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News

ausserordentlich- Die neue Kooperation von Freiwilligendiensten

Magdalena Andrea Kraus ist die Koordinatorin von ausserordentlich.at. Das ist eine Kooperation von 3 internationalen Freiwilligendiensten von 3 verschiedenen Ordensgemeinschaften. Alle drei Freiwilligendienste haben unterschiedliche Programme aber arbeiten zusammen. Kick-off ist am 18.10.2018. Hier zum Video über ausserordentlich!


Interview mit Magdalena Andrea Kraus:

Konkrete Anliegen von ausserordentlich.at?

Alle 3 Freiwilligendienste haben ein zentrales Anliegen: Sie sind von Ordensgemeinschaften geleitet, das heißt, Glaube spielt für sie natürlich eine Rolle. Vor allem ist es für sie aber zweifelsfrei, dass man Glaube und Gerechtigkeit nicht voneinander trennen kann, dass sie einfach unmittelbar miteinander verbunden sind. Die Freiwilligendienste sind davon überzeugt, dass es etwas mit dem Glauben und der Ausrichtung im Leben eines jungen bzw. eines junggebliebenen Menschen macht, wenn er oder sie eine Erfahrung macht, die zeigt, was Ungerechtigkeit bzw. der Einsatz FÜR Gerechtigkeit ganz konkret bedeuten kann. 


Wer kann mitmachen?

Wir wollen junge, junggebliebene Leute ansprechen, zwischen 18 und ca. 30 Jahren. Wir sind aber nicht so streng mit der Grenze nach oben. (lacht)  Menschen, die feststellen, dass so, wie das heute in der Welt läuft, da etwas nicht in Ordnung ist. Menschen, die sich einsetzen wollen und die Interesse haben, sich auch auf den Weg zu machen und eine intensive Lernerfahrung machen wollen. Also es geht nicht ein Monat nach Indien, ein Monat nach Afrika etc. zu gehen. Es ist ein gemeinsames Schauen: Wohin geht es?! Und sich dann auf den Weg machen wollen und selbst bereit zu sein zu einer Veränderung.

 

 (c) mschauer

Sind Sprachkenntnisse nötig?


Natürlich kann ich niemanden in ein spanischsprachiges Land schicken, der kein Wort Spanisch kann. Aber die Vorbereitungszeit beträgt jeweils ein Jahr oder länger und da gibt es immer die Möglichkeit sich noch durch Kurse etc. Sprachen anzueignen. Aber natürlich schaut man darauf, wenn es beispielsweise jemanden gibt, der vier Jahre Spanisch in der Schule hatte, den eher an einen Ort zu schicken, an dem er mit seinen Kenntnissen anknüpfen kann.

 
Bezug zu  den Orden?

„Ausserordentlich“, klar, da steckt „Orden“ drinnen, also der Bezug zu den Ordensgemeinschaften! Unsere 3 Stichworte lauten: „Einfach, kritisch, solidarisch“- wir, und die Leute, die bei uns mitmachen sind ausserordentlich einfach, ausserordentlich kritisch und ausserordentlich solidarisch in ihrem Einsatz für Gerechtigkeit und damit in ihrem Dienst am Glauben. Und was es mit Orden zu tun hat? Ja, es ist natürlich kein Zufall, dass die Ordensgemeinschaften Freiwilligenprogramme haben, denn das entspricht ihrer Ausrichtung und ihrem Dienst am Glauben. Und die jungen Leute, die bei einem Freiwilligenprogramm mitmachen sollten schon die Bereitschaft haben sich darauf einzulassen. Also man muss nicht jeden Tag in die Messe gehen oder regelmäßig beten wollen, darum geht es nicht. Es ist auch nicht begrenzt auf Christen und Christinnen oder KatholikInnen, sondern es geht wirklich um eine Liebe zur Welt und den Einsatz für Gerechtigkeit.


Was ist deine Aufgabe?

Ich bin die Schnittstelle zwischen 3 Freiwilligenprogrammen: Jesuit Volunteers von den Jesuiten, MaZ von Steyler Missionaren und Missionsschwestern und MaZ Salvatorianer. Zwischen diesen Programmen, die es in Österreich gibt und den jungen Menschen, die ein Interesse haben an einem Freiwilligendienst im Ausland, bin ich die Schnittstelle. Ich möchte den Menschen helfen, auf den Geschmack zu kommen, oder sie auf die Idee bringen, dass es eine Möglichkeit für sie sein könnte, und sie dann entsprechend weitervermitteln.
Es geht auch um die Betreuung von den RückkehrerInnen. Darum, dass sie wissen, wohin sie danach gehen können und vielleicht auch Leute treffen, die ganz ähnliche Erfahrungen wie sie gemacht haben. Wir wollen ein wirklich ausserordentliches „ausserordentlich-Netzwerk“ aufbauen, wo die Leute untereinander wissen: „Ok, ich habe da etwas, da gibt es jemanden, der sieht das ganz ähnlich wie ich.“, denn, wenn man soetwas mitgemacht hat, hat man eine ähnliche Ausrichtung und eine gemeinsame Erfahrung, die einen prägt.


Ist das Mission?

Mit Mission hat es insofern etwas zu tun, als die Präsenz von Ordensgemeinschaften in den Ländern des Südens Kontinuität hat und mit gewaltvoller Missionierung, mit dem Kolonialismus, begonnen hat. Heutzutage heißt unser Missionsverständnis gesendet zu sein. Wir senden unsere Freiwilligen, aber das hat nichts mit einer Glaubensbekehrung zu tun, mit Zwangstaufen, etc. Sondern Mission bedeutet wirklich den Einsatz für Gerechtigkeit, Befreiung aus ausbeuterischen Strukturen und die Solidarität mit den Menschen vor Ort. Bei ihnen zu sein, gesandt zu sein und dazu auch den Auftrag zu spüren und berufen zu sein.

krauss 2Magdalena Kraus selbst als Freiwillige (c) ausserordentlich.at


 
Zukunftswünsche?

Ich wünsche mir für ausserordentlich, dass Menschen dieselbe Möglichkeit bekommen wie ich sie bekommen habe: Eine Erfahrung zu machen, die das Leben neu ausrichtet, weil man sich die Frage stellt, will ich so weitertun, ohne mir Gedanken zu machen was mit Menschen in anderen Ländern passiert?! Aber auch, was mit den Menschen in der gleichen Stadt passiert, denn es geht ja nicht nur um das Nord- Südgefälle. Ungerechtigkeit und Ungleichheit ist etwas, das auch direkt vor unserer Nase hier geschieht. Das ist mir ein Anliegen und ich wünsche ich mir, dass mehr Menschen als vorher darauf aufmerksam werden und sich trauen, diese Möglichkeit wahrzunehmen.

SAVE THE DATE:

Einladung zum Kick-Off: „ausserordentlich“:

Unter unserem Motto „Stiftet Unruhe“ lädt unsere AG der internationalen Freiwilligendienste der Ordensgemeinschaften in Österreich („ausserordentlich“) zu einem bunten Abend mit Musik, gutem Essen, interessanten Leuten und Impulsen ein. Kommt zahlreich, feiert und diskutiert mit uns!


Wer mehr wissen möchte: www.facebook.com/ausserordentlich.at
FÜR WEN: Junge und junggebliebene Erwachsene, die sich als einfach, kritisch und solidarisch verstehen.
WO: Im Quo Vadis, Stephansplatz 6, 1010 Wien
WANN: Am 18.10.2018 ab 18 Uhr

 

Hier zum Artikel in den ON Ordensnachrichten

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