Propst Anton Höslinger: Von Augustinus konsequente Gottsuche lernen

Propst Anton Höslinger hat den heiligen Augustinus von Hippo als Vorbild der Suche nach Wahrheit und dem christlichen Glauben bezeichnet. (c) Walter Hanzmann
Propst Anton Höslinger erinnerte in den „Niederösterreichischen Nachrichten“ an den Ordensvater von Augustinern und Augustiner-Chorherren als einen Menschen, der „in seinem Suchen nicht nachgelassen“ und nicht resigniert habe, obwohl er dabei manchmal „deprimiert“ gewesen sei. Der kirchliche Festtag verweist auf die Taufe des Augustinus am 24. April 387 in Mailand durch Bischof Ambrosius. Obwohl seine Mutter Monika Christin war, fand Augustinus erst nach einem langen und teils verschlungenen Weg zum christlichen Glauben. Er suchte „als junger Mann sein Glück in damaligen religiös-philosophischen Bewegungen“, wie der Klosterneuburger Propst und Zweite Vorsitzender der Österreichischen Ordenskonferenz hervorhob, ehe ihn prägende Erfahrungen und Begegnungen schließlich zum Christentum führten.
„Suchen und Entscheidung nicht leicht gemacht“
Besonders der Aufenthalt in Mailand sowie die Predigten des Bischofs Ambrosius hätten Augustinus nachhaltig beeinflusst, ebenso „seine eifrige Lektüre und die Unterhaltung darüber mit seinen Freunden“. Er habe „die Bibel konsequent“ gelesen und darin „einen Zugang zu Gott und Jesus Christus“ gefunden, sagte Propst Anton Höslinger. Für den Propst zeigt sich darin ein bemerkenswert aktuelles Beispiel: „Der Weg seiner Bekehrung zum Christentum macht Augustinus zu einem modernen Menschen: Er hat sich sein Suchen und seine Entscheidung nicht leicht gemacht.“ Gerade diese Ernsthaftigkeit und Konsequenz seien es, die auch heute Orientierung geben könnten.
Zugleich hob Propst Anton Höslinger hervor, was Augustinus auszeichne: „Er blieb konsequent bei seiner Entscheidung und lebte seinen endlich gefundenen christlichen Glauben zielstrebig und geradlinig.“ Daraus ergebe sich auch eine Herausforderung für die Gegenwart. Wörtlich fragt der stellvertretende Vorsitzende der Österreichischen Ordenskonferenz: „Welche Wege gehen wir konsequent zu unserem Glauben? Wo finden wir – immer wieder neue – Wege zu Gott und zur Frohen Botschaft Jesu?“
Quelle: kathpress