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Niederlassung der Schulschwestern in Klagenfurt wird geschlossen

Nach 66 Jahren des Wirkens verlassen die Schulschwestern vom hl. Franziskus mit 31. August 2021 Klagenfurt und schließen ihr Provinzhaus. Die dort lebenden vier Schwestern ziehen zur Gemeinschaft in St. Peter in St. Jakob i. Rosental. ( (Šentpeter 25, Šentjakob v Rožu). Ebenso wird der Sitz der Provinz nach St. Peter verlegt.

20210823 Provinzhaus Schließung

Seit 2006 ist das Provinzhaus auch Heimat für das Pastoralzentrum für Slowenen in Klagenfurt – Župnija Sv. Cirila in Metoda Celovcu. (c) GoogleStreetView

„Aufgrund mangelnder Ordensberufe und des immer höheren Anteils älterer Schwestern folgte der Entschluss des Provinzrates über die Schließung der Gemeinschaft im Provinzhaus. Mit Dankbarkeit aber auch mit Wehmut im Herzen dürfen wir auf diese Zeit des Wirkens der Schwestern in Klagenfurt zurückblicken“, so die Provinzoberin Sr. M. Ambrozija Potočnik in einer Aussendung der Schulschwestern.

Rückblick: Das Wirken der Schulschwestern im Provinzhaus

1955 wurde für die neu errichtete Provinz der Kongregation der Schulschwestern in Kärnten auf Rat des Direktors der Hermagoras in Klagenfurt, Dr. Janko Hornböck, das bombardierte Grundstück in Klagenfurt, Viktringer Ring 19, erworben. Mit Hilfe des Wiederaufbaufonds wurde ein bescheidenes Haus errichtet, im Dezember 1956 zogen die ersten vier Schwestern ein.

Am 23. Jänner 1957 wurde in einem Zimmer die Hauskapelle eingerichtet. Als Hausgeistlicher wurde von der Diözese der damalige Priester slowenischer Gläubiger, Dr. Janez Polanc ernannt. Nach Abbruch der Kirche neben dem Kapuzinerkloster wurde auf Wunsch des Prälaten Dr. Rudolf Blüml und des Kanonikus Alois Zechner an Sonntagen auch der Gottesdienst für die slowenisch sprachige Bevölkerung in der Kapelle gefeiert.

Am 28. Februar 1968 erhielt die Provinz der Schulschwestern auch die Erlaubnis zur Führung eines eigenen Noviziates und am 8. September 1968 wurden die ersten Novizinnen aufgenommen.

Die Innenausstattung der Kapelle, geweiht dem Unbefleckten Herzen Mariens/ Brezmadežnemu Srcu Marijinemu, wurde unter Architekten DI France Kvaternik aus Ljubljana neugestaltet. Über den Kauf einer Orgel mit 17 Register aus der Werkstatt des Meisters Škrabl aus Rogaška Slatina in Slowenien 1997 freuten sich nicht nur die Schwestern und die Kirchenbesucher, sondern auch die slowenische Musikschule.

Mädcheninternat, Paramentenstickerei u.v.m.

Von 1995 bis 2020 war ein Mädcheninternat im Haus untergebracht, zuerst nur aus slowenischen Familien, später aus ganz Kärnten. Lange Jahre der Tradition des Mutterhauses in Marburg entsprechend, widmeten sich die Schwestern auch der Paramentenstickerei und dem Nähen von Kirchenbedarf.

Seit 2006 war das Provinzhaus auch Heimat für das Pastoralzentrum für Slowenen in Klagenfurt – Župnija Sv. Cirila in Metoda Celovcu.

Weitere Nützung ungewiss

Es ist noch unsicher, wie und in welcher Funktion das Haus weitergeführt wird, teilte Provinzoberin Sr. M. Ambrozija Potočnik mit. Sicher sei jedoch, dass Teile des Hauses von der Diözese Gurk übernommen werden, die Gespräche darüber laufen. 

[renate magerl & elisabeth mayr]

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