10. September 2018

Papst bestärkt Benediktinerinnen

Die Tradition der Gastfreundschaft und ihre Offenheit für andere Religionen sollten die benediktinischen Frauengemeinschaften in jedem Falle weiter pflegen, betonte Papst Franziskus bei der Begegnung mit der Internationalen Benediktinerinnen-Gemeinschaft am vergangenen Samstag im Vatikan. Seit Jahrhunderten stünden Benediktinerklöster für Gebet und großzügige Gastlichkeit. Die Offenheit gegenüber Anhängern anderer Glaubensrichtungen trage auch zur Ökumene und zum interreligiösen Dialog bei.

 (c) mschauer, Benediktinerinnen der Anbetung, Wien

Als "hervorstechende Berufung" bezeichnete Franziskus das Gebot der Benediktsregel, alle Fremden wie Christus selbst aufzunehmen. Von unschätzbarem Wert sei auch das Gebet in den Klöstern; es trage zum "Atem der Kirche" bei. Weiter erinnerte er an die Sensibilität für die Schöpfung, die im Sinn für landschaftlich schöne Lagen bei den Klostergründungen zum Ausdruck komme. Die "Gemeinschaft in Verschiedenheit" unter den Benediktinerinnen nannte der Papst einen Ausdruck von "Gottes Hoffnung für unsere Welt".

Die 2001 in Nairobi gegründete Benediktinerinnen-Vereinigung "Communio Internationalis Benedictinarum" hält vom 6. bis 13. September ein Symposium in Rom. Das Treffen steht unter dem Motto "Heißt alle wie Christus willkommen".

Die Benediktinische Konföderation zählt gegenwärtig rund 7.350 Mönche sowie rund 15.400 Nonnen und Schwestern in der ganzen Welt. Im deutschen Sprachraum gibt es mehr als 1.500 Angehörige des Ordens. Die rund 360 Benediktiner und Benediktinerinnen in Österreich leben in knapp 20 Niederlassungen. Das Ordenskürzel der Benediktiner lautet "OSB" und steht für "Ordo Sancti Benedicti".

[mschauer]