fax
 
 
 

Charity Kunstauktion der Salvatorianer erneut ein voller Erfolg

Mit Auktionsschluss 22. September 2021, 16.00 Uhr waren 34 von 50 Kunstwerken verkauft worden. Der Erlös beträgt 50.000 EUR. Damit ist bereits siebte Charity Kunstauktion der Salvatorianer weiterhin ein voller Erfolg.

Die Bilder waren im Sommerrefektorium ausgestellt. (c) SalvatorianerDie Bilder waren im Sommerrefektorium ausgestellt. (c) Salvatorianer

„Wir möchten uns an erster Stelle bei den Künstlerinnen und Künstlern bedanken, die uns ihre Werke für unsere Charity-Auktion zur Verfügung gestellt haben“, zeigte sich Provinzial P. Josef Wonisch in einer ersten Reaktion dankbar.

Großen Anteil an diesem Erfolg hatte auch das Dorotheum als Kooperationspartner bzw. die einzelnen Sponsoren und Helferinnen und Helfer. „Nicht zuletzt gilt unser Dank insbesondere den Käuferinnen und Käufern, die durch den Erwerb der Kunstwerke die Sozialprojekte unterstützen“, so Provinzial Wonisch.

Erlös kommt zwei Sozialprojekten zugute

Der exakte Erlös der Auktion wird, wenn der Nachverkauf abgeschlossen und alle Ausgaben beglichen sind, mit Ende des Jahres von Lukas Korosec, Missionsprokurator der Salvatorianer und Initiator der Kunstauktion, bekanntgegeben. Vorausblickend rechnet er mit einem Reingewinn von rund 40.000 Euro, der zwei Sozialwerken, die die Salvatorianer unterstützen, zugutekommt: Dem Frauenhaus der Caritas in Temeswar in Rumänien sowie das Bildungsprogramm der Salvatorianer im Elendsviertel Catia in Caracas in Venezuela.

Frauenhaus in Temeswar: Schutz vor Gewalt

Das Frauenhaus in Temeswar bietet Frauen Schutz, die vor Gewalt fliehen müssen. Eine Betroffene ist die Rumänin Anna (Name geändert). Sie ist 25 Jahre alt und hat eine fünfjährige Tochter. Die letzten sieben Jahre lebte sie gemeinsam mit dem Vater des Kindes in Spanien. Doch seit dem Frühjahr 2020 hatte sich die Beziehung zum Schlechteren geändert und letztendlich wurde Anna Opfer von häuslicher Gewalt. Im Sommer flüchtete sie zurück in ihr Heimatland Rumänien. Ihr Geschichte erzählt Herbert Grün, Geschäftsführer der Caritas Temeswar.

Seit Ende August lebt Anna nun im Frauenhaus. Ihre Tochter besucht den Kindergarten, aber leider versteht sie noch kein Rumänisch. „Wir hoffen, dass sie mit der Zeit auch ihre Muttersprache lernen wird“, so Herbert Grün. Im Frauenhaus erhalten die junge Mutter und ihre Tochter psychologische und soziale Beratung. Sobald sich Anna bereit fühlt, einen Arbeitsplatz zu suchen, wird ihr auch dabei geholfen.

34 der großteils heimischen Kunstwerke waren mit Auktionsschluss schon verkauft worden. (c) Salvatorianer34 der großteils heimischen Kunstwerke waren mit Auktionsschluss schon verkauft worden. (c) Salvatorianer

Bericht aus Venezuela

Seit 2015 wird mit dem Reinerlös der Charity Kunstauktion das Bildungsprogramm der Salvatorianer im Elendsviertel Catia in Caracas in Venezuela unterstützt.

Der Leiter des salvatorianischen Projektbüros „SOFIA Venezuela“, P. Luis Domingo Dia, schreibt über die aktuelle Situation im Land:

Wenig Impfungen und kaum Unterricht

„Nach anderthalb Jahren der Pandemie in unserem Land sind noch nicht einmal 30 Prozent der nationalen Bevölkerung geimpft, es gibt immer noch keinen Unterricht in Schulen oder Universitäten. Diese schwierige Situation ist der Grund, warum unsere Projekte weiterhin die am stärksten gefährdeten Stadtviertel in Catia unterstützen. Derzeit betreuen wir etwa 15 Hilfs- und Entwicklungsprojekte in den Bereichen Gesundheit, Ernährung und Bildung.

Die Projekte laufen grundsätzlich gut, wir betreuen aktuell rund 6.000 Menschen, mit einem Arbeitsteam von etwa 120 Personen. Trotzdem stehen wir vor vielen Herausforderungen: Eine davon ist zweifellos die politische und soziale Situation, die das Land durchmacht. Es gibt keine wirtschaftlichen Garantien, die Inflation ist sehr hoch und die offizielle Währung wird zunehmend abgewertet; eine weitere Herausforderung ist die Kontinuität der Projekte, wir müssen mehr Entwicklungsprojekte in Betracht ziehen, die Arbeitsplätze für die ärmsten Menschen schaffen.

Es ist auch nicht einfach, unsere Arbeitsteams aufrechtzuerhalten, da es immer schwieriger wird, finanzielle Mittel für die Zahlung von Gehältern und Honoraren zu beschaffen.“

Willkommene finanzielle Unterstützung

Die finanzielle Hilfe aus Österreich ist nach wie vor von entscheidender Bedeutung für dieses Projekt, berichtet P. Luis Domingo Dia. Es sei nun auch wunderbares neues Inklusionsprogramm für Menschen mit Behinderung darin enthalten. Von den Erlösen der Kunstauktion können die Projekte auch für das nächste Jahr sichergestellt werden: „Dafür danke ich herzlichst.“

Autor: Robert Sonnleitner


Weiterlesen:

Salvatorianer feiern „800 Jahre Michaelerkirche“ mit Ausstellung

Reminder: Start der Charity Kunstauktion der Salvatorianer

[kerstin stelzmann]

 

 

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.