Verletzt. Hannes Schwarz in der Sammlung des Stiftes Admont
Dem künstlerischen Schaffen des steirischen Malers und Denkers Hannes Schwarz (1926– 2014) widmet das Museum für Gegenwartskunst Admont im Jahr 2026 eine umfassende Ausstellung. Bereits im Jahr 2000 übergab der Künstler dem Museum des Stiftes einen bedeutenden Bestand an Gemälden und grafischen Blättern als Schenkung. Unter dem programmatischen Titel „Verletzt“ eröffnet die Ausstellung einen konzentrierten Blick auf ein vielschichtiges OEuvre, das von existenziellen Fragestellungen und tiefgreifenden künstlerischen Wandlungsprozessen geprägt ist. Exemplarisch steht dafür das Gemälde „Verletzt“ (1962, Öl auf Leinwand): Kerben und Schnitte im Bildträger verweisen auf die Verletzlichkeit des menschlichen Seins und spiegeln Erfahrungen, die Leben und Werk des Künstlers nachhaltig bestimmten.
Um 1975 – spätestens mit der zehnteiligen Mischtechnik-Serie „Verletzt“, die in der Ausstellung geschlossen zu sehen ist – vollzieht sich eine markante Zäsur im Werk. Die menschliche Figur tritt zurück, erscheint nur noch schemenhaft; reduzierte, landschaftliche Bildräume gewinnen an Dominanz. Ausgesetztheit manifestiert sich nun in Weite und Leere des Raumes und evoziert ein Gefühl existenzieller Gefährdung.
„Die Landschaft wurde zum Spiegelbild humaner Existenz“ (Werner Fenz).
Vernissage
am Donnerstag, 19. März 2026, um 17.00 Uhr im Museum für Gegenwartskunst des Stiftes Admont
Zur Ausstellung spricht: Michael Richter-Grall, MA