Ordensfrauen auf den Spuren des Wiener Trinkwassers

Eine Gruppe von Ordensfrauen machte sich am 6. Juni 2026 auf den Weg, um den Ursprung des Wiener Trinkwassers zu erkunden. (c) privat
Die erste Station der Gruppe war das Wasserleitungsmuseum in Kaiserbrunn. Bei der zweistündigen Führung bekamen die Ordensfrauen Einblick in die Komplexität der Wasserleitung. Wasserhahn auf – Wasser raus – trinken: so einfach sei das nur für die Endnutzer:innen. Dahinter stecke viel Arbeit – in Büros, aber auch in kalten, nassen, engen Stollen, meinten sie danach. Beeindruckend sei auch, dass der Grundbestand der ersten Wiener Hochquellenleitung bereits 1873 eröffnet wurde und fast sofort für eine bessere gesundheitliche Situation in der von Typhus und Colera gequälten Stadt sorgte. Heute sorgen über 70 Quellen und zwei Hochquellenleitungen für gutes Wasser, das in einem Rohrnetz von 3.100 km zu den Haushalten in ganz Wien kommt, nach 150 bzw. 180 Kilometern im Wasserleitungssystem.

Im Wasserleitungsmuseum bekamen die Ordensfrauen Einblick in die Komplexität der Wasserleitung. (c) privat
Wasserbeschaffung in Uganda
Nach dem Museumsbesuch machten sich die Schwestern entlang der Linie der Wasserleitung zu Fuß auf den Weg nach Payerbach. Dabei war auch Zeit für zwei Impulse zum Thema „Wasser“. Der zweite Impuls war geprägt von der Erzählung, wie mühsam die Wasserbeschaffung in Uganda ist, dem Land, aus dem einige Schwestern kommen. Sie hatten auch die Anregung zu diesem Tag gegeben, indem sie die Frage gestellt hatten: Wie kommt es, dass das Wasser in Wien gleich getrunken werden kann, ohne dass man es abkochen muss?

In einem Impuls erzählten jene Barmherzigen Schwestern, die in Uganda aufgewachsen waren, von der mühsamen Wasserbeschaffung in ihrem Geburtsland. (c) privat
„Wir waren sehr dankbar für diese Gelegenheit, die Quellen der Wiener Wasserleitung zu besuchen. Seit meiner Ankunft in Österreich hat mich diese Frage beschäftigt: Woher kommt dieses saubere Wasser in Wien? Jetzt nach der Wanderung bin ich sehr dankbar und zufrieden. Meine Frage ist endlich beantwortet worden“, freute sich Sr. Mary Naigaga von den Barmherzigen Schwestern, die in Uganda aufgewachsen war.
Weitere Eindrücke sind in der Bildergalerie am Ende der Seite zu finden.
Quelle: Sr. Anneliese Herzig