Ministerin Schumann würdigt junge Freiwillige für Auslandseinsätze

Bereit für das „Abenteuer Auslandseinsatz“: Gemeinsam mit Linda Proidl, Geschäftsführerin von „VOLONTARIAT bewegt“, verabschiedete Sozialministerin Korinna Schumann am vergangenen Montag mehrere junge Freiwillige. © VOLONTARIAT bewegt/ Clemens Manser i.A. des Sozialministeriums
Im heurigen Jahr entsendet „VOLONTARIAT bewegt“ insgesamt 24 Freiwillige, für die mit ihrem Auslandseinsatz nach einer intensiven Vorbereitungszeit ein prägender, neuer Lebensabschnitt beginnt. Unterstützt werden sie dabei vom Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz.
Sendungsfeier für mehrere Freiwillige
Zum Anlass ihrer Entsendung waren die angehenden Freiwilligen gemeinsam mit ihren Familien, Freundinnen und Wegbegleitern am Montag in das Sozialministerium eingeladen. Bundesministerin Korinna Schumann würdigte das Engagement der jungen Menschen im Rahmen des Zivildienstes und Freiwilligendienstes: „Wer sich für einen Freiwilligendienst im Ausland entscheidet, übernimmt Verantwortung – für andere Menschen, für gesellschaftlichen Zusammenhalt und für ein solidarisches Miteinander über Grenzen hinweg. Dabei bringen die Freiwilligen ihre Erfahrungen und Perspektiven in ihre Einsatzorte ein und nehmen zugleich Eindrücke mit, die ihren weiteren Lebensweg nachhaltig prägen werden“, hob die Sozialministerin hervor.
Internationale Freiwilligeneinsätze und Zivildienste im Ausland seien Ausdruck von Verantwortung, Solidarität und gesellschaftlichem Engagement, betonte Linda Proidl, Geschäftsführerin von „VOLONTARIAT bewegt“. Auslandseinsätze förderten Kompetenzen wie Verantwortungsbewusstsein, Resilienz, Krisenmanagement, interkulturelle Zusammenarbeit und globale Handlungsfähigkeit – „Fähigkeiten, die in einer zunehmend vernetzten und von Künstlicher Intelligenz geprägten Welt immer wichtiger werden“. Zugleich seien sie eine wichtige Grundlage für demokratische Teilhabe und gesellschaftlichen Zusammenhalt.
Internationale Freiwilligendienste als Zivilersatzdienst
Die dabei erworbenen Erfahrungen kämen nicht nur den Projektpartnern im Ausland zugute, sondern wirkten auch in die österreichische Gesellschaft zurück. Damit auch zukünftige Generationen von dieser Erfahrung profitieren könnten, brauche es weiterhin verlässliche Rahmenbedingungen und die Anerkennung internationaler Freiwilligendienste als Zivilersatzdienst, sprach sich die Initiative für den Erhalt internationaler Freiwilligendienste als anerkannte Form des Zivilersatzdienstes aus.
Hintergrund sind die von Familien- und Integrationsministerin Claudia Bauer angestoßenen Überlegungen zu einer Reform des Zivildienstsystems. Bauer hatte angekündigt, die Anrechenbarkeit von Auslandsfreiwilligendiensten als Zivildienstersatz zu überprüfen beziehungsweise einzuschränken. Begründet wird dies mit dem erwarteten steigenden Bedarf an Zivildienstleistenden und dem Ziel, den Zivildienst künftig stärker auf „systemrelevante Bereiche im Inland“ auszurichten. Der Gedenkdienst soll nach den bisherigen Aussagen der Ministerin von den geplanten Änderungen ausgenommen bleiben.
Die nächsten Informations- und Auswahltage für eine Ausreise im Sommer 2027 finden am 5. September in Wien und am 28. November in Salzburg statt.
Quelle: VOLONTARIAT bewegt, kathpress