Zwischen Religion und bildender Kunst bzw. Musik gab es wohl schon immer eine intensive Beziehung. Was Menschen glauben und feiern, drängt zum Ausdruck. Für eine ganze Epoche im Nachklang der Reformation nahm dieser Ausdruck in der Katholischen Kirche die Form des Barocks an. Barock war jedoch nicht nur die Kunstform einer Konfession, sondern – vermittelt durch Missionare – der erste globale Kunststil der Geschichte.
Was Kunst und Theologie vereint, ist das Bemühen darum, das Geheimnis einer unfassbaren Wirklichkeit in eine Sprache zu fassen. Dabei bleiben sich beide bewusst, dass sie sich dem Geheimnis immer nur anzunähern vermögen. Das Medium offenbart das Gemeinte und verhüllt es zugleich.
Die diesjährige Ausgabe von Theologie im Gespräch spürt diesem interessanten Phänomen sowohl anhand philosophischer und theologischer Reflexion, als auch anhand konkreter Beispiele nach, die gemeinsam im Umfeld der Theologischen Fakultät aufgesucht werden: in Form ausgewählter Grafiken im Stadtmuseum, in Form liturgischer Musik in der Hofkirche und in Form sakraler Architektur in der Spitals- und Jesuitenkirche.
Theologie im Gespräch 2026 ist eine gemeinsame Veranstaltung der Katholisch-Theologischen Fakultät und der Tiroler Landesmuseen.