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Impflotterie in der Pfarre: Franz Wenigwieser ofs verlost ein Jahr Kirchenbeitrag

Die Idee einer Corona-Impflotterie findet ihre Fortsetzung in der Pfarre Katsdorf im Mühlviertel: Der dortige Pfarrer, Franz Wenigwieser vom dritten Orden der Franziskaner, verlost unter dem Motto "3G - Getauft, geimpft, gewonnen" ein Jahr Kirchenbeitrag. Die Ziehung ist am 06. Februar.

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Getauft - geimpft - gewonnen! Franz Wenigwieser ofs startete eine Impflotterie. (c) Diözese Linz

Unter Geimpften seiner Gemeinde wird ein Jahr Kirchenbeitrag verlost, ist dem aktuellen Pfarrblatt zu entnehmen. Gegenüber der Tageszeitung "Der Standard" (Mittwoch) erklärte der Ordensmann, die Idee sei ihm spontan gekommen. Die Kirche könne dadurch einen Beitrag leisten, die Pandemie möglichst bald so weit einzuschränken, "dass wir wieder möglichst normal leben können".

Wer in Katsdorf Kirchenbeitrag bezahlt und getauft und bis 1. Februar mindestens einmal geimpft oder davon ärztlich befreit ist, hat demnach Chance auf ein "drittes G", sprich, den Kirchenbeitrag für ein Jahr, gedeckelt mit 400 Euro. Das Preisgeld im Topf investiert P. Wenigwieser persönlich und will damit Vorbild sein. Gerade als Kirche müsse man "Pionier sein, kreativ sein und Ideen haben", so der 59-Jährige, der sich hier von der Kirchenleitung in Österreich "noch mehr Engagement gewünscht" hätte, nämlich "über die verordneten Maßnahmen wie Maske oder Abstandhalten hinaus".

20210112 impflotterieGegenüber dem "Standard" berichtete Wenigwieser auch von seiner Berufung und Einsatzschwerpunkten. Schon nach der Matura wurde der leidenschaftliche Panflötist, Tänzer und Bergsteiger Franziskaner, studierte in Bochum Sozialarbeit und war dann für die Jugendarbeit im Orden zuständig. Einsätze an "Rändern der Gesellschaft folgten" - als Gefängnisseelsorger, in der Arbeit mit Drogenabhängigen, als Sozialarbeiter und in der Gehörlosenseelsorge. Seit 2015 leitet er die Pfarre Katsdorf. Ein "Herzensprojekt" ist die Arbeit mit der Partnerpfarre in Igota (Tansania), wo bereits mehrere Projekte umgesetzt wurden.

[elisabeth mayr]



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