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Schluss mit der Angst

Cover Wolf 120

„Wie ängstlich mein Deutschland geworden ist“, konstatiert der ehemalige Abtprimas Notker Wolf nach seiner Rückkehr nach Deutschland. Was für Deutschland gilt, erlebt man auch hierzulande und in vielen europäischen Ländern: die Angst dringt tief in die Gesellschaften ein, die Länder schotten sich zunehmend ab, Nationalismus und Populismus erstarken. Der frühere Erzabt der Benediktinerabtei St. Ottilien und von 2000 bis 2016 höchste Repräsentant des Benediktinerordens mit über 800 Klöstern und Abteien weltweit ermutigt seine Landsleute (und alle LeserInnen) mit dem vorliegenden Buch „Schluss mit der Angst!“ Dem höchst erfolgreichen Titel „Deutschland schafft sich ab“ setzt er als Untertitel „Deutschland schafft sich nicht ab“ entgegen. Er glaubt an die Widerstandskraft und den Mut der Bürgerinnen und Bürger, an gelingendes Miteinander, das stärker ist als die Angst vor dem sozialen Abstieg, vor Überfremdung und Islamisierung und dem steigenden Gefühl von Unsicherheit und Terrorgefahr. Gemeinsam mit dem Co-Autor Simon Biallowons, einem studierten Philosophen, tritt er für eine mutige, weltoffene und starke Heimat ein.

Notker Wolf redet Ängste nicht klein. Sie sind berechtigt, aber „wir müssen uns ihnen stellen und dann weitermachen“. Immer wieder greift er auf seine eigenen Lebenserfahrungen zurück, sowohl als Abt von St. Ottilien als auch als Abtprimas der Benediktiner. „Wir brauchen Vertrauen in die eigene innere Stärke, Mutbürger statt Wutbürger und Gottvertrauen statt Heidenangst“, schreibt Wolf. Der Angst setzt der Autor seine Aufforderung „Lasst uns Hoffnungsträger sein“ entgegen, nicht naiv und als Vertröstung, sondern weil sie „uns befähigt, die großen Herausforderungen anzunehmen und zu bestehen“. Menschen müsse man Mut machen, Widerstände zu überwinden, und ihnen so Angst nehmen, Angst vor dem Fremden, vor dem Scheitern …  „Fürchtet euch nicht“ ist nicht einfach ein frommes Wort, sondern ist die Klammer der frohen Botschaft Jesu, die „auch in  einer Welt von Schatten Mut macht, von Angst befreit und frei macht für das Leben“.

Ein starkes und wichtiges Buch des Mutmachers Notker Wolf.

Notker Wolf mit Simon Biallowons, Schluss mit der Angst – Deutschland schafft sich nicht ab. Verlag Herder, Freiburg 2017

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Mission und kirchliche Entwicklungszusammenarbeit aus Oberösterreich

 

Cover OOE Missionare 120 neu

„Aus der Freude am Evangelium – im Dienst an den Menschen.“ Der Untertitel des Buches gibt wieder, was die Missionarinnen und Missionare bewegt, Grenzen zu überwinden, hinauszugehen an die Ränder der Welt, sich hinzuwenden zu den Ärmsten der Armen. Es geht in diesem Buch nicht einfach um eine Aufzählung der Missionarinnen und Missionare aus Oberösterreich, die dieses Wagnis ihres Lebens auf sich genommen haben. Ihr Leben und Wirken wird geschildert, es werden Lebensgeschichten der Menschen aufgezeigt, die sich in den weltweiten Dienst der Kirche gestellt haben. Die Biografien reichen zurück bis ins 19. Jahrhundert.
Entstanden ist die Dokumentation auf Initiative von Landeshauptmann Pühringer, der das Anliegen an die Missionsstelle der Diözese Linz herantrug. Gemeinsam mit dem Diözesanarchiv und der Evangelischen Kirche wurde das Projekt in Angriff genommen.

Würthinger, Reumayr, Lehner (Hg.): „Mission und kirchliche Entwicklungszusammenarbeit aus Oberösterreich. Aus der Freude am Evangelium - im Dienst an den Menschen“. Linz 2016

 

 

Geradeaus und mit Liebe

Cover Leitner 120
Das Buch beschreibt das Leben und Wirken des 2015 bei einer Bergtour in Italien verunglückten Jesuiten P. Severin Leitner. Dem gebürtigen Südtiroler, 1965 in den Orden eingetreten, wurden vielfältige Aufgaben anvertraut: Er war Jugend- und Studentenseelsorger, Novizenmeister, Regens des internationalen Priesterseminars Canisianum in Innsbruck, Provinzial von 2001 bis 2008, Rektor des Jesuitenkollegs in Innsbruck und zuletzt Berater des Jesuiten Generaloberen in Rom. Texte von Mitbrüdern, Erinnerungen und Beiträge zu seiner Biographie und ignatianischen Spiritualität, zu seinen Erfahrungen in den verschiedenen Leitungsämtern sowie Texte P. Severins geben Einblick in sein Denken, Leben und Wirken. Fotos zeigen ihn bei verschiedenen Anlässen. „Geradeaus und mit Liebe“ ist das Lebens- und Glaubensbild eines Ordensmannes, der vielen zum wertvollen Begleiter im Glauben geworden ist.

Geradeaus und mit Liebe. P. Severin Leitner SJ - ein Lebens und Glaubensbild. Tyrolia-Verlag, Innsbruck 2016.

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Wo kämen wir hin?

S 20 Cover Werlen 120
„Nichts Neues ist von uns gefordert, als dass wir leben, was wir beten – und beten, was wir leben!“ P. Martin Werlen vom Kloster Einsiedeln hat die Impulse, die er den Ordensleuten und ihren MitarbeiterInnen als Referent des Ordenstages 2015 mitgegeben hat, in diesem Buch niedergeschrieben. Er plädiert für eine Kirche, die sich immer neu auf Jesus Christus ausrichtet, die nicht nur kosmetische Korrekturen ausführt, sondern die Umkehr lebt, die sie predigt. Das kann Angst machen: Was bleibt uns dann noch an Sicherheiten? Für P. Werlen ist das jedoch die einzige Möglichkeit, aus Sackgassen herauszukommen. Nur so gewinnen wir an Glaubwürdigkeit. Und dann haben wir Zukunft.

Martin Werlen, Wo kämen wir hin? Für eine Kirche, die Umkehr nicht nur predigt, sondern selber lebt. Verlag Herder, Freiburg 2016.

Der Ignatiusweg

Cover Ignatiusweg 120
676 Kilometer führt der Ignatiusweg von der baskischen Heimat des Ignatius von Loyola bis nach Manresa bei Barcelona. Und beide Autoren, der eine selbst ein Jesuit, der andere von Jesuiten geschult, haben den Camino Ignaciano von Anfang an mitkonzipiert und kennen ihn "wie ihre Westentasche".
In ihrem Pilgerführer geben sie zunächst eine Einführung ins Pilgern und in die Welt des Ignatius. Der praktische Teil informiert über die Strecke, die Entfernungen zwischen den Etappenzielen, mögliche Unterkünfte und über Sehenswürdigkeiten entlang des Camino. Und der spirituelle Führer enthält Betrachtungen, orientiert an den 30-tägigen Ignatianischen Exerzitien, damit die Reise auch zu einer spirituellen Erfahrung werden kann.
Empfehlenswerte Website: www.caminoignaciano.org

José Luis Iriberri SJ/Chris Lowney, Der Ignatiusweg
von Loyola über Saragossa nach Manresa. Auf den Spuren des Ignatius von Loyola. Tyrolia-Verlag, Innsbruck 2016

Die Zukunft der Orden

Cover Zukunft der Orden 120

 

 

 

 

 

Ordensleben fasziniert einerseits – und doch haben andererseits viele Ordensgemeinschaften große Nachwuchssorgen. Manche Gemeinschaften wird es in einigen Jahrzehnten nicht mehr geben.  Wie schaut es aus mit der Zukunft der Orden?
Die Beiträge dieses Buches, gesammelte Vorträge einer Reihe zum Thema: Zeit der Orden? (J. B. Metz), behandeln nicht nur die allgemeine Frage nach der Berufung der Christen. Sie gehen auch auf die spezifische Berufung in eine Glaubens- (Ordens-)gemeinschaft ein. Kirche und Gesellschaft verändern sich rasch. Welchen Platz finden die Orden darin? Wie können sie heute für junge Menschen attraktiv sein? Wie nützen die Ordensgemeinschaften in ihrer Vielfalt gemeinsam einen Freiheitsraum in der Kirche? Und wie gehen manche mit schwindendem Nachwuchs und der Möglichkeit des „Sterbens“ um?

Gerhard Kruip/Franco Prela (Hg.), die Zukunft der Orden. Mit einem Geleitwort von Karl Kardinal Lehmann. Echter Verlag, Würzburg 2016.

 

 

 

Die Dynamik des Anfangs im Paradigmenwechsel zur Moderne

Cover Bstseh 120

 

 

 

 

 Kommt das Potential des Christentums, den Herausforderungen der
Moderne positiv zu begegnen, aus der Kraft seiner Charismen? Sind es
die Orden, die den vom Zweiten Vatikanischen Konzil geforderten 
Sprung nach vorne als Beispiel der Inkulturation in die Gegenwart
gewagt haben? Die Übertragung von Tradition in die Moderne wird 
im Leben der Zukunft eine entscheidende Rolle spielen.
Namhafte AutorInnen präsentieren Innovatives aus Geschichte und Gegenwart
von Kirche und Orden.
 
Petrus Bsteh, Brigitte Proksch (Hg.), Die Dynamik des Anfangs im Paradigmenwechsel zur Moderne. Spiritualität im Dialog, Bd. 8, Lit-Verlag, Berlin-Wien 2016.

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