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Himmelreich leben

Die handlichen Bändchen von Reinhard Körner (geb. 1951 in der damaligen DDR, Mitglied der Ordensgemeinschaft des Teresianischen Karmel) verdanken ihre Entstehung seinen Erfahrungen  als Leiter von Bibelseminaren und Exerzitien - Kursen im ordenseigenen Bildungshaus Birkenwerder in der Nähe von Berlin. Deren Teilnehmer  sind  sowohl  katholische und evangelische Christen, als auch Angehörige anderer Religionsgemeinschaften und Religionslose. Sein großes Anliegen ist es,  Begriffe aus der christlichen Spiritualität in eine verstehbare, dem heutigen Denken und Empfinden gemäße Sprache zu übersetzen. Dies, so die Überzeugung von Reinhard Körner, „gelingt nur,   wenn man sich fragt, was mit einem Begriff ursprünglich, von der Bibel her, gemeint ist, und das ist dann tatsächlich oft wie eine >Entdeckung< - Welten tun sich auf.“

Zurück zu vorher wird es nicht geben

Corona hat unser Leben in eine Zeit vor und eine Zeit nach Corona geteilt. Viele Menschen können es nun kaum erwarten, wieder in ihr gewohntes Leben vor Corona zurückzukehren, aber wird das überhaupt gehen? Anselm hat eine Antwort. 

Eine Handbreit bei dir

Dieses Buch mit 230 neuen Liedern zu allen 150 Psalmen enthält Gemeinde- und Vortragslieder in stilistischer Vielfalt, entstanden in den Jahren 2015 bis 2018. Die Texte dieses Buches nähren sich aus den Psalmen der Bibel. Sie übertragen oder übersetzen sie in eine neue kulturelle Wirklichkeit und wollen auf diese Weise Raum geben, die Weite und berührende Kraft der Psalmen neu zu hören.
Die meisten Liedtexte dichtete von katholischer Seite der Franziskaner, Meditationslehrer und Exerzitienbegleiter Helmut Schlegel.

Eine Handbreit bei dir. Neue Texte und Melodien zu allen 150 Psalmen der Bibel. Hg. von Patrick Dehm und Joachim Raabe, Dehm Verlag, Limburg 2019

[hwinkler]

Gehen und staunen

Mitten in der Hektik des Alltags schafft es Gymnasialdirektor Ferdinand Karer vom Orden der Oblaten des hl. Franz von Sales, sich im Herbst für zwei Monate freizuspielen, um ein großes Projekt umzusetzen: 1500 Kilometer zu Fuß von daheim in Dachsberg in Oberösterreich über Innsbruck, Padua und Assisi nach Rom. Die Audienz und Begegnung mit Papst Franziskus, den Pater Karer wegen seiner Ehrlichkeit und Einfachheit – und wegen seines Humors – sehr schätzt, stehen am Ende seines zweimonatigen Pilgerweges, der den Ordensmann auf das Wesentliche im Leben zurückführt: Demut und Dankbarkeit im Blick auf sein eigenes Leben und auf die Natur sowie Aufrichtigkeit und Barmherzigkeit im Umgang mit anderen Menschen.
In seinem Pilgertagebuch nimmt Pater Karer die Leser mit auf den Weg und hinein in seine Gedanken. Die Langsamkeit des Gehens öffnet den Blick für das Eigentliche und schenkt die Gewissheit, dass das Leben etwas Besonderes ist.

Ferdinand Karer, Gehen und staunen. Mein Pilgerweg nach Rom. Tyrolia Verlag, Innsbruck 2019

[hwinkler]

Die vatikanischen Vorgaben zur Vermögensverwaltung der katholischen Orden in der Praxis

Wie gehen Ordensgemeinschaften mit der Herausforderung um, ihre materiellen Güter verantwortlich und wirtschaftlich zu verwenden und doch ihrer Selbstverpflichtung zur Armut nachzukommen? Einen wichtigen Impuls dazu gaben die römischen Richtlinien zur Verwaltung der Güter der Ordensgemeinschaften aus dem Jahr 2014. Die österreichische Wirtschaftstagung der Ordensleute 2015 hat diesen römischen Impuls aufgegriffen, der noch einmal bei einem Symposion der Religiosenkongregation im November 2016 in Rom thematisiert wurde. Die Autoren dieses Buches, Experten in steuerrechtlichen und wirtschaftlichen Fragen und Berater von Ordensgemeinschaften, geben mit ihrer Handreichung Oberen, Ökonomen und führenden Dienstnehmern und Beratern, die mit der Verwaltung kirchlicher Güter beauftragt sind, eine verlässliche Anleitung zur Verwaltung von Ordensgütern. Es geht in diesem Buch, das ein  Auftragswerk der Ordensgemeinschaften Österreich ist und von der Deutschen Ordensobernkonferenz mitherausgegeben wurde, nicht um die Diskussion detaillierter Rechtsprobleme, sondern um die Umsetzung der vatikanischen Impulse in der Praxis.

Rainer Kirchmair, Martin van Oers, Peter Krause, Die vatikanischen Vorgaben zur Vermögensverwaltung der katholischen  Orden in der Praxis. Facultas Verlag, Wien 2017

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Pilger für einen Tag

Cover Pilger 120

Manchmal möchte man ins Kloster gehen, dem hektischen Alltag entfliehen und die Stille suchen  – und sei es nur für einen Tag. Das vorliegende Buch kommt diesem Wunsch nach und ermöglicht „spontane“ Fluchten: entspannende Wanderungen, die Körper und Seele erfrischen, in Kombination mit anregenden Klosterbesichtigungen – „Pilgern light“ sozusagen. 15 drei- bis vierstündige Routen hat die Autorin ausgewählt, die dazu einladen, versteckte Kartausen und prunkvolle Stifte in Niederösterreich zu entdecken – und deren Umfeld: Stiftsgärten, -parks- und güter. Ordenshäuser und Klöster sind offene Orte für Pilgerinnen und Pilger.
Den Routen vorangestellt ist eine kurze Pilgergeschichte, eine kurze Klostergeschichte und ein Interview mit dem Abt von Göttweig, Columban Luser. Am Schluss jeder Tour ist noch kurz zusammengefasst, was es zu pilgern und zu entdecken, zu erleben und zu besichtigen gibt, wo es gut ist, einzukehren und zu genießen. Detaillierte Wegbeschreibungen und Karten zu allen Routen sowie viele Hintergrundinfos und Tipps zu öffentlichen Verkehrsmitteln, die man für diese Wanderungen „zur Einstimmung und Entspannung nutzen kann“, runden das Buch ab.

Christina Rademacher, Pilger für einen Tag. Wanderungen zu Niederösterreichs Klöstern. Styria Verlag, Graz - Wien 2017.

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Schluss mit der Angst

Cover Wolf 120

„Wie ängstlich mein Deutschland geworden ist“, konstatiert der ehemalige Abtprimas Notker Wolf nach seiner Rückkehr nach Deutschland. Was für Deutschland gilt, erlebt man auch hierzulande und in vielen europäischen Ländern: die Angst dringt tief in die Gesellschaften ein, die Länder schotten sich zunehmend ab, Nationalismus und Populismus erstarken. Der frühere Erzabt der Benediktinerabtei St. Ottilien und von 2000 bis 2016 höchste Repräsentant des Benediktinerordens mit über 800 Klöstern und Abteien weltweit ermutigt seine Landsleute (und alle LeserInnen) mit dem vorliegenden Buch „Schluss mit der Angst!“ Dem höchst erfolgreichen Titel „Deutschland schafft sich ab“ setzt er als Untertitel „Deutschland schafft sich nicht ab“ entgegen. Er glaubt an die Widerstandskraft und den Mut der Bürgerinnen und Bürger, an gelingendes Miteinander, das stärker ist als die Angst vor dem sozialen Abstieg, vor Überfremdung und Islamisierung und dem steigenden Gefühl von Unsicherheit und Terrorgefahr. Gemeinsam mit dem Co-Autor Simon Biallowons, einem studierten Philosophen, tritt er für eine mutige, weltoffene und starke Heimat ein.

Notker Wolf redet Ängste nicht klein. Sie sind berechtigt, aber „wir müssen uns ihnen stellen und dann weitermachen“. Immer wieder greift er auf seine eigenen Lebenserfahrungen zurück, sowohl als Abt von St. Ottilien als auch als Abtprimas der Benediktiner. „Wir brauchen Vertrauen in die eigene innere Stärke, Mutbürger statt Wutbürger und Gottvertrauen statt Heidenangst“, schreibt Wolf. Der Angst setzt der Autor seine Aufforderung „Lasst uns Hoffnungsträger sein“ entgegen, nicht naiv und als Vertröstung, sondern weil sie „uns befähigt, die großen Herausforderungen anzunehmen und zu bestehen“. Menschen müsse man Mut machen, Widerstände zu überwinden, und ihnen so Angst nehmen, Angst vor dem Fremden, vor dem Scheitern …  „Fürchtet euch nicht“ ist nicht einfach ein frommes Wort, sondern ist die Klammer der frohen Botschaft Jesu, die „auch in  einer Welt von Schatten Mut macht, von Angst befreit und frei macht für das Leben“.

Ein starkes und wichtiges Buch des Mutmachers Notker Wolf.

Notker Wolf mit Simon Biallowons, Schluss mit der Angst – Deutschland schafft sich nicht ab. Verlag Herder, Freiburg 2017

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