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Katholische Privatschulen stellen Schulplätze für Geflüchtete zur Verfügung

Rund 350 kostenlose Schulplätze stellen die katholischen Schulerhalter auf dem Gebiet der Erzdiözese Wien, darunter 64 Ordensschulen, für geflüchtete Kinder und Jugendliche aus der Ukraine zur Verfügung. Die ersten Schülerinnen und Schüler wurden bereits in Schulklassen aufgenommen.

Auf dem Gebiet der Erzdiözese Wien stehen rund 350 Schulplätze in katholischen Privatschulen für Kinder und Jugendliche aus der Ukraine zur Verfügung. (c) Gabriele Paar/Privatschulen der Erzdiözese Wien

Auf dem Gebiet der Erzdiözese Wien stehen rund 350 Schulplätze in katholischen Privatschulen für Kinder und Jugendliche aus der Ukraine zur Verfügung. (c) Gabriele Paar/Privatschulen der Erzdiözese Wien

Der Krieg in der Ukraine treibt Hunderttausende Menschen in die Flucht, darunter viele Kinder und Jugendliche. Immer mehr Familien landen in Wien. Die katholischen Schulerhalter in der Erzdiözese Wien stellen nun insgesamt rund 350 kostenlose Schulplätze zur Verfügung. Die Privatschulen in der Trägerschaft der Erzdiözese Wien bieten rund 130 Schulplätze für geflüchtete Kinder und Jugendliche, die anderen 220 Plätze verteilen sich auf die verschiedenen Ordensschulen und weitere katholische Schulträger. Die ersten Schulplätze werden bereits in Anspruch genommen.

Ordensschulen: „Die Kinder brauchen jetzt Halt und Sicherheit“

Auch die von Ordensgemeinschaften geführten Schulen nehmen Schülerinnen und Schüler aus der Ukraine auf. „Den Kindern jetzt – soweit das überhaupt irgendwie möglich ist – ein ‚normales‘ und geordnetes Leben unter Gleichaltrigen zu ermöglichen ist von großer Bedeutung. Sie haben Schlimmes gesehen und erlebt und brauchen jetzt Halt und Sicherheit. Wir als Ordensschulen Österreich möchten hier gemeinsam mit anderen katholischen Schulträgern einen wertvollen Beitrag leisten, um den vom Krieg betroffenen Kindern und Eltern zu helfen“, so Clemens Paulovics, Bereichsleiter für Bildung und Ordensschulen der Österreichischen Ordenskonferenz.

 

"Ordensschulen leisten gemeinsam mit anderen katholischen Schulträgern einen wertvollen Beitrag, um den vom Krieg betroffenen Kindern und Eltern zu helfen", so Clemens Paulovics, Bereichsleiter für Bildung und Ordensschulen der Österreichischen Ordenskonferenz. (c) Elisabeth Mayr

"Ordensschulen leisten gemeinsam mit anderen katholischen Schulträgern einen wertvollen Beitrag, um den vom Krieg betroffenen Kindern und Eltern zu helfen", so Clemens Paulovics, Bereichsleiter für Bildung und Ordensschulen der Österreichischen Ordenskonferenz. (c) Elisabeth Mayr

VOSÖ: „Jedes Schicksal ist individuell“

„Uns ist besonders wichtig, dass die geflüchteten Kinder gut aufgenommen werden, aber auch die SchülerInnen in der Klasse gut darauf vorbereitet werden. Die Kinder und Jugendlichen sind teilweise schwer traumatisiert, jedes Schicksal ist individuell, hier müssen wir allumfassend hinsehen und überlegen, was es in jedem einzelnen Fall braucht“, sagt Martha Mikulka, Geschäftsführerin der Vereinigung von Ordensschulen Österreichs (VOSÖ). „Das gesamte Lehrpersonal und das Team der Schulseelsorge setzen alles daran, dass die Kinder und Jugendlichen gut ankommen können und die Integration in die Klassengemeinschaft gelingt.“ 

20220310 VOSÖ Achtsamkeit c Archiv VOSÖ

Ein behutsamer und achtsamer Umgang mit allen Betroffenen ist jetzt besonders wichtig: "Jedes Schicksal ist individuell, hier müssen wir allumfassend hinsehen und überlegen, was es in jedem einzelnen Fall braucht“, so Martha Mikulka, Geschäftsführerin der VSOÖ. VOSÖ-Schulenhaben bereits Kinder und Jugendliche aus der Ukraine in ihren Schulen aufgenommen und werden das auch weiterhin tun. (c) Archiv VOSÖ

Erzbischöflichen Schulamt: Große Hilfsbereitschaft der katholischen Schulen

„Wir halten es für notwendig, gut und unseren Werten entsprechend, wenn wir geflüchteten Kindern aus der Ukraine in dieser für sie so sorgen- und leidvollen Zeit durch eine Aufnahme in eine unserer Schulen helfen“, erzählt die Leiterin des Erzbischöflichen Schulamtes und Initiatorin Andrea Pinz. „Ich freue mich persönlich über die große Hilfsbereitschaft, die die katholischen Schulerhalter hier ganz unbürokratisch zeigen. Aus persönlichen Gesprächen weiß ich um die hohe Sensibilität von Schulleitungen sowie Pädagoginnen und Pädagogen, wenn es um die Integration in den Klassenverband und ein verantwortungsbewusstes Miteinander geht.“ Das Schulamt arbeite eng mit der Bildungsdirektion zusammen und man unterstütze sich gegenseitig bei der Koordination. Die Elternvereine an den katholischen Schulen unterstützen die Initiative und leisten vielfältige Beiträge, die über das Schulische hinausgehen.

Erste Schulplätze bereits belegt

Sowohl die Ordensschulen als auch die von der Erzdiözese Wien geführten Privatschulen haben bereits Kinder und Jugendliche aus der Ukraine in den Klassen aufgenommen, weitere Aufnahmen erfolgen laufend.

Zu den katholischen Schulerhaltern in der Erzdiözese Wien

Auf dem Gebiet der Erzdiözese Wien, das die Stadt Wien sowie den Osten Niederösterreichs umfasst, gibt es 130 katholische Privatschulen. Davon sind 64 Ordensschulen, die von knapp 16.000 Schülerinnen und Schülern besucht werden. Unter diesen befinden sich 14 Schulen, die die Vereinigung von Ordensschulen Österreich (VOSÖ) betreut.

Quelle: Erzdiözese Wien, Österreichische Ordenskonferenz


Weiterlesen:

Österreichische Ordenskonferenz / Bereich Bildung und Ordensschulen

Vereinigung von Ordensschulen

Schulamt der Erzdiözese Wien

[renate magerl]

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