Klösterreich-Klöster sind Startpunkt, Zwischenstation oder Endstation für Pilger

PilgerpfadPilgern ist wieder beliebter geworden. Die Sehnsucht für ein paar Tage den Alltag zurückzulassen, sich für Neues aufzuschließen und Orientierung in der Bewegung zu finden, entdecken auch junge Menschen. Alleine oder in Gruppen.

 Die Klösterreich-Klöster sind Startpunkt, Zwischenstation oder Endstation für Pilger und Wallfahrer und bieten Reisenden eine Herberge. Manche der Klöster sind Stationen auf alten Pilgerwegen, wie dem Jakobsweg, der Via Sacra, den Mariazellerwegen oder dem wieder eröffneten Europäischen Pilgerweg Via Nova.

Klöster als Knotenpunkte

Andere sind Ziele oder Ausgangspunkt von Wallfahrten wie Stift St. Florian, Stift Rein oder Stift Heiligenkreuz. Wieder andere geben die Möglichkeit, bei Wanderungen oder mit dem Rad die Kulturlandschaft, in der sie eingebettet liegen, zu entdecken. Von Kloster zu Kloster sind es oft nur kurze Strecken, die auch per Rad oder zu Fuß bewältigt werden können. Aufgrund der besonderen Lage der Klöster ist die Wegstrecke auch ein besonders reizvolles Landschaftserlebnis, einladende Rastplätze und Sehenswürdigkeiten können in die Routenplanung einbezogen werden.

Praktische Routenvorschläge

Ein 44 Kilometer langes Stück des österreichischen Jakobsweges verbindet die Stifte Göttweig und Melk. Die erste Etappe führt in einem 6-stündigen Fußmarsch zum Kloster Maria Langegg. Von dort geht es 5 Stunden weiter nach Melk. Entlang des Weges finden sich Säulen mit Texten des berühmten Autors Paolo Coelho.

Im Stift Göttweig bietet Abt Columban im Sommer Wanderexerzitien unter dem Titel „mit der Bibel im Rucksack“ an. Das Ziel der Via Sacra ist der Wallfahrtsort Mariazell.

Die „Via Sacra“ – die "Heilige" Straße, so wurde der Pilgerweg von alters her genannt, führt von Wien nach Mariazell. Die Stifte Heiligenkreuz und Lilienfeld gelten als wichtige Wallfahrerstationen. Auch heute werden nach Voranmeldung gerne Pilger im Gästetrakt aufgenommen. Nach Mariazell führen aber aus ganz Europa Wege – so auch aus Polen.

Das Kloster Raigern in der Tschechischen Republik lädt Pilger nach Voranmeldung ein, an der Stundenliturgie der benediktinischen Kommunität im Oratorium teilzunehmen.

Das Stift St. Lambrecht ist das Gründungskloster von Mariazell – damit ist es auch der Ausgangspunkt des Mariazeller Gründerweges.

Ausgehend vom Stift Admont führt der Hemma-Pilgerweg über Stift St. Lambrecht ins kärntnerische Gurk, in dessen Domkrypta die heilige Hemma beigesetzt ist. Ihre Verehrung geht in Kärnten, der Steiermark und Slowenien auf eine jahrhundertealte Tradition zurück.

Im Mai können Pilger vom Kloster Wernberg der Missionsschwestern vom Kostbaren Blut aus am Hemma Pilgerweg zum Kloster Gurk wandern.

Das Kneipptraditons-Haus der Marienschwestern vom Karmel in Aspach liegt am wieder eröffneten Europäischen Pilgerweg Via Nova der von Regensburg nach St. Wolfgang führt. Bei führen zertifizierte Pilgerwegbegleiterinnen durch das Innviertler Hügelland.

Das weltälteste Zisterzienserkloster Rein liegt am Pilgerweg zwischen Graz und der Benediktinerabtei Seckau. Von Graz-Gösting führt der Weg über die Ruine Gösting nach Maria Strassengel, dem bekannten steirischen Wallfahrtsort, und über den Kalvarienberg in Gratwein nach Stift Rein und weiter bis nach Seckau. Das Stift ist auch eine Station am "Mariazellerweg", der aus Slowenien kommend über die Soboth in die Weststeiermark geht und den Pilger weiter bis nach Mariazell führt.

Vorschlag und Kontakte sind auf der Website von Klösterreich zu finden. Klösterreich ist auch auf Facebook.

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