Drei Novizen und eine zeitliche Profess: Augustinusfest in St. Florian

Frisches Blut für die Gemeinschaft des Stifts St. Florian: Gabriel Kiyeta, Tobias Kaiser, Josue Pianzi und Fortuna Mbanga © fotokerschi.at / Werner Kerschbaummayr
Ein besonderer Moment war die Einkleidung von Gabriel Ange, Fortuna und Josué aus der Demokratischen Republik Kongo. Propst Klaus Sonnleitner betonte in seinen Worten die Freude und Dankbarkeit der Gemeinschaft über diesen Schritt: Die drei jungen Mitbrüder hätten ihre Heimat verlassen und seien nun im Stift St. Florian angekommen – nicht mehr als Fremde, sondern als Teil der Gemeinschaft. Durch ihre Freundlichkeit, Offenheit, Hilfsbereitschaft und brüderliche Art seien sie eine Bereicherung für das gemeinsame Leben.
In seiner Predigt erinnerte Propst Sonnleitner daran, dass Berufung nie nur den Einzelnen betrifft, sondern immer auch das Leben der Gemeinschaft bereichert. Sie sei ein Geschenk, das über den persönlichen Weg hinauswirke. Das Noviziat beschrieb der Propst als eine Zeit des Lernens: beten lernen, miteinander leben lernen, zuhören lernen, Verantwortung übernehmen und Gott immer tiefer vertrauen.
Zeitliche Profess für drei Jahre
Am Festtag des heiligen Augustinus legte Tobias Kaiser im Rahmen des Pontifikalamtes seine zeitliche Profess ab. Damit band er sich für drei Jahre an die Gemeinschaft der Augustiner-Chorherren von St. Florian. Propst Sonnleitner stellte in seiner Predigt den Weg des Ordenslebens unter das Zeichen von Lernen, Wachsen und Reifen. Entscheidend sei nicht das Äußere, sondern die Haltung, die dahinterstehe: „nicht das Gesetz, sondern die Gnade; nicht das bloße Wissen, sondern die Liebe; nicht das Ankommen, sondern der Weg“. Im Geist des heiligen Augustinus ermutigte er dazu, aus der Liebe Gottes zu leben und daraus Gutes zu tun.
Dank für langjährige Treue
Neben der zeitlichen Profess wurden beim Augustinusfest auch die Professjubilare geehrt: Gerhard Schwarz und Johann Fürst begingen ihr diamantenes Professjubiläum, Anton Exl feierte sein goldenes Professjubiläum.
Die Feiern rund um das Augustinusfest verbanden damit unterschiedliche Stationen des Ordenslebens: den Beginn des Noviziats, die zeitliche Bindung an die Gemeinschaft und die langjährige Treue zur Berufung. Für das Stift St. Florian wurde das Fest so zu einem sichtbaren Zeichen der Verbundenheit und des generationenübergreifenden gemeinschaftlichen Lebens.
Quelle: Stift St. Florian