26. Februar 2016

Arche Noah ist initiativ gegen Patentierung von Mensch und Tier

Die Arche NOAH war für die Video-Serie "viel mehr wesentlich weniger" nicht zufällig als Drehort ausgesucht worden. Seit mehr als 25 Jahren setzen sich dort Menschen für den Erhalt und die Entwicklung der Kulturpflanzenvielfalt ein ähnlich wie in Klostergärten. In den nächsten Wochen und Monaten werden in der Europäischen Union entscheidende Weichenstellungen pro oder contra die Patentierbarkeit von Lebewesen erfolgen. Die Initiative "Kein Patent auf Leben" will das verhindern und Vielfalt schützen.

 

Multinationale Saatgut-und Chemiekonzerne wie Monsanto und Syngenta beanspruchen nicht nur Patente auf Pflanzen, die mittels gentechnischer Verfahren verändert wurden, sondern zunehmend auch auf herkömmliches Obst und Gemüse. Rund 180 solcher Patente wurden vom Europäischen Patentamt bereits erteilt, etwa 1200 weitere sind beantragt. Die Patentinhaber erhalten damit exklusive Nutzungsrechte auf Lebensmittel, wie Tomaten und Brokkoli und reißen damit die Kontrolle über Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion an sich.

Natur ist kein Erfindung 

Patente sind dazu da, um Erfindungen zu schützen, doch die Natur ist keine „Erfindung“. Die Unabhängigkeit der Bäuerinnen und Bauern sowie der Konsumentinnen und Konsumenten muss oberstes Gebot sein. Bereits 1997 haben sich 1,2 Millionen Österreicherinnen und Österreicher im Rahmen des Gentechnik-Volksbegehrens gegen Patente auf Leben ausgesprochen. Viele NGO's und kirchliche Einrichtungen unterstützen die Initiative. Über 50.000 Personen haben bisher die Petition unterzeichnet.

[fk]