Stift Klosterneuburg: Ehemaliges Straßenkind wirkt heute als Priester

Trafen sich in Siebenbürgen: Ex-Straßenkind Moise, P. Georg Sporschill und H. Ignatius Sutel (v.l.). (c) Stift Klosterneuburg/Christina Hiptmayr
H. Ignatius Sutel gehörte in den 1990er Jahren selbst zu jenen Kindern, die nach dem Zusammenbruch des kommunistischen Regimes in Rumänien auf der Straße lebten und durch kirchliche Hilfsprojekte Unterstützung fanden. Im Sozialprojekt Elijah in Marpod kam es zu einer Begegnung mit Moise, einem weiteren ehemaligen Straßenkind aus Bukarest. Beide wurden einst von P. Georg Sporschill begleitet, der nach dem Ende der Diktatur mit seiner Arbeit für obdachlose und vernachlässigte Kinder in Rumänien begann. Während H. Ignatius Sutel später ins Stift Klosterneuburg eintrat, Theologie studierte und 2015 zum Priester geweiht wurde, verlief der Lebensweg von Moise deutlich schwieriger. Heute engagiert er sich ebenfalls in sozialen Projekten.
Rund 1.000 Menschen werden begleitet
Das von P. Sporschill und Ruth Zenkert gegründete Projekt Elijah unterstützt in mehreren Ortschaften Siebenbürgens vor allem Roma-Familien sowie Kinder und Jugendliche aus benachteiligten Verhältnissen. Nach Angaben der Verantwortlichen werden rund 1.000 Menschen begleitet. Schwerpunkte sind Bildungsangebote, Wohnprojekte, Frauenhäuser und die Förderung junger Menschen auf ihrem Weg in Ausbildung und Beruf.
Das Stift Klosterneuburg zählt zu den wichtigsten Unterstützern der Arbeit. Für Elijah wurden bislang rund 890.000 Euro bereitgestellt; in das von P. Sporschill ursprünglich gegründete Straßenkinderprojekt Concordia flossen nach Stiftsangaben mehr als sechs Millionen Euro. Trotz rückläufiger Spendenbereitschaft setzen die Verantwortlichen ihre Arbeit fort. Der Jesuitenpater verwies dabei auf die nachhaltigen Erfolge vieler ehemaliger Straßen- und Armutsbetroffener, die heute selbst Verantwortung übernehmen und anderen als Vorbilder dienen.
Quelle: kathpress