Religions for Future setzte Aktionen in Salzburg

Sr. Rita Höllwerth, Sr. Maria Gabriela Unterluggauer, Sr. Franziska König, Sr. Anne Buchholz und Sr. Karolina Schweihofer beteiligten sich am 25. und 26. April 2026 an Aktionen der Religions for Future-Bewegung in Salzburg. (c) privat
„Geopolitische Verwerfungen, insbesondere die Kriege gegen die Ukraine und den Iran, haben ökologische Fragen wie die Klimakrise in den Hintergrund gedrängt. Doch nur weil man über ein Thema weniger oder nicht mehr spricht, ist das Problem nicht vom Tisch. Eine wirksame Klimapolitik ist dringender denn je – dies zeigen alle Ergebnisse der Klimaforschung“, sagte der Koordinator der Aktion, Hans Holzinger.
Um fünf vor zwölf Uhr wurden alle Teilnehmenden aufgerufen, ihre Handywecker einzuschalten, denn es sei höchste Zeit für eine wirksame Klimapolitik. Danach folgten Statements von Vertretern und Vertreterinnen der einzelnen Gruppen, in denen auf die einzelnen Stationen der Aktion Bezug genommen wurde.

Sr. Maria Gabriela Unterluggauer erklärte den Hintergrund des geknüpften Netzes für Schöpfungsverantwortung. (c) Reinhard Geiger
Netz für die Schöpfungsverantwortung
Die Religions for Future-Bewegung knüpfte dabei ein Netz für Schöpfungsverantwortung, um auf die Verbundenheit mit allen Geschöpfen und der Natur hinzuweisen, wie Sr. Maria Gabriela Unterluggauer erklärte. Dorothee Büürma, Pastorin in der Evangelisch-methodistischen Kirche, die mit den Ordensfrauen das Kernteam der Religions for Future Salzburg bildet, zitierte aus der Grundsatzerklärung der Initiative: „Das Ökosystem Erde hat einen einzigartigen Wert. Es ist nicht allein für uns Menschen da, sondern dient allen Lebewesen als gemeinsamer Lebensraum. Wir Menschen sind mit den anderen Lebewesen verbunden, können ohne sie nicht leben und werden durch das Leben mit ihnen bereichert. Wir sind von der Natur abhängig und als ein Teil in sie eingebunden.“
Aus diesem Grund vermitteln unsere religiösen Traditionen wichtige Haltungen im Umgang mit der Natur, erklärte Büürma weiter: „Dankbarkeit und Achtsamkeit, Bescheidenheit und Gerechtigkeit, Demut und Geschwisterlichkeit. Wir sehen jeden Menschen verpflichtet, im Einklang mit der Natur zu leben und ein treuer Haushalter oder eine treue Haushalterin für das gemeinsame Haus der Erde zu sein – in Verantwortung für künftige Generationen.“

Die Aktion der Religions for Future-Bewegung: Das Knüpfen eines Netzes für Schöpfungsverantwortung. (c) Reinhard Geiger
Aufruf zum Einsatz für Erhalt der Erde
Die Religions for Future riefen daher die führenden Personen in den Religionen auf, sich in Wort und Tat mit aller Kraft für den Erhalt der Erde einzusetzen. „Von den Verantwortlichen in der Politik erwarten wir den längst überfälligen Strukturwandel hin zu einer ökosozialen Politik und Wirtschaftsordnung. Alle Menschen bitten wir, einen achtsamen Umgang mit der Natur zu pflegen, auch wenn dieser persönliche Einschränkungen bedeutet“, sagte die Pastorin abschließend.
Am 26. April 2026 fand im Pongauer Dom in St. Johann im Pongau außerdem eine interreligiöse Feier zum Thema „Ein gutes Leben für alle – Wir sind Schöpfung“ statt. Auch dort waren Sr. Rita Höllwerth, Sr. Maria Gabriela Unterluggauer Sr. Franziska König, Sr. Karolina Schweihofer und Sr. Anne Buchholz beteiligt – unter anderem mit igrem Schöpfungsnetz. „Es fehlen bereits wichtige Fragmente in der Vernetzung der Ökosysteme und der Gesellschaft. Helfen sie mit, das Netz zu reparieren und weiter verbinden bzw. zu knüpfen!“, luden sie die Teilnehmer:innen ein.
Quellen: Religions for Future Salzburg, Klimabildung Salzburg