Klimahaus Bad Dachsberg feierlich eröffnet

Mitten im Grünen: Die naturnahe Gestaltung des Klimahaus-Areals soll dazu beitragen, Umweltbildung unmittelbar erfahrbar zu machen. © Franz Hubmann OSFS
Wo sich einst eine Kuranstalt und später ein Erholungsheim für Mütter befand, errichteten die Oblaten des heiligen Franz von Sales in den vergangenen Monaten ein modernes Bildungszentrum. Das in nachhaltiger Holzbauweise gehaltene Gebäude, das sich in Prambachkirchen in unmittelbarer Nähe zum Gymnasium Dachsberg befindet, bietet Platz für Schulklassen, Seminare und Begegnungsveranstaltungen. Es soll jungen Menschen die Möglichkeit geben, sich intensiv mit Themen rund um das Klima, aber auch der Demokratie, des gesellschaftlichen Zusammenhalts und der Nachhaltigkeit auseinanderzusetzen.
Hoffnungsort für kommende Generationen
Provinzial Josef Költringer OSFS stand der Eucharistiefeier vor, die auf der neuen Plattform im Teich gefeiert wurde, und segnete das neue Haus. Seine Predigt schloss er mit folgendem Wunsch: „Und das wünsche ich auch diesem Ort, an dem sich vor allem junge Menschen begegnen – wirklich begegnen –, dass sie ein kleines Stück verwandelter, menschlicher, optimistischer hinausgehen.“ Projektinitiator Pater Ferdinand Karer OSFS, ehemaliger Direktor des Gymnasiums Dachsberg, würdigte bei der Eröffnung die Unterstützung zahlreicher Wegbegleiterinnen und Wegbegleiter. Für ihn ist das Klimahaus weit mehr als ein Bauprojekt. Es soll ein Ort sein, an dem Hoffnung wächst, Wissen vermittelt und zugleich Verantwortungsbewusstsein gefördert wird.

Glücklich über die Fertigstellung: Pater Ferdinand Karer, ehemaliger Direktor des Gymnasiums Dachsberg, ist Initiator und „Vater“ des Klimahaus-Projekts. © Franz Hubmann OSFS
Beim anschließenden Festakt würdigten Vertreterinnen und Vertreter aus Bildung, Kirche und Politik das Projekt als zukunftsweisende Initiative. Gerade in einer Zeit tiefgreifender gesellschaftlicher Veränderungen brauche es Orte, an denen junge Menschen Orientierung finden, Dialog erleben und konkrete Handlungsmöglichkeiten entwickeln können. Den ganzen Tag über waren alle Gäste eingeladen, die Eröffnung gebührend zu feiern und das Haus und sein Areal näher kennenzulernen.
„Aufs Klima kommt’s an“
Im Zentrum des pädagogischen Konzepts steht ein umfassender Zugang zum Thema Klima. Die Verantwortlichen sprechen bewusst vom sozialen, politischen und ökologischen Klima. Fragen des respektvollen Zusammenlebens, der Friedenserziehung und demokratischen Teilhabe stehen dabei ebenso auf dem Programm wie die Auseinandersetzung mit Klimawandel, Biodiversität und nachhaltigem Wirtschaften. Unter dem Leitgedanken „Aufs Klima kommt’s an“ sollen Kinder und Jugendliche erfahren, wie ein gutes Miteinander gelingen kann und welche Rolle jede bzw. jeder Einzelne bei der Gestaltung der Zukunft spielt.
Bildung als Auftrag der Ordensgemeinschaft
Die Eröffnung machte deutlich, wie eng das Projekt mit dem Bildungsauftrag der Oblaten des heiligen Franz von Sales verbunden ist. Seit Jahrzehnten engagiert sich die Ordensgemeinschaft in der schulischen Bildung und der Begleitung junger Menschen. Das Klimahaus erweitert dieses Engagement um einen Raum, in dem aktuelle gesellschaftliche Herausforderungen aufgegriffen und gemeinsam reflektiert werden können.

Brückenschlag in eine gelungene Zukunft: Die Eucharistiefeier anlässlich der Eröffnung des Klimahauses wurde auf der neuen Plattform mitten im Teich gefeiert. © Franz Hubmann OSFS
Nachhaltigkeit auch in der Architektur
Nicht nur inhaltlich, sondern auch baulich setzt das Klimahaus ein Zeichen für Nachhaltigkeit. Das als „Green Building“ konzipierte Gebäude wurde ressourcenschonend in Holzbauweise errichtet und fügt sich harmonisch in die umliegende Landschaft ein. Helle Seminar- und Gemeinschaftsräume schaffen eine einladende Atmosphäre für Bildungsangebote und Begegnungen.
Die naturnahe Gestaltung des Areals soll zudem dazu beitragen, Umweltbildung unmittelbar erfahrbar zu machen. Lernen findet hier nicht nur in Seminarräumen statt, sondern auch im Austausch mit der Natur und im gemeinsamen Erleben.
Offen für Schulen, Firmen und die Gesellschaft
Über seine primäre Funktion als Lernort für Schulklassen hinaus will das Klimahaus auch Firmen, Institutionen und Privatpersonen zur Verfügung stehen, die den Seminarbereich für Veranstaltungen nutzen möchten. Bis zu 120 Gäste finden bei Events Platz – auch das ein Signal, dass das Klimahaus ein Begegnungsort für die ganze Region sein will.
Quelle: Oblaten des heiligen Franz von Sales