27. August 2026

Benediktinerinnen der Anbetung: Seit 100 Jahren in Simmering

Seit 100 Jahren besteht die Niederlassung der Benediktinerinnen der Anbetung in Wien-Simmering. Am 15. August 2026 – dem Hochfest Mariä Himmelfahrt – feierten sie das Jubiläum gemeinsam mit der vietnamesischen katholischen Gemeinde, die in der Klosterkirche beheimatet ist, mit einem Festgottesdienst.

Die Benediktinerinnen der Anbetung feierten am 15. August 2026 das 100-jährige Bestehen ihres Standortes in Wien-Simmering.

Die Benediktinerinnen der Anbetung feierten am 15. August 2026 das 100-jährige Bestehen ihres Standortes in Wien-Simmering. (c) Vietnamesische Gemeinde Wien

 

Der Standort der Benediktinerinnen in Simmering entstand 1926. In den vergangenen hundert Jahren wurde das Haus für viele Menschen zu einem Ort des Gebets und der Begegnung. Seit vielen Jahren ist die Klosterkirche zugleich Heimat der vietnamesischen katholischen Gemeinde in Wien. Sie feiert hier regelmäßig ihre Gottesdienste und ist eine lebendige und stark verwurzelte Gemeinschaft. „Die gemeinsame Feier machte sichtbar, was unsere Zeit in Simmering über all die Jahre geprägt hat: die Begegnung verschiedener Menschen und Kulturen und die gemeinsame Freude am Glauben“, hieß es auf der Website der Benediktinerinnen der Anbetung.

 

Im Anschluss an den Gottesdienst lud die vietnamesische Gemeinde alle Mitfeiernden zu einem festlichen Essen ein. „Wir danken Gott für die vielen Menschen, die mit unserem Haus in Simmering verbunden sind, für alles, was hier gewachsen ist, und für die vergangenen 100 Jahre. Zugleich vertrauen wir darauf, dass er unsere Gemeinschaft auch auf ihrem weiteren Weg begleitet“, teilten die Benediktinerinnen mit.

 

In einem Festgottesdienst dankten die Benediktinerinnen der Anbetung für 100 Jahre in Simmering.

In einem Festgottesdienst dankten die Benediktinerinnen der Anbetung für 100 Jahre in Simmering. (c) Vietnamesische Gemeinde Wien

 

Die Benediktinerinnen der Anbetung

Gegründet wurden die Benediktinerinnen der Anbetung 1851 im elsässischen Bellemagny durch den Priester Joseph Alois Faller. Er wollte benediktinisches Leben mit eucharistischer Anbetung und dem Dienst an den Menschen verbinden. Dieser Dreiklang prägt die Gemeinschaft bis heute: Gebet, Gemeinschaft und konkrete Zuwendung zu den Menschen. Die Schwestern leben nach der Regel des heiligen Benedikt. Zum Alltag gehören das gemeinsame Chorgebet, die Eucharistie und die stille Anbetung.

 

Im Jahr 1903 kamen die Benediktinerinnen nach Wien, wo ihnen die Pflege und Betreuung von Kindern anvertraut wurde. Heute sind die Wirkungsfelder in verschiedenen sozialen Tätigkeiten, in der Beratung und Begleitung von Menschen ebenso wie im künstlerischen-pastoralen Bereich (Ikonenwerkstatt). 1923 wurde die Wiener Niederlassung zur Provinz erhoben und im Jahr 1956 der benediktinischen Konföderation angeschlossen. Das Zentrum der Schwestern in Wien ist heute das Kloster in Liebhartstal. Auch weiterhin wirken einige von ihnen in der Simmeringer Filiale.

 

Mehr Eindrücke der Feier sind in der Bildergalerie am Ende der Seite zu finden.

 

Quellen: Benediktinerinnen der Anbetung, Erzdiözese Wien

 

Weitere Eindrücke: