18. Januar 2018

„Mission Manifest“: Ungeniert gläubig

In der Ausgabe der "KirchenZeitung“ vom 18. Jänner 2018 spricht Missio Nationaldirektor P. Karl Wallner mit Heinz Niederleitner über die Initiative „Mission Manifest“. Die zehn „Thesen für das Comeback der Kirche“ betrachtet er vor allem als Botschaft an die Kirche – „also an uns selbst“.

Das Zweite Vatikanische Konzil hat die Bedeutung der missionarischen Kirche betont, sagt P. Karl Wallner. Der Heiligenkreuzer Zisterzienser ist Mitinitiator des „Mission Manifest“; sein Ziel ist es, gegen die „Palliativstation der Kirche“ in Österreich mobil zu machen und die Leute zu begeistern, indem „man ihnen zeigt, dass Gott Sinn, Leben und Freude stiftet.“

Wallners Credo: „Ich muss vielmehr dafür sorgen, dass dieses Skelett, das noch da ist, Fleisch und Saft bekommt: Das ist unser generelle Appell an die katholische Kirche.“ Und weiter: „Wir müssen die missionarische Tätigkeit zurückerobern, die am Ursprung der Kirche stand.“ Allerdings müsse man den Menschen sagen, was man machen kann, und zur Nachahmung gelungener Initiativen aufrufen.

Die leise Kritik, dass sich hier laut der Liste der Erstunterzeichner vor allem der „charismatisch-konservative“ Teil der Kirche engagiere, lässt Wallner nicht gelten. „Wer sich engagiert – ob links oder rechts, konservativ oder progressiv -, dem geht es immer um Kirche und Glaubensweitergabe“, betont der Missio-Nationaldirektor im Interview. „Nur die Mittel sind verschieden. Unsere Initiative ist keine kirchenpolitische Unterschriftenaktion, sondern es geht darum, aus der Liebe zu Christus missionarisch und ungeniert gläubig zu sein.“

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[rsonnleitner]