19. Oktober 2018

Weltmissionssonntag ist Perspektivenwechsel: Gott geht aus sich heraus

Wie ist Mission heute zu verstehen? Geographisch, d.h. spielt sie sich in Afrika, Asien etc. ab? Ist sie Aufgabe spezieller Orden, die dafür unterstützt werden? Wird damit - gewaltsam und respektlos, wie manche meinen -, ein europäisch geprägtes Christentum einfach exportiert? Zum Weltmissionssonntag am 21. Oktober 2018 erzählt Comboni-Missionar P. Josef Altenburger, Diözesandirektor von Missio Steiermark, im Sonntagsblatt für Steiermark von seiner missionarischen Erfahrung.

Foto: Gerd Neuhold

In der Kolumne „Offen gesagt“ schreibt P. Altenburger: „Meine missionarische Erfahrung ist anders: Gott als Quelle der Liebe will, dass alle Menschen Frieden und Gemeinschaft in ihm haben und untereinander geschwisterlich verbunden sind. Gott geht aus sich heraus und geht den Menschen und der Welt entgegen. In Jesus Christus ist der Höhepunkt dieses Dialogs erreicht. Deshalb sind ausnahmslos alle Christen berufen, an der „Mission Gottes“ mitzuarbeiten. Achtung und Wertschätzung, Interesse und Barmherzigkeit, Liebe und Solidarität sollen unser Reden und Tun prägen. Es geht um einen Perspektivenwechsel: Spurensuche ist angesagt, weil Gott schon lange bei den Menschen ist.“
[hwinkler]