Fachtagung der Krankenhausseelsorger am 26. und 27. März 2019 in Salzburg

Referent auf der Fachtagung ist unter anderem der Servite Martin Lintner, Professor für Moraltheologie an der Philosophisch-Theologischen Hochschule Brixen. Er berichtet über Entwicklungen in Italien und weltweit. Für ihn sei ein wichtiger Aspekt, dass man bei vorethischen Fragen wie Fortsetzung, Änderung und Abbruch einer Therapie, Entscheidungen gemeinsam im Team von Ärzten, Pflegenden, Angehörigen und Patienten trifft. Der religiöse Glaube des Patienten soll dabei berücksichtigt werden. Klinikseelsorger sollen in den Beratungsgruppen präsent sein. Lintner anerkennt, dass bereits viel geschehen sei. Die Sensibilität für religiös-seelsorgliche Fragen sei in den letzten Jahren gewachsen. Aber auf der Ebene der praktischen Umsetzung sieht der Ordensmann allerdings Handlungsbedarf. So seien zum Beispiel in Südtirol bereits Ethikberatungskommissionen per Gesetz institutionalisiert.
Doch die Beratung der Kommission sei nicht bindend, der Arzt entscheide nach wie vor über Maßnahmen - und treffe manchmal Entscheidungen, die dem Wunsch von Angehörigen nicht entsprechen. Aus diesem Grund tagen diese Beratungsgruppen zurzeit nicht, bis alle Fragen geklärt seien.
Veranstalter der ökumenischen Fachtagung sind die Krankenhausseelsorge der Diözesen Innsbruck und Feldkirch, die Evangelische Kirche A.B. Österreich und der Arbeitskreis der Evangelischen Krankenhausseelsorge und Geriatrie Seelsorge in Österreich (AEKÖ).
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Weitere ReferentInnen auf der Österreichischen Krankenhausseelsorgetagung 2019
[rsonnleitner]