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Statements zu 60 Jahre „Zweites Vatikanisches Konzil“

Anlässlich des 60. Jahrestages des Zweiten Vatikanischen Konzils veröffentlicht die Zeitschrift „Theologische Kurse“ eine Ausgabe mit Fokus auf dieses Jubiläum. Persönlichkeiten aus Kirche, Theologie, Bildung, Medien, Ökumene, anderen Religionen und dem säkularen Bereich geben darin Statements. Darunter auch zahlreiche Ordensleute.  

Sr. Christine Rod, Sr. Beatrix Mayrhofer und Lisa Huber MA schreiben in der Zeitschrift "Theologische Kurse" über das II. Vatikanische Konzils. (c) ÖOK

Sr. Christine Rod, Sr. Beatrix Mayrhofer und Lisa Huber schreiben in der Zeitschrift "Theologische Kurse" über das II. Vatikanische Konzils. (c) ÖOK

Papst Johannes XXIII., der das Zweite Vatikanische Konzil einberufen hat, war davon überzeugt, dass die Kirche den Glauben nicht wie ein Museum hüten darf, sondern für das jeweilige Heute verlebendigen muss. Am 11. Oktober 1962 wurde das Zweite Vatikanische Konzil eröffnet – Auftrag war eine pastorale und ökumenische Erneuerung.

Die Zeitschrift „Theologische Kurse“ hat das Jubiläum des Beginns des Zweiten Vatikanischen Konzils zum Anlass genommen, um Persönlichkeiten aus vielen verschiedenen Wirkungsbereichen, um ihre Meinung, Erinnerungen und Zukunftsgedanken gebeten.

Sie geben Antwort auf die Fragen:

  • Der springenden Punkt des Zweiten Vatikanischen Konzils ist für mich …
  • Was das Konzil bewirkt hat …
  • Was (noch) nicht eingelöst ist …
  • Warum das Konzil nach wie vor für die Zukunft der Kirche entscheidend ist …

Statements von Ordensleuten

Zahlreiche Ordensleute und ordensnahe Menschen geben ihre persönlichen Statements zu „60 Jahre Eröffnung des Zweiten Vatikanischen Konzils“, darunter Sr. Christine Rod, Generalsekretärin der Österreichischen Ordenskonferenz, Sr. Beatrix Mayrhofer, ehemalige Präsidentin der Vereinigung der Frauenorden, Kardinal Christoph Schönborn, P. Martin M. Lintner von der Philosophisch-Theologische Hochschule Brixen, Sr. Benedicta Lišková aus dem Klarissenkloster Brünn, P. Martin Maier, Jesuit und Chefredakteur von „Stimmen der Zeit“, Lisa Huber, Leiterin von Quo vadis?, u.v.m.

„Ich bin eine Konzilsbewegte“

Sr. Christine Rod, Generalsekretärin der Österreichische Ordenskonferenz, beginnt ihr Statement damit: „Ich bin eine Konzilsbewegte. Ja, das hat beinahe Bekenntnischarakter.“

Sie bezieht sich auf drei Erlebnisse, die sie inspiriert haben: Erstens: Ein Kindheitspfarrer, der sensationelle Neuerungen eingeführt hat und wo sie erlebt hat: „Wow, Kirche ist etwas Spannendes, da bewegt sich was. Und es lohnt sich, darum zu ringen.“ Zweitens: Ihre ersten pastoralen Engagements Mitte der 1980er-Jahre, die reichlich Raum zum Experimentieren gegeben haben. Und drittens: Das systematische Studieren der Konzilstexte. Im Hinblick auf die Frage was noch offen sei, ist sie überzeugt: „Wir sind nach wie vor am Lernen und Experimentieren. Wie aufregend, und wie schön!“                                                                                                                            

„… die beglückende Erfahrung, dass der Heilige Geist die Kirche lenkt.“

Sr. Beatrix Mayrhofer, ehemalige Präsidentin der Vereinigung von Frauenorden, berichtet, dass für sie der springende Punkt des Zweiten Vatikanischen Konzils „die beglückende Erfahrung, dass der Heilige Geist die Kirche lenkt“, sei. Auf die Frage, was (noch) nicht eingelöst ist, antwortet Sr. Beatrix Mayrhofer: „Wir lernen immer noch, was es heißt, dass wir als Gemeinschaft der Getauften auch gemeinsame Verantwortung tragen – und sie auch einander zugestehen.“ Und sie erzählt, dass „die Veränderungen, zu denen das Konzil dann angestoßen hat, habe ich als junge Ordensfrau sehr deutlich erlebt. So vieles hat sich geändert – nicht um der Veränderung willen, sondern aus Treue zur Sendung.“

„Die Entdeckung der Kollegialität“

Lisa Huber, Leiterin Quo vadis? – das Begegnungs- und Berufungszentrum der Ordensgemeinschaften Österreich, sieht als springenden Punkt des Zweiten Vatikanischen Konzils die Entdeckung der Kollegialität. Und „durch die Implementierung des Instruments der Bischofssynode wurde diese Kollegialität über die nächsten Jahrzehnte weiter geübt und erfahren,“ ist Lisa Huber überzeugt.  Was sie sich für die Zukunft wünscht, wäre die Öffnung der Bischofssynode für nicht geweihte Christinnen und Christen als Synodenteilnehmer*innen.

Die vollständigen Statements und noch viele weitere Statements können Sie hier nachlesen:

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theologie aktuell – Die Zeitschrift der Theologischen Kurse (Heft 04 / 37. Jg. 2021/22)


Quelle: theologie aktuell – Die Zeitschrift der Theologischen Kurse (Heft 04 / 37. Jg. 2021/22)

 

[renate magerl]

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