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Die vatikanischen Vorgaben zur Vermögensverwaltung der katholischen Orden in der Praxis

Wie gehen Ordensgemeinschaften mit der Herausforderung um, ihre materiellen Güter verantwortlich und wirtschaftlich zu verwenden und doch ihrer Selbstverpflichtung zur Armut nachzukommen? Einen wichtigen Impuls dazu gaben die römischen Richtlinien zur Verwaltung der Güter der Ordensgemeinschaften aus dem Jahr 2014. Die österreichische Wirtschaftstagung der Ordensleute 2015 hat diesen römischen Impuls aufgegriffen, der noch einmal bei einem Symposion der Religiosenkongregation im November 2016 in Rom thematisiert wurde. Die Autoren dieses Buches, Experten in steuerrechtlichen und wirtschaftlichen Fragen und Berater von Ordensgemeinschaften, geben mit ihrer Handreichung Oberen, Ökonomen und führenden Dienstnehmern und Beratern, die mit der Verwaltung kirchlicher Güter beauftragt sind, eine verlässliche Anleitung zur Verwaltung von Ordensgütern. Es geht in diesem Buch, das ein  Auftragswerk der Ordensgemeinschaften Österreich ist und von der Deutschen Ordensobernkonferenz mitherausgegeben wurde, nicht um die Diskussion detaillierter Rechtsprobleme, sondern um die Umsetzung der vatikanischen Impulse in der Praxis.

Rainer Kirchmair, Martin van Oers, Peter Krause, Die vatikanischen Vorgaben zur Vermögensverwaltung der katholischen  Orden in der Praxis. Facultas Verlag, Wien 2017

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Pilger für einen Tag

Cover Pilger 120

Manchmal möchte man ins Kloster gehen, dem hektischen Alltag entfliehen und die Stille suchen  – und sei es nur für einen Tag. Das vorliegende Buch kommt diesem Wunsch nach und ermöglicht „spontane“ Fluchten: entspannende Wanderungen, die Körper und Seele erfrischen, in Kombination mit anregenden Klosterbesichtigungen – „Pilgern light“ sozusagen. 15 drei- bis vierstündige Routen hat die Autorin ausgewählt, die dazu einladen, versteckte Kartausen und prunkvolle Stifte in Niederösterreich zu entdecken – und deren Umfeld: Stiftsgärten, -parks- und güter. Ordenshäuser und Klöster sind offene Orte für Pilgerinnen und Pilger.
Den Routen vorangestellt ist eine kurze Pilgergeschichte, eine kurze Klostergeschichte und ein Interview mit dem Abt von Göttweig, Columban Luser. Am Schluss jeder Tour ist noch kurz zusammengefasst, was es zu pilgern und zu entdecken, zu erleben und zu besichtigen gibt, wo es gut ist, einzukehren und zu genießen. Detaillierte Wegbeschreibungen und Karten zu allen Routen sowie viele Hintergrundinfos und Tipps zu öffentlichen Verkehrsmitteln, die man für diese Wanderungen „zur Einstimmung und Entspannung nutzen kann“, runden das Buch ab.

Christina Rademacher, Pilger für einen Tag. Wanderungen zu Niederösterreichs Klöstern. Styria Verlag, Graz - Wien 2017.

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Schluss mit der Angst

Cover Wolf 120

„Wie ängstlich mein Deutschland geworden ist“, konstatiert der ehemalige Abtprimas Notker Wolf nach seiner Rückkehr nach Deutschland. Was für Deutschland gilt, erlebt man auch hierzulande und in vielen europäischen Ländern: die Angst dringt tief in die Gesellschaften ein, die Länder schotten sich zunehmend ab, Nationalismus und Populismus erstarken. Der frühere Erzabt der Benediktinerabtei St. Ottilien und von 2000 bis 2016 höchste Repräsentant des Benediktinerordens mit über 800 Klöstern und Abteien weltweit ermutigt seine Landsleute (und alle LeserInnen) mit dem vorliegenden Buch „Schluss mit der Angst!“ Dem höchst erfolgreichen Titel „Deutschland schafft sich ab“ setzt er als Untertitel „Deutschland schafft sich nicht ab“ entgegen. Er glaubt an die Widerstandskraft und den Mut der Bürgerinnen und Bürger, an gelingendes Miteinander, das stärker ist als die Angst vor dem sozialen Abstieg, vor Überfremdung und Islamisierung und dem steigenden Gefühl von Unsicherheit und Terrorgefahr. Gemeinsam mit dem Co-Autor Simon Biallowons, einem studierten Philosophen, tritt er für eine mutige, weltoffene und starke Heimat ein.

Notker Wolf redet Ängste nicht klein. Sie sind berechtigt, aber „wir müssen uns ihnen stellen und dann weitermachen“. Immer wieder greift er auf seine eigenen Lebenserfahrungen zurück, sowohl als Abt von St. Ottilien als auch als Abtprimas der Benediktiner. „Wir brauchen Vertrauen in die eigene innere Stärke, Mutbürger statt Wutbürger und Gottvertrauen statt Heidenangst“, schreibt Wolf. Der Angst setzt der Autor seine Aufforderung „Lasst uns Hoffnungsträger sein“ entgegen, nicht naiv und als Vertröstung, sondern weil sie „uns befähigt, die großen Herausforderungen anzunehmen und zu bestehen“. Menschen müsse man Mut machen, Widerstände zu überwinden, und ihnen so Angst nehmen, Angst vor dem Fremden, vor dem Scheitern …  „Fürchtet euch nicht“ ist nicht einfach ein frommes Wort, sondern ist die Klammer der frohen Botschaft Jesu, die „auch in  einer Welt von Schatten Mut macht, von Angst befreit und frei macht für das Leben“.

Ein starkes und wichtiges Buch des Mutmachers Notker Wolf.

Notker Wolf mit Simon Biallowons, Schluss mit der Angst – Deutschland schafft sich nicht ab. Verlag Herder, Freiburg 2017

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Mission und kirchliche Entwicklungszusammenarbeit aus Oberösterreich

 

Cover OOE Missionare 120 neu

„Aus der Freude am Evangelium – im Dienst an den Menschen.“ Der Untertitel des Buches gibt wieder, was die Missionarinnen und Missionare bewegt, Grenzen zu überwinden, hinauszugehen an die Ränder der Welt, sich hinzuwenden zu den Ärmsten der Armen. Es geht in diesem Buch nicht einfach um eine Aufzählung der Missionarinnen und Missionare aus Oberösterreich, die dieses Wagnis ihres Lebens auf sich genommen haben. Ihr Leben und Wirken wird geschildert, es werden Lebensgeschichten der Menschen aufgezeigt, die sich in den weltweiten Dienst der Kirche gestellt haben. Die Biografien reichen zurück bis ins 19. Jahrhundert.
Entstanden ist die Dokumentation auf Initiative von Landeshauptmann Pühringer, der das Anliegen an die Missionsstelle der Diözese Linz herantrug. Gemeinsam mit dem Diözesanarchiv und der Evangelischen Kirche wurde das Projekt in Angriff genommen.

Würthinger, Reumayr, Lehner (Hg.): „Mission und kirchliche Entwicklungszusammenarbeit aus Oberösterreich. Aus der Freude am Evangelium - im Dienst an den Menschen“. Linz 2016

 

 

Geradeaus und mit Liebe

Cover Leitner 120
Das Buch beschreibt das Leben und Wirken des 2015 bei einer Bergtour in Italien verunglückten Jesuiten P. Severin Leitner. Dem gebürtigen Südtiroler, 1965 in den Orden eingetreten, wurden vielfältige Aufgaben anvertraut: Er war Jugend- und Studentenseelsorger, Novizenmeister, Regens des internationalen Priesterseminars Canisianum in Innsbruck, Provinzial von 2001 bis 2008, Rektor des Jesuitenkollegs in Innsbruck und zuletzt Berater des Jesuiten Generaloberen in Rom. Texte von Mitbrüdern, Erinnerungen und Beiträge zu seiner Biographie und ignatianischen Spiritualität, zu seinen Erfahrungen in den verschiedenen Leitungsämtern sowie Texte P. Severins geben Einblick in sein Denken, Leben und Wirken. Fotos zeigen ihn bei verschiedenen Anlässen. „Geradeaus und mit Liebe“ ist das Lebens- und Glaubensbild eines Ordensmannes, der vielen zum wertvollen Begleiter im Glauben geworden ist.

Geradeaus und mit Liebe. P. Severin Leitner SJ - ein Lebens und Glaubensbild. Tyrolia-Verlag, Innsbruck 2016.

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Wo kämen wir hin?

S 20 Cover Werlen 120
„Nichts Neues ist von uns gefordert, als dass wir leben, was wir beten – und beten, was wir leben!“ P. Martin Werlen vom Kloster Einsiedeln hat die Impulse, die er den Ordensleuten und ihren MitarbeiterInnen als Referent des Ordenstages 2015 mitgegeben hat, in diesem Buch niedergeschrieben. Er plädiert für eine Kirche, die sich immer neu auf Jesus Christus ausrichtet, die nicht nur kosmetische Korrekturen ausführt, sondern die Umkehr lebt, die sie predigt. Das kann Angst machen: Was bleibt uns dann noch an Sicherheiten? Für P. Werlen ist das jedoch die einzige Möglichkeit, aus Sackgassen herauszukommen. Nur so gewinnen wir an Glaubwürdigkeit. Und dann haben wir Zukunft.

Martin Werlen, Wo kämen wir hin? Für eine Kirche, die Umkehr nicht nur predigt, sondern selber lebt. Verlag Herder, Freiburg 2016.

Der Ignatiusweg

Cover Ignatiusweg 120
676 Kilometer führt der Ignatiusweg von der baskischen Heimat des Ignatius von Loyola bis nach Manresa bei Barcelona. Und beide Autoren, der eine selbst ein Jesuit, der andere von Jesuiten geschult, haben den Camino Ignaciano von Anfang an mitkonzipiert und kennen ihn "wie ihre Westentasche".
In ihrem Pilgerführer geben sie zunächst eine Einführung ins Pilgern und in die Welt des Ignatius. Der praktische Teil informiert über die Strecke, die Entfernungen zwischen den Etappenzielen, mögliche Unterkünfte und über Sehenswürdigkeiten entlang des Camino. Und der spirituelle Führer enthält Betrachtungen, orientiert an den 30-tägigen Ignatianischen Exerzitien, damit die Reise auch zu einer spirituellen Erfahrung werden kann.
Empfehlenswerte Website: www.caminoignaciano.org

José Luis Iriberri SJ/Chris Lowney, Der Ignatiusweg
von Loyola über Saragossa nach Manresa. Auf den Spuren des Ignatius von Loyola. Tyrolia-Verlag, Innsbruck 2016

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