Steyler Missionsschwestern: Leiterinnen stärken Vernetzung und gemeinsame Vision

Die Zukunft im Blick: 32 Schwestern aus 28 Gemeinschaften versammelten sich für vier Tage in Steyl, um die gemeinsame Ausrichtung der neuen Provinz zu gestalten. © Sr. Lili Purwanti SSpS
Seit 15. Jänner 2026 bilden mehrere europäische Provinzen die neue „Europäische Provinz“ der Steyler Missionsschwestern. Anfang Juni fand nun die erste Zusammenkunft der Kommunitätsleiterinnen statt, an der 32 Teilnehmerinnen aus 28 Gemeinschaften teilnahmen. Ziel war es, Beziehungen aufzubauen, Erfahrungen auszutauschen und ein tieferes Verständnis füreinander zu entwickeln. Gerade in einer Provinz, die unterschiedliche Länder, Kulturen und Lebenswirklichkeiten verbindet, kommt dem persönlichen Kennenlernen eine besondere Bedeutung zu.
In Gesprächen und Reflexionsrunden tauschten sich die Schwestern über die Situation ihrer Gemeinschaften aus. Dabei wurde deutlich, wie vielfältig die Situationen vor Ort sind, zugleich aber auch, wie sehr ähnliche Fragen die Gemeinschaften verbinden. Der offene Austausch ermöglichte neue Perspektiven und stärkte das Bewusstsein, Teil eines größeren Ganzen zu sein.
Vision, Mission und Leitbild
Neben der Präsentation der einzelnen Kommunitäten lag ein Hauptschwerpunkt der Tagung auf der gemeinsamen Ausrichtung der neuen Provinz. Das Provinzleitungsteam stellte Vision, Mission und Leitbild vor und lud die Teilnehmerinnen ein, darüber nachzudenken, wie diese Grundlagen im Alltag konkret Gestalt annehmen können. Im Mittelpunkt stand dabei die Frage, wie die Sendung der Steyler Missionsschwestern in einer Zeit des Wandels glaubwürdig gelebt werden kann.
Eine besondere spirituelle Vertiefung bot in diesem Zusammenhang die Auseinandersetzung mit dem Bibelwort aus Zefanja 3,12: „Und ich werde in euch ein demütiges und bescheidenes Volk zurücklassen. Sie werden Zuflucht im Namen des Herrn finden.“ Sr. Christine Müller erschloss ihren Mitschwestern die Hoffnungsperspektive dieses Textes, der gerade in Zeiten von Veränderung und Unsicherheit zu Vertrauen, Demut und Hoffnung ermutigt.
Gemeinsames „Chill out“: Abseits des offiziellen Tagungsprogramms gab es jede Menge Gelegenheit, sich in gemütlicher Runde näher kennenzulernen. © Sr. Lili Purwanti SSpS
Gestärkt für den weiteren Weg
Auch organisatorische Themen fanden ihren Platz. Die Kommunikationskoordinatorin Steffi Mager und die Prokuratorin Sr. Medylyn Masajo stellten ihre Aufgabenbereiche vor und gaben Einblicke in die Kommunikations- und Verwaltungsstrukturen der Provinz.
Neben den inhaltlichen und geistlichen Impulsen bot die Tagung zahlreiche Gelegenheiten für persönliche Begegnungen abseits des Tagungsprogramms. So überquerte man beispielsweise mit der berühmten Fähre die Maas und aß gemeinsam in einem Café zu Mittag. Die gemeinsame Zeit machte deutlich, wie wichtig Beziehungen, Vertrauen und gegenseitige Wertschätzung für das Gelingen der neuen Provinz sind. Viele Teilnehmerinnen beschrieben die Tage als bereichernd und motivierend. Sie kehrten gestärkt in ihre Gemeinschaften zurück – mit neuen Kontakten, vertieften Einsichten und dem Bewusstsein, Teil eines größeren gemeinsamen Ganzen zu sein.
Quelle: Steyler Missionsschwestern