Fürnsinn für neuen Zugang zu Verteilungsgerechtigkeit

Fuernsinn WF118904 TeaserMännerorden-Vorsitzender Propst Maximilian Fürnsinn ermutigt, gängige Vorstellungen von Gerechtigkeit zu hinterfragen. Dem Sinn des kommenden Pfingstfestes entspricht es, In der Gesellschaft und in Gemeinschaften neue Lösungen des Wirtschaftens und des Zusammenlebens auszuprobieren.

Ordensleute tanzen in der Gesellschaft aus der Reihe, entsprechen oft nicht der „gängigen Norm“. Das passt zur Bedeutung von Pfingsten. Unangepasste, neue Lösungen für alte Fragen werden ausprobiert. „Wenn es in unserer Gesellschaft zum Beispiel heißt, alle müssen gleich viel von allem bekommen, dann handeln wir  im Orden genau anders. Jeder bekommt das, was er zum Leben braucht. Nicht mehr, und nicht weniger“, erzählt Propst Maximilian Fürnsinn aus der Praxis seiner Ordensgemeinschaft in Herzogenburg. Der Vorsitzende der Superiorenkonferenz der männlichen Ordensgemeinschaften Österreichs weitet den Blick auf die Gesellschaft und meint:  „Auf die Gesellschaft umgelegt kann das zum Beispiel heißen, dass Kinderlose mehr Abgaben beitragen als Eltern mit Kindern.“  Propst Maximilian: „Das wäre ein Schritt zu mehr Gerechtigkeit, wie wir sie verstehen und selbst leben.“

Selbst gestalten, nicht versklaven lassen

Propst Maximilian Fürnsinn ist rund um Pfingsten als Firmspender in Pfarren unterwegs. Das Stift Herzogenburg wird am Pfingstdienstag von 2.500 Ministrantinnen und Ministranten bevölkert. ‚Wir sind nicht Sklaven, sondern Erben Gottes‘, ist eine Botschaft der Pfingstlesungen. „Das bedeutet, wir sollen und dürfen uns nicht versklaven lassen von scheinbaren Gesetzmäßigkeiten, von Dingen, von Abläufen. die immer schon so waren, von Trends und überkommenen Gerechtigkeitsvorstellungen.“ Erben können über ihr Erbe verfügen. Sie können es gestalten, in die Hand nehmen, verantwortungsvoll weitergeben. Im Sinne des Pfingstfestes heißt das, auch neue Wege zu gehen, anders zu denken und zu handeln als bisher und ins Gespräch zu kommen mit Menschen aus ganz anderen Lebensbereichen, die andere „Sprachen“ sprechen. Viele Ordensgemeinschaften in Österreich tun das bereits. Ordensgemeinschaften bieten so Freiräume für ein „neues, solidarisches  Leben“.

Zu Pfingsten, das 2013 auf den 19. Mai fällt, erinnern sich Christen an ein Ereignis aus der Zeit nach dem Tod und der Auferstehung Jesu, als der Heilige Geist die verunsicherten Jünger Jesu erfüllte und sie begannen, von ihrer Geschichte mit Jesus mutig zu erzählen. Das Wunder von Pfingsten wird so geschildert: Und jeder hörte sie in seiner Sprache reden.

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