Marienschwestern vom Karmel feierten Professjubiläen in Bad Mühllacken
Freude über 245 Jahre erfülltes Ordensleben (v.l.n.r.): stehend – Sr. M. Margret Grill (Generaloberin), Sr. M. Judith Leithner, Sr. M. Bernadette Steiner, Ordensvikar Adolf Trawöger; sitzend – Sr. M. Reintraud Hattmannsdorfer, Sr. M. Leopoldine Hollnsteiner © Marienschwestern Bad Mühllacken / Sr. Anna Pointinger
In ihrer Ansprache stellte Generaloberin Schwester M. Margret Grill die Lebenswege der Jubilarinnen vor und würdigte deren jahrzehntelanges Wirken in der Kongregation. Sie erinnerte daran, dass die Schwestern ihre Berufung aus der tiefen Verbundenheit mit Gott gelebt und die Versprechen ihrer Profess Tag für Tag – oft im Verborgenen – erfüllt hätten. Symbolisch verglich sie die Jubilarinnen mit kostbaren Edelsteinen und Edelmetallen: Saphir für 65 und 70 Professjahre, Diamant für 60 Jahre und Gold für das 50-jährige Jubiläum. Sie seien ein wertvolles Geschenk für die Gemeinschaft und für das Reich Gottes.
Von der Kraft der Begegnung
Im Mittelpunkt der Predigt von Ordensvikar Adolf Trawöger stand die Kraft der Begegnung. „Unser Leben ist eine Geschichte von Begegnungen“, betonte er und hob hervor, wie sehr wertschätzende, von Güte und Vertrauen geprägte Begegnungen Menschen verändern und Lebenswege prägen können. Als biblisches Vorbild stellte er die Begegnung Marias mit Elisabeth in den Mittelpunkt. In dieser Begegnung würden Glaube, Hoffnung und Gottes Wirken sichtbar: Nicht nur Maria und Elisabeth begegneten einander, sondern auch Johannes und Jesus – der Wegbereiter und der verheißene Messias.
Maria antworte auf diese Erfahrung mit dem Magnificat, dem Lobpreis auf Gottes Größe und seine verwandelnde Kraft. Trawöger erinnerte daran, dass Segen bedeute, einander Gutes zuzusprechen, und dass Gottes Möglichkeiten größer seien als menschliche Grenzen. Wirklich befreiende Begegnungen entstünden dort, wo der Heilige Geist wirke – in einem Blick, einem Gruß, einer Umarmung oder einem guten Wort.
Den Jubilarinnen sprach der Bischofsvikar seinen Dank für die vielen Begegnungen aus, die sie während ihres jahrzehntelangen Ordenslebens ermöglicht hätten. Durch ihren Dienst sei viel Gutes gewachsen. Mit einem herzlichen „Vergelt’s Gott“ gratulierte er den Schwestern zu ihrem langjährigen und treuen Wirken.
Die vier Jubilarinnen bei der Erneuerung ihrer Ordensprofess: „Was ich vor 50, 60, 65 und 70 Jahren versprochen habe, dazu stehe ich auch heute.“ © Marienschwestern Bad Mühllacken / Sr. Anna Pointinger
Bewegende Momente der gelebten Treue
Ein besonders bewegender Moment des Festgottesdienstes war die Erneuerung der Ordensprofess. In Dankbarkeit bekannten die Jubilarinnen: „Was ich vor 50, 60, 65 und 70 Jahren versprochen habe, dazu stehe ich auch heute.“ Damit bekräftigten sie ihre lebenslange Hingabe an Gott und ihre Treue zur Ordensgemeinschaft.
Nach dem Fest in der Kirche waren alle Verwandten, Weggefährt:innen und Freund:innen zu einem gemütlichen Beisammensein mit den Jubilarinnen und den Ordensfrauen im neuen Mutterhaus der Marienschwestern in Bad Mühllacken eingeladen.
Die Professjubilarinnen im Überblick:
- 70jähriges Profess Jubiläum (1956): Sr. M. Leopoldine Hollnsteiner aus Piberbach/Kematen an der Krems
- 65jähriges Professjubiläum (1961): Sr. M. Reintraud Hattmannsdorfer aus St. Georgen an der Gusen
- Diamantenes Professjubiläum (1966): Sr. M. Judith Leithner aus Pfarrkirchen im Mühlkreis
- Goldenes Professjubiläum (1976): Sr. M. Bernadette Steiner aus Pabneukirchen
Quelle: Marienschwestern vom Karmel in Bad Mühllacken