neuzeit vorgestellt? Kann ich einer Landkarte wirklich trauen?
Das Stift Klosterneuburg nimmt Sie mit auf die Reise! Die Ausstellung „Karten auf den Tisch!“ ist von 1.5. bis 15.11.2026 in der Sala-terrena-Galerie des Stifts Klosterneuburg zu sehen.
Ausstellungseröffnung am Donnerstag, den 30. April 2026, um 19:00 Uhr
Eröffnungsprogramm:
Begrüßung durch Propst Anton Höslinger Can.Reg.
div. Ansprachen
Anschließend Ausklang bei Wein, Wasser und Brötchen