Sr. Antonia Dulong: Uganda ist ihre Heimat geworden

Sr. Antonia Dulong von den Marienschwestern vom Karmel lebt und wirkt seit 24 Jahren in Uganda. (c) Andreas Reumayr/Missionsstelle Linz
Für Sr. Antonia Dulong ist Uganda bereits die dritte Heimat. 1982 kam die gebürtige Französin als Au-pair nach Oberösterreich, lernte dort die Marienschwestern kennen und trat schließlich – fasziniert von Gebet und Meditation – in den Orden ein. „Ich habe erfahren, dass ich durch das Gebet ein anderer Mensch geworden bin“, sagte sie im Gespräch mit den OÖN.
Gemeinsam mit Sr. Elisabeth Brunmayr ist Sr. Antonia Dulong seit 2002 in Uganda. Dort haben die Marienschwestern vom Karmel, deren Mutterhaus sich in Bad Mühllacken befindet, auf Einladung des Bischofs ein Kloster errichtet und sind seither seelsorgerisch und karitativ tätig. „Wir haben am Anfang nichts gehabt“, erklärte sie im Interview. Es habe keinen Strom und kein Wasser gegeben, das Klima sei anstrengend und Kultur und Mentalität sehr unterschiedlich. So bauten die beiden Marienschwestern in Kyengeza die erste Niederlassung ihres Ordens in Uganda auf.
Wichtige Niederlassung des Ordens
Hilfreich sei dabei gewesen, dass im selben Jahr Karmeliten aus Kalifornien die neugegründete Pfarre übernahmen. 2005 wurden das Konventhaus und die Kapelle eingeweiht und damit die Grundlagen für den ersten Konvent in Uganda geschaffen. Mit mittlerweile zwölf Schwestern ist der Konvent mittlerweile eine wichtige Niederlassung der Ordensgemeinschaft.

In Uganda leitet Sr. Antonia Dulong den Konvent der Marienschwestern vom Karmel in Kyengeza. (c) Andreas Reumayr/Missionsstelle Linz
Die Ordensfrauen betreiben heute ein kleines Gesundheitszentrum in Kamuli, rund 20 Kilometer von Kyengeza entfernt, eine Einrichtung für Kinder aus schwierigen Verhältnissen und ein Patenschaftsprogramm, das junge Menschen und Familien unterstützt, aktuell um die 100. Viele ehemalige Patenkinder seien heute erwachsen, haben studiert, einen Beruf erlernt und Familien gegründet, berichtete Sr. Antonia Dulong den OÖN. Eine Mitschwester unterrichtet außerdem in einer Pfarrschule für 400 Kinder.
Spenden aus Österreich
Das Geld für die Projekte kommt aus Österreich. Ein halbjährlicher Rundbrief berichtet von den Erfolgen und Herausforderungen in Uganda und ist für viele Anlass, die Projekte mit Spenden zu unterstützen. Auch das Mutterhaus in Bad Mühllacken hilft und ist über WhatsApp und Teams regelmäßig in Kontakt mit den Mitschwestern in Uganda.
An eine Rückkehr nach Österreich, abgesehen vom jährlichen Heimaturlaub, denkt Sr. Antonia Dulong laut OÖN nicht: „Ich fühle mich dort zu Hause, wo ich gerade bin.“ Die Marienschwestern haben in Uganda schließlich noch viel vor, beispielsweise soll ihr Gesundheitszentrum schon bald auch HIV-Behandlungen anbieten.
Quelle: Oberösterreichische Nachrichten