18. September 2017

Herz-Jesu-Missionare sollen auf das hören, was der Heilige Geist heute seiner Kirche sagt

Papst Franziskus richtete sein Wort an die Herz-Jesu-Missionare. Er rief sie zu einer wandlungsfähigen Seelsorge auf. Konkreter sagte er bei einer Begegnung mit Ordensvertretern im Vatikan, dass veränderte gesellschaftliche Bedingungen neue Formen der Glaubensverkündigung erforderten und ermöglichten.

 

Die Ordensleute sollten offen für die Fragen der Menschheit sein und hören "auf das, was der Heilige Geist heute seiner Kirche sagt".Weiter ermunterte der Papst die Missionare, stärker katholische Laien in ihre Ziele und Projekte einzubinden. "Gebt nie dem Übel des Klerikalismus nach, der die Menschen und besonders junge Leute von der Kirche entfernt", sagte er. Die Aufmerksamkeit müsse vor allem den "verirrten und verletzten Schafen", dem Einsatz für Gerechtigkeit und der Solidarität mit Schwachen und Armen gelten, so Franziskus.

Die 1854 in Frankreich gegründeten Herz-Jesu-Missionare halten derzeit ihr sogenanntes Generalkapitel in Rom ab, bei dem wichtige Leitungsentscheidungen getroffen werden. Die Ordensgemeinschaft zählt nach vatikanischen Angaben rund 1.750 Mitglieder in 154 Einrichtungen weltweit. Ein Schwerpunkt liegt auf der Jugendseelsorge.

In Norddeutschland sind die Herz-Jesu-Missionare wegen ihres Ordenssitzes in Hiltrup bei Münster als "Hiltruper Missionare" bekannt. Dort betreiben sie auch eines der größten Gymnasien des Bistums Münster. Die süddeutsch-österreichische Provinz des Ordens hat ihr Zentrum in Salzburg.

Herz Jesu Missionare Österreich

[msc]