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125 Jahre Salvatorianerinnen weltweit wird in Wien gefeiert

bramberger kleinSalvatorianerinnen feiern 125-Jahr-Jubiläum am 8. November 2013 als "Balanceakt". Knapp 1.200 Schwestern sind in 28 Ländern aktiv. In Österreich wirken 85 Ordensfrauen.

 Seit 125 Jahren gibt es die Salvatorianerinnen, ein inzwischen weltweit verbreiteter Frauenorden. Die Schwestern in Österreich leben und wirken in Gemeinschaften in Graz, Kalwang, Linz, Mariazell, Mistelbach, Pitten/Schwarzau und Wien. Der österreichischen Provinz gehören derzeit 85 Ordensschwestern und drei Novizinnen an. Mit 1. Jänner 2014 werden auch die Schwestern in Ungarn zur österreichischen Provinz zählen. Die heimischen Salvatorianerinnen feiern ihr Jubiläum im Rahmen eines Festes am 8. November im Provinzialat der Schwestern in Wien-Hütteldorf, Auhofstraße 189.  

Universalität

Unter dem Motto "125 Jahre Salvatorianerinnen. Frauen - berufen zu verkünden - gestern - heute - morgen" werden am Freitag u.a. die evangelische Theologin Prof. Susanne Heine, die katholische Sozialethikerin Prof. Ingeborg Gabriel und Sr. Edith Bramberger, Generalleiterin der Salvatorianerinnen, Beiträge liefern. "Was ist das Wesentliche unseres Ordenscharismas, was wollen wir in die Zukunft weitertragen. Darum soll es gehen", so Sr. Brigitte Thalhammer im "Kathpress"-Gespräch. Thalhammer ist Provinzleiterin der Salvatorianerinnen in Österreich.   Das spezifische Charisma der Salvatoianerinnen liege gerade in ihrer "Universalität", so Sr. Brigitte: "Wir wollen das Leben fördern, auf vielfältigste Weise in seiner ganzen Weite, gemeinsam mit möglichst vielen und mit allen Mitteln, die die Liebe Christi eingibt." Es gehe schlicht darum, sich aus der lebendigen Begegnung mit Jesus Christus heraus um den aktiven Einsatz für Gerechtigkeit und ein gelingendes Leben in allen Dimensionen zu bemühen.  

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Sr. Edith Bramberger aus Österreich, die Generaloberin der Kongregation der Salvatorianerinnen (Foto: Salvatorianerinnen)

Internationalität

Ein besonderes Merkmal des Ordens ist seine Internationalität, die mehr und auch in den kleinen Gemeinschaften Wirklichkeit wird. So würden im ungarischen Szeged zwei Ungarinnen, eine Polin und eine Inderin gemeinsam leben und wirken, etwa in der Studentenseelsorge. Ein angedachtes gesamteuropäisches Projekt: eine internationale Salvatorianerinnen-Kommunität in Berlin.  

Junger Orden

Derzeit wirken knapp 1.200 Salvatorianerinnen in weltweit 28 Ländern. Während in Ländern wie Indien oder Kongo viele Frauen in den Orden eintreten, gehen die Zahlen in Europa zurück. Im Vergleich zur Altersstruktur manch anderer heimischen Ordensgemeinschaft sind die Salvatorianerinnen in Österreich ein noch relativ "junger" Orden, trotzdem zeigt die Statistik ein ernüchterndes Bild: Ein Drittel der Schwestern ist unter 65 Jahre alt, ein weiteres Drittel zwischen 65 und 75, und ein Drittel über 75. Zum einen gehe es darum, einen guten Lebensraum für die älteren und alten Schwestern zu schaffen - zum anderen aber auch einen Freiraum für die jungen Schwestern zu eröffnen. T

Neues beginnen

halhammer: "Wir müssen nicht alles fortführen, was es immer schon an Aufgaben gegeben hat. Wir beginnen Neues. Nur so kann unsere Gemeinschaft für junge Frauen attraktiv bleiben."   Das habe natürlich auch Auswirkungen auf die Tätigkeitsfelder der Gemeinschaft, so Thalhammer. Das St. Josef Krankenhaus in Wien-Hütteldorf wurde in den Krankenhausverbund der Vinzenzgruppe überführt, die Schule, Hort und Kindergarten in Wien-Kaisermühlen gehören nun zur Vereinigung von Ordensschulen Österreichs und auch das Alten- und Pflegeheim im niederösterreichischen Pitten werde nicht mehr von Schwestern geführt. Thalhammer: "Laien haben die Leitung der Einrichtungen übernommen, wir Schwestern bringen uns aber ein, begleiten die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen und bemühen uns gemeinsam mit diesen, das salvatorianische Charisma in den Einrichtungen weiter erlebbar zu machen."  

Kräfte für neue Aufgaben

Durch die Abgabe bisheriger Werke würden Kräfte frei für neue Aufgaben. So sind die Salvatoriannerinnen in Österreich etwa im Kampf gegen Menschenhandel und Zwangsprostitution engagiert. Sie gehören zu jenen sechs Frauenorden, die den Verein "Solwodi" ("Solidarity with women in distress - Solidarität mit Frauen in Not") gegründet haben. Ein weiteres salvatorianisches Projekt: ImpulsLEBEN, ein geistliche Zentrum für junge Erwachsene in Wien.   Die Salvatorianerinnen stehen auch für mehr "Frauenpower" in der Kirche. Sr. Brigitte arbeitete selbst viele Jahre als Pastoralassistentin in Linz. Sie habe etwa mit Predigt- und Begräbnisdiensten sehr gute Erfahrungen gemacht, so die Ordensfrau.  

Zwei Österreicherinnen in Rom tätig

Mit Papst Franziskus sei ein neuer frischer Wind in die Kirche eingezogen, freut sich Sr. Brigitte: "Es tut gut, für die eigenen Aktivitäten und Initiativen Rückenwind zu verspüren."   Die österreichischen Schwestern sind auch auf internationaler Ebene stark vertreten: Sr. Edith Bramberger ist Generaloberin des Ordens, und steht damit weltweit an der Spitze der Salvatorianerinnen. Sr. Teresa Schlackl gehört ebenfalls dem fünfköpfigen internationalen Leitungsteam an.  

Die Salvatorianerinnen wurden 1888 von Johann Baptist Jordan und Therese von Wüllenweber gegründet. Sieben Jahre zuvor hatte P. Jordan den Männerzweig der Salvatorianer gegründet.   Zum Männer- und Frauenzweig des Ordens kommen noch die sogenannten "Laiensalvatorianer" hinzu. Derzeit gibt es in Österreich vier solche "Gemeinschaften salvatorianischer Laien" mit verheirateten und unverheirateten Mitgliedern, die dem Orden eng verbunden sind.

Salvatorianerinnen

[fk]

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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