"Reisesegen to go" im Quo vadis? und im Hauptbahnhof

Erstmalig können sich Reisende in Wien in den Sommerferien vor Reiseantritt segnen lassen. Am Freitag im Quo vadis? am Stephansplatz und am Freitag und Samstag im Raum der Stille im Hauptbahnhof spenden Seelsorger*innen einen "Reisesegen to to" - einzeln, ohne Voranmeldung und kontaktlos. 

reisesege to go in Wien am stephansplatz und am hauptbahnhof

Reisesegen to go.  (c) EDW Wien | Bild als PDF

 Auch die Möglichkeit zu Gespräch oder Gebet besteht. "Eingeladen sind alle, die ihren Urlaub antreten, einen Ausflug planen oder den Übergang in den Sommer bewusst gestalten wollen, auch wenn sie nicht wegfahren", hieß es in einer Mitteilung vom Dienstag.

Alte Tradition des Reisesegens

Mit ihrem Angebot "Reisesegen to go" knüpfen die beiden kirchlichen Seelsorgezentren an eine alte Tradition an: Früher war es üblich, vor Antritt einer Reise um einen Segen zu bitten, zumal Reisen mit Gefahren, Risiken und unvorhersehbaren Ereignissen verbunden waren. Das lateinische Wort für Segen, "benedicere", bedeutet "gutsagen" und ist ein Zuspruch der Nähe Gottes.

"Wir glauben, dass alles Gute aus den Händen Gottes kommt. Der Segen ist eine Bitte an Gott, uns auf der Reise zu schützen und zu begleiten", erklärte Renate Moser, Leiterin der City- und Passantenseelsorge der Erzdiözese Wien. Mit dem Angebot wolle die Kirche für die Menschen da sein, ihre Sorgen teilen und ihnen zusichern, von Gott begleitet zu sein, was immer sie vorhätten.

Die Sorgen loslassen

"Quo vadis?"-Leiterin Lisa Huber berichtete von einem "mulmigen Gefühl" und vermehrten Sorgen bei vielen Menschen, wenn sie nun nach dem Höhepunkt der Pandemie verreisten. Derartige Themen könnten im Gespräch mit Seelsorgerinnen und Seelsorgern zur Sprache kommen. Huber: "Wir möchten Menschen mit dem Reisesegen ermutigen, ihre Sorgen vor Gott hinzulegen und loszulassen, damit sie sich im Urlaub wirklich erholen können." Wie am Hauptbahnhof, wird der Segen auch in dem von Huber geleiteten Begegnungs- und Informationszentrum der Ordensgemeinschaften Österreich einzeln und kontaktlos gespendet.

[elisabeth mayr]